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Polizei: Bei drohender häuslicher Gewalt frühzeitig reagieren

Lübeck: Archiv - 08.03.2021, 16.14 Uhr: "Frühzeitig Hilfe holen!", ist der Tipp von Simone Sölter, Präventionsbeauftragte der Polizeidirektion Lübeck, wenn die Stimmung zu Hause zunehmend aggressiver wird. Neben der Polizei gebe es noch weitere Anlaufstellen.

Simone Sölter verweist darauf, dass sich der Umgang der Polizei in den vergangenen Jahren stark verändert hat. In den 90er Jahren kamen die Beamten bei einem Notruf zu einem ermahnenden Gespräch vorbei, notfalls wurde die Frau ins Frauenhaus gebracht. "Heute gilt: Wer schlägt, der geht!", so Sölter. So können die Beamten eine bis zu 14-tägige Wegweisung des Täters veranlassen - unabhängig vom Besitzverhältnis der Wohnung. Auch Besuch- und Betretungsverbote sind möglich.

Im besten Fall sollte die Frau frühzeitig reagieren, wenn die Stimmung aggressiver wird. "Es handelt sich um eine Gewaltspirale", so die Präventionsbeauftragte. Auf Beschimpfungen folgen Demütigungen und dann Körperverletzungen. Hilfe gibt es zum Beispiel rund um die Uhr beim bundesweiten Hilfetelefon unter 08000/116016.

Für viele Frauen stehe nicht die Verfolgung des Täters im Vordergrund, so die Polizeibeamtin. Wer nicht gleich zur Polizei gehen möchte, kann die Spuren der Körperverletzung in der Gerichtsmedizin dokumentieren lassen. Die Beweise werden 20 Jahre aufbewahrt, falls es doch zu einer Anzeige kommt.

Im akuten Fall sollte die Polizei über den Notruf 110 alarmiert werden.

Das vollständige Interview von Harald Denckmann mit Simone Sölter hören Sie im Original-Ton unterhalb des Bildes.

Symbolbild.

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Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 143703   Autor: red.   vom 08.03.2021 um 16.14 Uhr

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