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Wirtschaft in MV warnt vor Einkaufstourismus

Schleswig-Holstein: Archiv - 05.03.2021, 14.53 Uhr: Ab Montag öffnen in Schleswig-Holstein die Geschäfte, in Mecklenburg-Vorpommern und Hamburg bleiben sie nach derzeitigem Stand geschlossen. Die Wirtschaft in Mecklenburg-Vorpommern warnt vor einem Einkaufstourismus, der vermutlich hauptsächlich Lübeck betreffen wird.

Anlässlich einer Demonstration des Handels und anderen von Schließungen betroffenen Branchen vor dem Schweriner Schloss, gemeinsam mit Partnern, forderte Siegbert Eisenach, Hauptgeschäftsführer der geschäftsführenden Industrie- und Handelskammer zu Schwerin für die IHKs in Mecklenburg-Vorpommern: "Mecklenburg-Vorpommern muss in engem Schulterschluss mit Schleswig-Holstein vorangehen und ab Montag den Einzelhandel komplett öffnen sowie die im Stufenplan SH vorgesehenen Lockerungen mit umsetzen. Sonst droht erneut ein starker Einkaufstourismus nach Schleswig-Holstein. Das ‚Baumarkttrauma‘ aus dem Frühjahr 2020 haben wir noch in schlechter Erinnerung.“

Schaue man sich wesentliche Indikatoren der ControlCOVID-Strategie des Robert Koch-Instituts an, so liegt die absolute Zahl der Hospitalisierungen in den beiden Bundesländern auf einem vergleichbaren Niveau. Die Zahl der Patienten auf Intensivstation sei in Mecklenburg-Vorpommern sogar geringer als in Schleswig-Holstein. Auch bei der Impfquote liegen beide Bundesländer auf einem vergleichbaren Niveau und belegen im Bundesvergleich sogar Spitzenplätze.

„Daher wäre es aus Sicht der Unternehmen in MV eine große Ungleichbehandlung, wenn nicht auch auf mecklenburg-vorpommerischer Seite die Geschäfte öffnen dürfen“, so Eisenach weiter. Mit Blick auf die 7-Tage-Inzidenz fordern die IHKs in Mecklenburg-Vorpommern die Berechnung anzupassen. In die Inzidenzberechnung, die für die Öffnungsschritte maßgeblich ist, dürfen nur noch die Infizierten einfließen, die von den Gesundheitsämtern als „diffus“ eingestuft werden, also nicht einem konkreten, kontrollierten Ausbruchsgeschehen zuzuordnen sind. „Diese Art der Berechnung könnte auch verhindern, dass wir in ein ständiges Hin und Her von Lockerungen und Schließungen geraten. Auch müssen sichere Kernaussagen getroffen werden, dass das verstärkte Testen durch Schnell- und Selbsttests nicht zu einer Verhinderung weiterer Lockerungsschritte führt,“ so Eisenach abschließend.

Siegbert Eisenach, IHK-Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, und Torsten Grundke, Vizepräsident der IHK zu Rostock, bei der Demo in Schwerin. Foto: IHK MV

Siegbert Eisenach, IHK-Hauptgeschäftsführer der IHK zu Schwerin, und Torsten Grundke, Vizepräsident der IHK zu Rostock, bei der Demo in Schwerin. Foto: IHK MV


Text-Nummer: 143641   Autor: IHK MV/red.   vom 05.03.2021 um 14.53 Uhr

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