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Kulturfunken: 1000 Veranstaltungen an 400 Orten bis Juni

Lübeck: Im Frühjahr 2020, als der Lockdown die Kulturschaffenden und ihr Publikum mit voller Wucht getroffen hatte, wurde schnell deutlich: Die freie Kulturszene benötigt dringend Hilfe, und zwar zeitnah, unbürokratisch und flexibel. Daraus entstanden die Kulturfunken, für die bisher 1,28 Millionen Euro von der Possehl-Stiftung ausgeschüttet wurden.

Gemeinsam mit dem Lübecker „Kulturtreibhaus“ entwickelte die Possehl-Stiftung im Mai die Aktion „Kulturfunke“: Sie ermutigt freie Künstler und Kulturschaffende, die durch das Raster der gängigen Förderangebote in der Corona-Krise fallen, nach vorne zu denken und weiterhin künstlerisch tätig zu sein. Denn neben den fehlenden Einnahmen sind es vor allem die fehlenden Möglichkeiten, überhaupt arbeiten zu können, unter denen viele Kulturschaffende leiden. In bisher zwei Ausschreibungszeiträumen konnten sich solo-selbständige Künstler und Kulturschaffende mit einem Vorhaben um eine Förderung in Höhe von jeweils bis zu 6000 Euro bewerben und so ihre Ideen und ihren Schaffensdrang Funken schlagen lassen – „Kulturfunken“.

Die Mittel stehen den Kulturschaffenden sofort nach der Bewilligung zur Verfügung. Insgesamt bewilligte die Possehl-Stiftung für die Unterstützung der Kulturszene im Rahmen der Aktion bisher 1,28 Millionen Euro für 229 Projekte von 313 Antragstellern. Max Schön, Vorsitzender der Possehl-Stiftung, freut sich sehr über die Stahlkraft des „Kulturfunken“: „So konnten wir binnen kürzester Zeit einen Beitrag dazu leisten, Kultur in das Leben der Menschen, die hier leben oder Lübeck besuchen, zurückzubringen; vor allem aber konnten wir zeitnah die vielfältige kulturelle Szene finanziell und strukturell unterstützen. Und 1.700 Kulturveranstaltungen in Corona-Zeiten, das ist schon beachtlich für eine Stadt mit nur 217.000 Einwohnern!”

Von Juli 2020 bis heute gab es mehr als 700 Veranstaltungen an über 400 Orten. Die Erfahrungen waren so überzeugend, dass die Possehl-Stiftung beschloss, die Aktion „Kulturfunke“ im Winter- und Frühlingshalbjahr 2021 erneut stattfinden zu lassen. Daher wurden im Januar 119 „Kulturfunken“ von 170 Kulturschaffenden ausgewählt.

Von Februar bis Juni können wir uns nun auf rund 1.000 weitere Veranstaltungen an mehr als 400 Orten im gesamten Stadtgebiet freuen: Hauswand-Kino für Kinder, Rap von PILZ auf der Trave, ein im öffentlichen Raum improvisierendes Streichorchester, Kunstsprechstunden, literarische Spaziergänge, Augmented Reality in der Altstadt, Poetry Slam für Pflegekräfte oder Opernklänge in für Menschen, die ansonsten kaum Zugang zu Kultur haben.

Auf der Website www.kulturfunke.de, Facebook: kulturfunke* und Instagram: #kulturfunke werden die Veranstaltungshinweise laufend aktualisiert.

Seit Anfang des Jahres hat das vierköpfige „Kulturfunke“-Team in einem leerstehenden Ladengeschäft in der Altstadt seinen Raum gefunden: Für Beratung und Austausch, mit mobilen Arbeitsplätzen. Und ganz nebenbei wurde wertvolle strukturelle Arbeit geleistet: Unter www.kulturfunke.de ist eine Veranstaltungsplattform entstanden, welche die besonderen Aktivitäten der Künstler über Lübecks Grenzen hinaus – in der gesamten Metropolregion Hamburg – bekannt macht und die Vernetzungs- und Beratungsangebote des Kulturtreibhauses noch populärer werden lässt.

Über eine Crowdfunding-Plattform kann für den „Kulturfunken“ gespendet werden, so werden auch weitere Menschen eingebunden, die dabei sein möchten: www.für-unsere-region.de. Der „Kulturfunke“ ist mittlerweile eine beim Deutschen Patent- und Markenamt eingetragene Marke und soll auch nach der Krise kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Einer von zahlreichen Kulturfunken: Die 1to1concerts im vergangenen Sommer. Foto: Paula Winterberg

Einer von zahlreichen Kulturfunken: Die 1to1concerts im vergangenen Sommer. Foto: Paula Winterberg


Text-Nummer: 143320   Autor: Veranstalter/red.   vom 16.02.2021 um 19.50 Uhr

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