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Grüne: Wir erreichen die Kinder und Jugendlichen nicht!

Lübeck: Archiv - 10.03.2021, 13.08 Uhr: Die Lübecker Grünen weisen auf die Probleme der Erreichbarkeit von Kindern und Jugendlichen durch die Jugend- und Sozialarbeit hin. Der Erreichbarkeit über digitale Medien steht oft der Datenschutz im Weg. Karin Burakowski, die für die Grünen im Jugendhilfeausschuss mitwirkt, weist darauf hin, dass ein übergreifender Messenger nach einem Jahr der Pandemie längst überfällig ist.

Wir veröffentlichen die Mitteilung von Karin Burakowski im Wortlaut:

(")Es besteht großes Einvernehmen, dass wir die Kinder und Jugendliche in schwierigen Situationen auffangen müssen. Die Sorge ist groß. Die Einschränkungen der Pandemie verstärken nicht nur die Bildungsungerechtigkeit, sondern auch die Probleme zu Hause. Besonders in Haushalten, die bereits vor der Pandemie in herausfordernden Verhältnissen lebten. In der Pandemie können Heranwachsende auch nicht die Schule als sozialen Raum und Schutzraum nutzen. Viele sind auf sich allein gestellt.

Doch dem Einsatz von Messengern und sozialen Medien, die ersatzweise genutzt werden könnten, steht oft der Datenschutz im Weg. Was bleibt da noch? Telefon und E-Mail, aber die werden von jungen Menschen kaum noch benutzt.

Ich möchte nicht, dass wir Datenschutz und den Schutz von Kindern gegeneinander ausspielen. Wenn wir die Kinder nicht erreichen, können wir auch keine Schutzmaßnahmen ergreifen. Aber genau dafür ist die Sozialarbeit da. Wir müssen daher genau abwägen. Für uns steht der Schutz der Kinder und Jugendlichen an erster Stelle.

Da Schulen bereits Messengerdienste verwenden, ist die Chance groß, dass diese auch von anderen sozialen Einrichtungen eingesetzt werden können. Schlicht deshalb, weil die meisten Jugendlichen ihn dann auf ihren Geräten installiert haben. Wir wünschen uns hier eine Zusammenarbeit der Sozialarbeit und Jugendhilfen mit den Schulträgern. Das Bildungsministerium hat durch das IQSH längst Empfehlung für Schulen ausgesprochen. Und in Kiel beispielsweise werden bereits Messengerdienste in der aktuellen Ausnahmesituation genutzt, um den Kontakt mit Kindern und Jugendlichen aufrecht zu erhalten. Eine entsprechende Initiative für Lübeck bringt meine Fraktion jetzt über Anträge in den Ausschüssen auf den Weg.(")

Karin Burakowski möchte die Nutzung von Messagern in der Jugendarbeit erlauben.

Karin Burakowski möchte die Nutzung von Messagern in der Jugendarbeit erlauben.


Text-Nummer: 143744   Autor: Grüne   vom 10.03.2021 um 13.08 Uhr

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