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Schulöffnungen: Der aktuelle Stand in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holstein: Bildungsministerin Karin Prien hat heute, am 19. Februar, noch einmal einen Überblick über die Schulöffnungen gegeben. "Es ist eine gute Nachricht, dass wir die Grundschulen in weiten Teilen des Landes am kommenden Montag wieder für den Präsenzunterricht öffnen können", betonte die Ministerin. Präsenzunterricht sei unbedingt erforderlich für die Entwicklung und den Bildungserfolg. In Lübeck wird vorerst das Distanzlernen fortgesetzt.

"Präsenzunterricht ist auch die Normalität, auf die Schüler einen Anspruch haben. Jeder Tag, den Schüler nicht in der Schule sind, muss gerechtfertigt sein und darf nur die Ausnahme bleiben", so Prien. Durch die Schulöffnung werde man Schaden von den Kindern abwenden, der durch den Lockdown drohe. "Schule ist nicht nur ein Lernort, er ist auch ein sozialer Ort und daher für die Entwicklung der Kinder immens wichtig", so Prien. "Wir haben uns als Landesregierung ganz bewusst dafür entschieden, zunächst nur die Schulen zu öffnen, weil Bildung für uns absolute Priorität hat."

Für die Stadt Lübeck und den Kreis Pinneberg (mit Ausnahme der Insel Helgoland) gilt: An den Schulen wird das Distanzlernen bis zum 28. Februar fortgesetzt. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird weiterhin eine Notbetreuung angeboten. Ab dem 1. März starten die Grundschüler in Lübeck in den Wechselunterricht.

In den kreisfreien Städten Kiel und Neumünster und in den Kreisen Dithmarschen, Nordfriesland, Ostholstein, Plön, Rendsburg-Eckernförde, Segeberg, Steinburg und Stormarn sowie auf der Insel Helgoland öffnen die Grundschulen zum 22. Februar 2021. Ab dem 22. Februar kehren dieSchüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 wieder in den Präsenzunterricht unter Coronabedingungen in die Schulen zurück. Der Präsenzunterricht unter Coronabedingungen an den Grundschulen wird sich zunächst auf die Vermittlung basaler Kompetenzen, konzentrieren. Für die Jahrgangsstufen 5 und 6 wird eine Notbetreuung angeboten. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 13 an den weiterführenden Schulen bleibt es weiterhin bis zum 7. März beim Lernen in Distanz und für die Abschlussklassen werden die Präsenzangebote fortgesetzt.

Für die Stadt Flensburg und den Kreis Schleswig-Flensburg gilt: In den Grundschulen findet ausschließlich eine Notbetreuung statt. Die Schülerinnen und Schüler lernen auf Distanz. Ausschließlich die Abschlussklassen werden unterrichtet, wobei weiterhin strenge Hygieneregeln gelten. Für alle Jahrgangsstufen außer den Abschlussklassen gilt, dass es bis auf weiteres nicht möglich ist, Klassenarbeiten in Präsenz zu schreiben.

Für den Kreis Herzogtum Lauenburg gilt: An den Schulen wird das Distanzlernen bis zum 28. Februar fortgesetzt. Für die Jahrgangsstufen 1 bis 6 wird weiterhin eine Notbetreuung angeboten. Am 22. Februar soll entschieden werden, ob die Kitas und Schulen zum 28. Februar in den eingeschränkten Regelbetrieb oder Coronaregelbetrieb, beziehungsweise in den Wechselunterricht oder Präsenzbetrieb für die Jahrgangsstufen 1 bis 4 gehen.

Für Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf kann der Präsenzunterricht und das Distanzlernen nach individuellen Erfordernissen unabhängig von den besuchten Jahrgangsstufen stattfinden. In Absprache entscheiden die Schulleitungen über Teilnahme des Präsenzunterrichts beziehungsweise des Distanzlernens. In allen betroffenen Kreisen ist der Krankenhausunterricht grundsätzlich wie eine Notbetreuung anzusehen und kann dementsprechend auch als Präsenzunterricht erteilt werden.

Für Pinneberg sagte Karin Prien, dass sie eine sehr gute Entwicklung sehe: "Wenn die Fallzahlen weiter so stabil sinken, halte ich es für möglich, dass auch in Pinneberg zum 1. März die Grundschulen in den Präsenzunterricht gehen. Dafür müssen wir aber weiterhin alle sehr diszipliniert sein." Darüber werde am kommenden Montag gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium unter Berücksichtigung der Einschätzung des örtlichen Gesundheitsamtes beraten. "Es bleibt dabei, dass wir jeweils mit einer Woche Vorlauf verbindliche Entscheidungen treffen, damit sich alle Beteiligten gut vorbereiten können", betont Prien.

"Um der besonderen Situation vieler Familien Rechnung zu tragen, die mit gefährdeten Personen im Haushalt leben oder engen Kontakt zu solchen Personen halten müssen, gilt ab dem 22. Februar die erleichterte Möglichkeit für Eltern, ihre Kinder vom Präsenzunterricht befreien zu lassen", teilte Bildungsministerin Prien ergänzend mit.

Damit die Schulöffnungen funktionieren könnten, seien die Hygieneregeln und dabei insbesondere der Schnupfenplan und das Maskentragen zu beachten. In allen Schulen gelte ab kommenden Montag die Pflicht, einen medizinischen Mund-Nasen-Schutz, umgangssprachlich OP-Maske genannt, zu tragen.

Das Schleswig-Holsteinische Institut für Berufliche Bildung (SHIBB) gibt bekannt, dass die schriftlichen Abiturprüfungen an den Beruflichen Gymnasien des Landes aufgrund der noch sehr unklaren Infektionslage um einen Monat verschoben werden. Sie finden nun erst nach den Osterferien statt. Gleichzeitig treten Regelungen für Abschlussprüfungen zu allen Schulabschlüssen an den Berufsbildenden Schulen in Kraft, die vergleichbare Bedingungen zu den allgemeinbildenden Schulen gewährleisten.

Bildungsministerin Karin Prien betonte, dass Präsenzunterricht die Normalität sei auf die Schüler einen Anspruch hätten.

Bildungsministerin Karin Prien betonte, dass Präsenzunterricht die Normalität sei auf die Schüler einen Anspruch hätten.


Text-Nummer: 143370   Autor: Bimi SH/Red.   vom 19.02.2021 um 10.33 Uhr

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