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Umstrittene Zusammenarbeit: La Rage sieht sich diskreditiert

Lübeck: Archiv - 11.03.2021, 10.55 Uhr: Am Dienstag, dem 9. März, haben wir einen offenen Brief der Schülervertreter des Katharineums zu Lübeck und der Grund- und Gemeinschaftsschule St. Jürgen veröffentlicht. In dem Schreiben wurde eine geplante Zusammenarbeit zwischen dem "Stadtschüler*Innenparlament" der Hansestadt Lübeck (SSP) und der Gruppe "La Rage" thematisiert und strikt abgelehnt. "La Rage" sieht sich durch den Brief diskreditiert und antwortet mit einem offenen Brief. Auch Jugendvertreter Maxim Loboda hat jetzt Stellung bezogen

Maxim Loboda, Mitglied des Jugendhilfeausschusses und Vertreter der Jugend, stellt sich auf die Seite der Schülervertreter und sagt:

(")Mit einer linksextremen Bande, die offenkundig unsere demokratische Grundordnung ablehnt und tatkräftig bekämpft, kann und darf es keine Zusammenarbeit geben.

Erst recht nicht, wenn Kinder und Jugendliche eine entscheidende Rolle in der Zusammenarbeit spielen sollen.

Ich bitte die Politik und Behörden, sich stärker dafür einzusetzen, dass Extremismus aus allen Richtungen eingedämmt und von Kindern und Jugendlichen ferngehalten wird.(")


Das Anwortschreiben von "La Rage" im Wortlaut:

(")Liebe SV des Katharineum zu Lübeck,
Liebe SV der GGS St. Jürgen,
Lieber Simon und Julius,

zuallererst möchten wir uns dagegen aussprechen unsere Debatten in der Öffentlichkeit, auf so unprofessionellem Wege weiterzuführen. Allerdings sehen wir uns in der Verantwortung, auf diese Weise Stellung zu beziehen. Wir haben das Gefühl, dass dieser Brief uns als Gruppe diskreditieren und unsere Zusammenarbeit mit vielen politischen Jugendgruppen stören soll. Das empfinden wir als Versuch, die neue politische Kultur in unserer Generation zu spalten.

Wir sind eine basisdemokratische Jugendgruppe, die sich im höchsten Maße der Demokratie verpflichtet fühlt. Das findet auch Ausdruck in unserer Arbeit gegen Diskriminierung oder Faschismus, die wir seit vielen Jahren betreiben.

Unser Ziel bleibt eine gerechte Welt.

Aus unserer Sicht ist es notwendig, unsere Gesellschaft radikal zu verändern. Ein Beispiel dafür ist die Klimapolitik. Obwohl die Wissenschaft beweist, dass es allerhöchste Zeit ist, zu handeln, ändert sich nichts. Eine fundamentale Änderung der Art, wie wir wirtschaften ist notwendig, um den Erhalt unserer Lebensgrundlagen zu gewährleisten. Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass diese radikalen Änderungen innerhalb des aktuellen politischen Prozesses nicht möglich sind. Deswegen ist es für das Erreichen einer klimagerechten Welt notwendig, dass wir uns auch gegen die Institutionen richten, die dieser im Weg stehen. Unsere Generation kann etwas bewegen, wenn wir in der Lage sind, eine Politik der Solidarität zu finden, die sich nicht an verstaubten politischen Begriffen abarbeitet. Dazu müssen wir uns erlauben, vermeintliche Selbstverständlichkeiten neu zu denken. Für uns bedeutet das auch, unser politisches System zu hinterfragen. Wenn freiheitlich demokratischen Grundordnung bedeutet, dass unser Planet zerstört wird und tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken, können wir kein Teil davon sein. Unser Ziel bei der Zusammenarbeit mit dem SSP war es, uns gemeinsam als Jugendliche in Lübeck zur Coronapolitik zu positionieren und Gehör zu verschaffen. Wir sind weiterhin für eine sachliche, offene und inhaltsbezogene Auseinandersetzung und hoffen, dass es dazu außerhalb dieses Rahmens weiterhin kommt.

Solidarische Grüße,

La Rage(")

Maxim Loboda ist parteiloser Vertreter der Kinder und Jugend in Lübeck. Foto: privat

Maxim Loboda ist parteiloser Vertreter der Kinder und Jugend in Lübeck. Foto: privat


Text-Nummer: 143760   Autor: La Rage/Max. Loboda   vom 11.03.2021 um 10.55 Uhr

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