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Grüne fordern rigorose Schnellteststrategie für Lübeck

Lübeck: Archiv - 08.03.2021, 11.09 Uhr: Die in Lübeck auf unter 35 gesunkene 7-Tage-Inzidenz und die Aussicht auf Öffnungen ab dem 8. März geben Zuversicht. Die Grüne Fraktion bemängelt aber, dass Lübeck mit einer konsequenteren Test-Strategie, wie sie von ihr bereits Ende Januar vorgeschlagen wurde, schon weiter sein könnte. Sie fordert zudem, dass die Stadt durch den stärkeren Einsatz von Schnelltests mehr dafür tun müsse, um die weitreichenden Einschränkungen schrittweise zurücknehmen zu können.

Hierzu erklärt die Fraktionsvorsitzende Birte Duggen:

(")Potsdam, Böblingen, Tübingen und Rostock machen es vor. Es gibt zahlreiche Beispiele für Städte, die in der aktuellen Phase der Pandemie durch eigene Initiative etwas dafür tun, um dem zuletzt immer schlechter gelingenden Krisenmanagement der Bundesregierung etwas entgegenzusetzen. Um ihre vulnerablen Gruppen zu schützen, aber auch ihren Wirtschaftsunternehmen eine Perspektive zu geben. Dabei geht es vor allem um mehr Schnell- und Selbsttests. Die genannten Städte machen vor, was wir uns auch für Lübeck wünschen und bereits Ende Januar beantragt haben: Mehr kostenlose Tests für die Lübecker und Testmobile.

Durch kostenlose Schnelltests können asymptomatisch Infizierte erkannt und so Infektionsketten unterbrochen werden. Diese entscheidende Maßnahme sollte Lübeck schnellstmöglich nachholen. Jeder weitere Tag des Abwartens schadet der Gesundheit der Lübecker Bevölkerung ebenso wie der Lübecker Wirtschaft. Wir können es uns in so einer Pandemie nicht leisten, immer auf andere zu warten und nur Bedenken vorzutragen. Wir müssen mehr Eigeninitiative entwickeln, um vor die Welle zu kommen.(")

Der Fraktionsvorsitzende Bruno Hönel ergänzt:

(")Leider müssen wir auch bei diesem Thema wieder feststellen: Die Landeshauptstadt Kiel ist uns (mindestens) einen Schritt voraus. Und zwar unnötigerweise. Während der Bürgermeister und die GroKo den von uns vorgeschlagenen Einsatz eines Testmobils für kostenlose Tests vor sechs Wochen abgelehnt hat, gibt es in Kiel seit heute ein kostenloses Testzentrum.

Damit auch in Lübeck die nächsten Öffnungsschritte nicht zu einem unkontrollierbaren Anstieg der Infektionen führen, muss so viel und schnell wie möglich geimpft und getestet werden. Gerade bei den kostenlosen Tests erwarte ich mehr Engagement von Bürgermeister Lindenau.(")

Bürgerschaftsmitglied Dr. Axel Flasbarth abschließend:

(")Auch ökonomisch ist es sinnvoll, Schnelltests kostenlos zur Verfügung zu stellen, um dadurch Öffnungen in allen Bereichen zu ermöglichen und zu beschleunigen. Wenn der Bürgermeister vorträgt, die Tests für die Gesamtbevölkerung seien zu teuer, so verkennt er bei seiner Berechnung, dass es zum einen unwahrscheinlich ist, dass sich alle circa 220.000 Bürger 1x die Woche wirklich testen lassen werden. Viel wichtiger aber: Die sozialen, psychischen und wirtschaftlichen Folgen sind erheblich höher. Es gibt aktuell keine rentablere Investition als in intelligente Corona-Prävention durch gezielte Tests. Insolvente Betriebe, Arbeitslosigkeit und steigende Infektionsfälle mit Krankenhausaufenthalten sowie langfristig die Folgen für abgehängte (Schul-)Kinder und psychische Erkrankungen kommen uns gesellschaftlich deutlich teurer zu stehen. Und sie haben auch ganz direkte Auswirkungen auf die Lübecker Stadtkasse. Bereits am Impfstoffeinkauf der EU konnten wir sehen, wie verheerend ein zu kurz gedachter Sparwille hier sein kann.

Im Übrigen werden in anderen Städten die Ausgaben für extra Schnelltests auf vielen Schultern verteilt. Auch Stiftungen und private Spenden finanzieren dort. Es ist überfällig, dass wir auch in Lübeck eine solche gesamtgesellschaftlich konzertierte Anstrengung organisieren. Während andere Städte mutig vorangehen, heißt es in Lübeck nur: abwarten und Bedenken vortragen. Das sollte sich schleunigst ändern.(")

Birte Duggen ist Fraktionsvorsitzende der Lübecker Grünen.

Birte Duggen ist Fraktionsvorsitzende der Lübecker Grünen.


Text-Nummer: 143687   Autor: Grüne Fraktion/Red.   vom 08.03.2021 um 11.09 Uhr

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