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Grüne zur Deponierung : Kontroll-Messungen ja, aber richtig!

Lübeck: Archiv - 09.03.2021, 13.50 Uhr: Im Zusammenhang mit der möglichen Deponierung von freigemessenem Bauschutt aus dem still gelegten AKW Brunsbüttel auf der Deponie Niemark werden Vorschläge zu Kontrollmessungen auf und im Umfeld der Deponie diskutiert. Die Grüne Fraktion hat einen entsprechenden Antrag eingebracht und den Vorsitzenden des für die Beratung zuständigen Werkausschusses, Dr. Burkhard Eymer, CDU, aufgefordert, einen unabhängigen Sachverständigen zur Beratung hinzuzuziehen.

Denn damit solche Messungen relevante Ergebnisse lieferten, sei hohe Expertise und Erfahrung nötig. Hierzu erklärt Silke Mählenhoff, Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung und stellv. Fraktionsvorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:

(")Wir Grüne sind als Anti-Atomkraft-Partei diejenigen, die sich am intensivsten mit der Frage des AKW-Bauschutts auseinandergesetzt haben und dies auch weiterhin tun. Schon 2016 haben wir die erste öffentliche Veranstaltung zum Thema gemacht. Seitdem folgten viele weitere. Dabei haben wir diverse unabhängige Experten gehört und von allen Fraktionen sicherlich mit Abstand die meisten kritischen Fragen gestellt, um größtmögliche Sicherheit und Verantwortung beim lange überfälligen Atomausstieg in Einklang zu bringen. Aktuell findet zwischen der Hansestadt Lübeck, vertreten durch eine Fachanwaltskanzlei, und dem schleswig-holsteinischen Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume ein Austausch statt, um offene Fragen im Zusammenhang mit der möglichen Deponierung des freigemessenen Bauschutts aus dem AKW Brunsbüttel auf der Deponie Niemark zu klären.

Die Hansestadt hat Einwände gegen den Entwurf des Zuweisungsbescheids eingelegt und Rückfragen gestellt. Das ist gut und richtig – alle vorgebrachten Fragen und Bedenken müssen jetzt geklärt werden. Sollte es daran anschließend dann aber zur Aufnahme des Bauschutts auf der Deponie Niemark kommen, schlagen wir als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme unter anderem Kontrollmessungen auf und im Umfeld der Deponie vor. Zusätzlich zu den Messungen auf dem Gelände des AKWs soll durch diese sogenannten Nullmessungen vor Beginn und darüber hinaus während der Deponierung gewährleistet werden, dass wirklich keine Gefahr von dem Bauschutt ausgeht. Dabei ist sicherzustellen, dass entsprechende Messungen auch relevante Ergebnisse liefern. Denn die natürliche Hintergrundstrahlung schwankt stark. Wind, Regen und viele weitere Umwelteinflüsse können diese immer und überall auf sehr niedrigem Niveau vorkommende Strahlung viel stärker beeinflussen als der freigemessene Bauschutt. Deswegen sind bei den Messungen hohe Expertise und Erfahrung gefragt.

Damit es insbesondere für die Anliegerinnen und Anlieger der Deponie ein Höchstmaß an Transparenz und Sicherheit gibt, habe ich den Vorsitzenden des zuständigen Werkausschusses Dr. Burkhard Eymer, CDU, daher gebeten, einen unabhängigen Sachverständigen zur Beratung hinzuzuziehen. Ich freue mich sehr, dass Hr. Dr. Eymer diesem Vorschlag gefolgt ist, dafür herzlichen Dank. So können wir in der anstehenden Sitzung eine sachliche und fundierte Diskussion führen und dann gemeinsam geeignete Sicherheitsmaßnahmen für Lübeck auf den Weg bringen.(")

Silke Mählenhoff ist Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung.

Silke Mählenhoff ist Vorsitzende des Ausschusses für Umwelt, Sicherheit und Ordnung.


Text-Nummer: 143719   Autor: Grüne Fraktion/Red.   vom 09.03.2021 um 13.50 Uhr

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