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Antrag für Tempo 30 in Palingen abgelehnt

Nordwestmecklenburg: Archiv - 04.03.2021, 10.23 Uhr: Einen Antrag für "Tempo 30", gestellt von der Initiative Lüdersdorf (INI), hat der Bauausschuss der Gemeinde Lüdersdorf am Dienstagabend mehrheitlich abgelehnt. Diese Entscheidung fiel gegen den Wunsch von rund 200 Bürgerinnen und Bürgern, die Tempo 30 für Palingen befürwortet hatten.

Der Bauausschuss der Gemeinde Lüdersdorf hat in seiner Sitzung am 2. März die Einrichtung einer Tempo 30-Zone in Palingen abgelehnt. Die INI hatte den Antrag eingereicht, um die Verkehrssicherheit in dem kleinen Lüdersdorfer Ortsteil zu erhöhen. Zudem wollte die INI damit Palinger Bürger unterstützen, die ihren Wunsch nach "Tempo 30" mit einer Unterschriftenliste bereits im Oktober 2020 vor den Bürgermeister der Gemeinde Lüdersdorf, Erhard Huzel (CDU) gebracht hatten. Frank Arnold (CDU) und René Tareilus (CDU), Hans-Peter Schulz (SPD), Uwe Harder (LUL) und Bernhard Strutz ( BfL) stimmten gegen den Antrag der INI, Annika Sachse (CDU) enthielt sich und Tillmann Ober von der INI stimmte dafür.

In der vorangegangen Diskussion begründeten die Ausschussmitglieder ihre Ablehnung unter anderem damit, dass es in Palingen schon derzeit kaum möglich sei, schneller als 30 km/h zu fahren. Zudem sei nicht bekannt, dass es in Palingen Unfälle gegeben habe, die auf eine überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen seien. Die "Initiative" dagegen setzt sich für Tempo 30 in den kleinen Lüdersdorfer Ortsteilen ein, damit es gar nicht erst zu Unfällen kommt. Gemeindevertreterin Petra Zacharias, Vorsitzende der INI erläutert im Nachgang zur Sitzung: "Über 200 Bürgerstimmen sprechen eine klare Sprache für mehr Sicherheit auf unseren Straßen. Mit ihrer Entscheidung ignorieren die Bauausschussmitglieder den Bürgerwillen. Dabei erhöht Tempo 30 in kleinen Ortsteilen die Verkehrssicherheit und minimiert eklatant die Gefahren für Kinder, ältere Bürgerinnen und Bürger, Spaziergänger, Reiter und Tiere."

Nina Strugalla, die ebenfalls die INI in der Gemeindevertretung und im Sozialausschuss vertritt, ergänzt: "Ich sehe uns in der Verantwortung die Voraussetzungen für ein sicheres und gutes Miteinander zu schaffen". Grundsätzlich hat nicht der Bauausschuss das letzte Wort, wenn es um die Einrichtung von 30er Zonen geht, sondern das Straßenverkehrsamt. Dieses hätte vom Bauausschuss beauftragt werden können, die Möglichkeiten einer Tempo 30 Limitierung zu prüfen. Die Palinger haben sich nun entschieden, ihren Bürgerbeauftragten ins Boot zu holen. Petra Zacharias: "Sie wollen es nicht länger hinnehmen, dass ihre Sicherheit und die ihrer Kinder bei Entscheidungen der Gemeindevertreter keine Rolle spielt".

Die Initiative Lüdersdorf (INI) hatte einen Antrag für Tempo 30 gestellt. Foto: Nina Strugalle.

Die Initiative Lüdersdorf (INI) hatte einen Antrag für Tempo 30 gestellt. Foto: Nina Strugalle.


Text-Nummer: 143605   Autor: Initiative/Red.   vom 04.03.2021 um 10.23 Uhr

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