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Dräger meldet Rekordergebnis für 2020

Lübeck: Archiv - 04.03.2021, 07.49 Uhr: Drägerwerk hat das Geschäftsjahr 2020 mit einem Rekordergebnis abgeschlossen. Insbesondere Produkte, die bei der Behandlung von Covid-19 zum Einsatz kommen beziehungsweise vor Infektionen schützen, waren sehr stark gefragt. Auftragseingang, Umsatz und Ergebnis lagen deutlich über dem Vorjahresniveau.

Als Anerkennung für die Leistung in der Krise hat Dräger seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit einen Danke-Bonus von insgesamt rund 23 Millionen Euro gezahlt.

Der Auftragseingang legte nominal um 35,4 Prozent auf 3.708,2 Millionen Euro (2019: 2.796,1 Millionen Euro) zu. Währungsbereinigt nahm der Auftragseingang um 38,9 Prozent zu. Die Aufträge stiegen dabei in allen Regionen an, am stärksten in Europa.

Den Umsatz steigerte Dräger gegenüber dem Vorjahr um 22,5 Prozent auf 3.406,3 Millionen Euro (2019: 2.780,8 Millionen Euro), während er, bereinigt um Währungseffekte, um 25,7 Prozent zunahm. Alle Regionen haben zu dem Umsatzwachstum beigetragen, wobei der Umsatz in Europa am stärksten zulegte.

In der Medizintechnik legten die Aufträge währungsbereinigt um 48,6 Prozent zu, getrieben unter anderem von der Nachfrage nach Beatmungsgeräten, Patientenmonitoring und Krankenhauszubehör. In der Sicherheitstechnik nahm der Auftragseingang währungsbereinigt um 23,3 Prozent zu, gefragt waren hier insbesondere Produkte des leichten Atemschutzes (FFP-Masken).

Beim Umsatz verzeichnete Dräger vor allem in der Medizintechnik einen starken Zuwachs. Währungsbereinigt betrug der Anstieg 36,0 Prozent. Aber auch in der Sicherheitstechnik nahmen die Auslieferungen mit währungsbereinigt 8,5 Prozent deutlich zu.

„Corona hat das Geschäftsjahr geprägt wie kaum ein Ereignis in den Jahrzehnten zuvor. Während andere in den Lockdown gegangen sind, war für uns sofort klar: Dräger hat einen gesellschaftlichen Versorgungsauftrag, diesen zu erfüllen ist unsere Pflicht. Nie zuvor war der Sinn unserer Arbeit so direkt spürbar, wurde unsere ›Technik für das Leben‹ so sehr gebraucht. Deswegen galt bei uns zu jeder Zeit: All Hands on Deck!“, so Stefan Dräger, Vorstandsvorsitzender der Drägerwerk Verwaltungs AG. „Dabei haben wir die sich in der Krise bietenden Chancen entschlossen ergreifen und gut nutzen können“.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) ist sehr stark auf 396,6 Millionen Euro angestiegen (2019: 66,6 Millionen Euro).

Im vierten Quartal nahm der Auftragseingang währungsbereinigt um 0,8 Prozent auf 747,0 Millionen Euro (2019: 780,1 Millionen Euro) zu. Den Umsatz steigerte Dräger währungsbereinigt um 31,5 Prozent auf 1.115,3 Millionen Euro (2019: 882,0 Millionen Euro). Das EBIT im vierten Quartal belief sich auf 168,3 Millionen Euro (2019: 69,5 Millionen Euro). Die EBIT-Marge im vierten Quartal betrug 15,1 Prozent (2019: 7,9 Prozent).

Dräger hat 2020 einen wichtigen Schritt zur Bereinigung seiner Kapitalstruktur unternommen und sämtliche Genussscheine gekündigt. Durch die Kündigung der Genussscheine ist die Nettoverschuldung allerdings stark angestiegen. Bis die Eigenkapitalquote wieder ein Niveau von über 40 Prozent erreicht hat, wird die Dividende auf dem Niveau des Vorjahrs belassen. Daher wird der Vorstand der Hauptversammlung am 7. Mai 2021 gemeinsam mit dem Aufsichtsrat eine Dividende von 0,19 Euro je Vorzugsaktie (2019: 0,19 Euro) und 0,13 Euro je Stammaktie (2019: 0,13 Euro) vorschlagen.

Dräger plant einen Betrag von bis zu 100 Millionen Euro für den Rückkauf der Genussscheine aufzuwenden, wobei dieser Betrag im freien Ermessen von Dräger erhöht werden kann. Dräger wird diesen Betrag mittels bestehender Liquidität finanzieren. Inhaber der Genussscheine der Serie D können ihre Genussscheine gemäß den Angebotsbedingungen zu einem Kurs von jeweils 542 Euro Dräger zum Kauf anbieten. Damit haben die Inhaber der Genussscheine die Möglichkeit die Genussscheine oberhalb des letzten Börsenkurses vor Bekanntgabe des Programms (Schlusskurs vom 24.2 an der Frankfurter Wertpapierbörse 533,20 Euro) an Dräger zu verkaufen. Die angekauften Genussscheine werden von Dräger eingezogen, um so vorzeitig die Kapitalstruktur zu optimieren. Die Angebotsperiode läuft noch bis zum 19. März 2021 um 17 Uhr (CET). Inhaber der Genussscheine erhalten Informationen von ihren Depotbanken zum individuellen Ablauf zur Abgabe eines Verkaufsangebots.

„Im Interesse des Unternehmens und der Aktionäre, möchten wir den starken operativen Free Cashflow im abgelaufenen Geschäftsjahr dazu nutzen die Optimierung der Kapitalstruktur zu beschleunigen“, so Gert-Hartwig Lescow, Finanzvorstand der Drägerwerk Verwaltungs AG. „Je nach zurückgekauften Volumen, erhöht sich dadurch die Eigenkapitalquote und der den Aktionären zustehende Gewinn.“

Im vierten Quartal 2020 fand erneut das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm statt, dieses Mal flankiert von einem Corona-Bonus, der an inländische Mitarbeiter teilweise in Aktien gezahlt wurde. Damit sind nunmehr knapp 85 Prozent der inländischen Mitarbeiter gleichzeitig Aktionäre des Unternehmens und haben im Verlauf der Beteiligungsprogramme insgesamt 3,9 Prozent der Vorzugsaktien übernommen.

Vor dem Hintergrund abnehmender Sondereinflüsse durch die Corona-Pandemie, wird sich die sehr starke Geschäftsentwicklung von 2020 im laufenden Geschäftsjahr so nicht wiederholen. Dräger rechnet für das Geschäftsjahr 2021 daher mit einem währungsbereinigten Umsatzrückgang zwischen -7,0 und -11,0 Prozent. Die erwartete schwächere Umsatzentwicklung wird sich auch auf das Ergebnis auswirken. Dräger erwartet für 2021 eine EBIT-Marge zwischen 5,0 und 8,0 Prozent.

„Die durch die Corona-Pandemie ausgelösten Entwicklungen werden uns noch geraume Zeit beschäftigen. Wir sind in einem Marathon“, so Stefan Dräger. „Die neue Zeit wird uns neben allen Herausforderungen aber auch neue Chancen bieten. Wir sollten sie nutzen“.

Dräger hat die Geschäftszahlen für 2020 vorgelegt. Foto: Dräger

Dräger hat die Geschäftszahlen für 2020 vorgelegt. Foto: Dräger


Text-Nummer: 143602   Autor: Dräger/red.   vom 04.03.2021 um 07.49 Uhr

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