Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

12,3 Prozent weniger Unfälle in Lübeck

Lübeck: Die Polizeidirektion Lübeck hat ihren Bericht über die Verkehrsunfälle im Jahr 2020 vorgelegt. Es gab deutlich weniger Unfälle. Auffällig hoch bleibt aber die Zahl der Fahrradunfälle. Erstmals wurden Unfälle mit E-Scootern in die Statistik aufgenommen. Die Polizei registrierte 33 Unfälle mit den Rollern.

"Das Jahr 2020 war geprägt durch die Corona-Pandemie mit Zeiten des Lockdown und der Heimarbeit in vielen Bereichen mit entsprechend geringerem Verkehrsaufkommen. Dies zeigt sich in einem in vielen Bereichen rückläufigen Verkehrsunfallgeschehen", sagt Polizeihauptkommissar Rainer Dürkop, Leiter des Bereichs Verkehr bei der Polizeidirektion Lübeck. "Während der Lockdown-Zeiten war im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang des Unfallgeschehens um 55 Prozent festzustellen."

Fast alle Zahlen sind rückläufig. Eine Ausnahme bilden die Schwerverletzten. Die Polizei zählte im Jahr 2020 insgesamt 103 Personen, die nach Unfällen stationär im Krankenhaus behandelt werden mussten. Im Jahr zuvor waren es 102.

Bei 574 Unfällen mit Radfahrern wurden 42 Personen schwer und 481 leicht verletzt. Bei Radfahrern kam es zu 92 Stürzen ohne Fremdbeteiligung, bei den Pedelecs ("E-Bikes") waren es 24 solcher Unfälle. Hauptunfallverursacher in 291 Fällen im Zusammenhang mit Fahrrädern und Pedelecs waren Autofahrer. Häufigste Ursachen sind fehlerhaftes Abbiegen und Verletzungen der Vorfahrt. Fußgänger verursachten in 24 Fällen Zusammenstöße mit Rad- und Pedelec-Fahrenden, oft durch Unachtsamkeit beim Betreten von Radverkehrsanlagen. In 15 Fällen wurden Verkehrsunfälle von Lkw- und Sprinter-Fahrern verursacht. Hier ist die häufigste Ursache Fehler beim Abbiegen.

Unfallschwerpunkt bei Radfahrern ist der Gustav-Radbruch-Platz. Im Jahr 2020 gab es acht Unfälle an der Ausfahrt Falkenstraße und fünf an der Roeckstraße. Sechs Radfahrer verunglückten in der Beckergrube, bevor der Verkehrsversuch verbessert wurde.

Die gefährlichsten Stellen in Lübeck im Jahr 2020
Häufung von ähnlichen Unfällen:

Lindenplatz, Einfahrt Fackenburger Allee (10 Unfälle)
Gustav-Radbruch-Platz, Einfahrt Falkenstraße (8 Unfälle)
Beckergrube (6 Unfälle)
Mecklenburger Landstraße / Dünenweg (6 Unfälle)
Lindenplatz, Ausfahrt Puppenbrücke (5 Unfälle)
Gustav-Radbruch-Platz, Einfahrt Roeckstraße (5 Unfälle)
Heiligen-Geist-Kamp / Arnimstraße (5 Unfälle)

Der vollständige Bericht: www.schleswig-holstein.de

Im Original-Ton hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit Polizeihauptkommissar Rainer Dürkop zur Unfallstatistik.

Im Jahr 2020 gab es einen tödlichen Verkehrsunfall in Lübeck: Eine Radfahrerin wurde in der Ziegelstraße von einem abbiegenden Lkw überrollt. Foto: Oliver Klink/Archiv

Im Jahr 2020 gab es einen tödlichen Verkehrsunfall in Lübeck: Eine Radfahrerin wurde in der Ziegelstraße von einem abbiegenden Lkw überrollt. Foto: Oliver Klink/Archiv


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 143775   Autor: VG   vom 12.03.2021 um 09.00 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.