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Grüne Lübeck
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Anwohner kämpfen für ihren Wochenmarkt

Lübeck - Buntekuh: Archiv - 22.02.2021, 19.38 Uhr: Nach dem neuen Konzept hat der Wochenmarkt in Buntekuh keine Zukunft. Die Anwohner und Vereine wehren sich gegen eine Schließung. Sie haben Bürgermeister Jan Lindenau einen offenen Brief geschrieben. Unterzeichnet ist er auch von der ehemaligen Stadtpräsidentin Gabriele Schopenhauer (SPD) sowie Vertretern von CDU, Grünen und Unabhängigen.

Wir veröffentlichen den Brief im Wortlaut:

(")Sehr geehrter Herr Bürgermeister, lieber Jan Lindenau,

als im Januar 2021 die Meldung über mögliche Schließungen von Wochenmärkten in Lübeck die Öffentlichkeit erreichte, wurden wir in Buntekuh hellhörig. Dass tatsächlich „unser“ Markt am Freitag beim Einkaufszentrum Buntekuh in der Korvettenstraße 69 von diesen Schließungsplänen betroffen sein soll, finden wir vom Arbeitskreis-Image Buntekuh höchst problematisch und fordern die Stadtverwaltung dringend dazu auf, diese Pläne noch einmal zu überdenken und die Entscheidung darüber mindestens um ein Jahr zu verschieben! Besser noch wäre es, dieses Thema im Sinne der aktiven Bürgerbeteiligung zunächst im Rahmen einer Stadtteilkonferenz zu besprechen, wenn die Infektionslage das wieder möglich macht.

Wochenmärkte – nicht nur der in Buntekuh – sollten nicht allein unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten betrachtet werden. Sie dienen der wohnortnahen Daseinsvorsorge, was besonders für ältere oder weniger mobile Menschen existentiell notwendig ist. Gerade bei uns in Buntekuh gibt es außer dem ALDI wenig Einkaufsmöglichkeiten, sodass die Bedeutung des freitäglichen Marktes besonders zur Wohnqualität unseres Quartiers beiträgt. Nirgendwo sonst können sich die Anwohner Buntekuhs fußläufig mit regionalen und frischen Produkten versorgen. Das REWE-Center in der Ziegelstraße ist nicht wirklich fußläufig und zentral gelegen.

Darüber hinaus ist unser Markt gerade jetzt zu Pandemiezeiten ein beliebter Treffpunkt geworden, der einen Minimalbedarf an sozialen Kontakten unter freiem Himmel und mit Abstand befriedigt. Der Markt sensibilisiert die Bevölkerung für frische, regionale Lebensmittel und fördert einen nachhaltigen und ökologischen Lebensstil.

Im Hinblick auf die UNO-Erklärung der „Agenda 2030 – Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“, die die Hansestadt Lübeck im letzten Herbst unterschrieben hat, ist der Erhalt von regionalen Wochenmärkten insbesondere in den Rand-Stadtteilen Buntekuh, Moisling und St. Lorenz-Nord unerlässlich und rechtfertigt eine mögliche wirtschaftliche Unterdeckung des Marktbetriebes, wenn in Lübeck tatsächlich nachhaltiger Konsum (Ziel 12), nachhaltige Städte und Gemeinden (Ziel 11) sowie die Förderung von Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3) auf der To-Do-Liste stehen sollen.

Unser Wochenmarkt erfreut sich wachsender Kundenzahlen, somit sollte eher über eine Ausweitung des Angebotes nachgedacht werden bzw. gemeinsam daran gearbeitet werden, dass die Kundenzahlen weiter wachsen. An einer solchen Konzeptentwicklung beteiligen wir uns als AK-Image gern.

Wir fordern, dass die Entscheidungen über die Wochenmärkte bis nach der Pandemie – mindestens um ein Jahr – verschoben werden, sowie eine transparente Kostenermittlung für die Gebührenrechnung. Außerdem sollten die Markgebühren moderat und transparent in Teilschritten angepasst werden.

Mitglieder des AK-Image Buntekuh und Anwohner(")

Der Arbeitskreis Image aus Buntekuh, Anwohner und Mitglieder von mehreren Parteien kämpfen für den Wochenmarkt in der Korvettenstraße. Symbolbild: JW

Der Arbeitskreis Image aus Buntekuh, Anwohner und Mitglieder von mehreren Parteien kämpfen für den Wochenmarkt in der Korvettenstraße. Symbolbild: JW


Text-Nummer: 143424   Autor: AK Image/red,   vom 22.02.2021 um 19.38 Uhr

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