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Neskovic kritisiert: LHG bleibt Fass ohne Boden

Lübeck: Archiv - 15.03.2021, 10.36 Uhr: Die Bestellung eines zweiten Geschäftsführers der LHG wird nach Einschätzung des Bürgerschaftsmitglieds Wolfgang Neskovic und des hafenpolitischen Sprechers der Unabhängigen Frank Müller-Horn an der weiteren Talfahrt der LHG nichts ändern. Es sei Augenwischerei zu glauben, mit dieser Maßnahme die schwerwiegenden wirtschaftlichen Probleme der LHG lösen zu können.

Bürgerschaftsmitglied Wolfgang Neskovic:

(")Die LHG bleibt ein Fass ohne Boden. Es ist kein Sanierungskonzept erkennbar und auch nicht in Sicht, das Zuversicht für eine Lösung der vorhandenen Probleme vermitteln könnte. Bürgermeister Lindenau und die Politik der Kooperation von CDU und SPD setzen weiterhin darauf, eine Sanierung durch eigene Kraft erreichen zu können. Mit diesem Lösungsansatz sind sie erkennbar gescheitert. Sie haben das Problem verschleppt und Vertrauen verspielt. Lindenau und SPD/CDU sind so selbst Teil des Problems geworden.

Bei dieser Sachlage ist die LHG dringend auf Hilfe von außen angewiesen. Das "hausgemachte" Sanierungskonzept ist gescheitert. Der millionenteure Hafenentwicklungsplan ist Makulatur. Nun sollen es Stadt und Mitarbeiter ein zweites Mal richten. Wieder durch Pacht- und Lohnverzicht.

Vermitteln soll es der Belegschaft einer von ihnen, der ihr Vertrauen genießt. Herr Harms soll fortan neben dem bisherigen Alleingeschäftsführer Prof. Dr. Jürgens als zusätzlicher Geschäftsführer tätig werden.

Es ist nicht erkennbar und wird auch nicht plausibel vermittelt, welche wirtschaftlichen Problemfelder der LHG durch diese betriebsinterne Maßnahme gelöst werden sollen. Immerhin ist Herr Harms seit 30 Jahren bei der LHG beschäftigt. 2009 trat er in die Geschäftsführung ein und hat dabei regelmäßig Prof. Dr. Jürgens vertreten. Damit trägt auch er für die Misere der LHG ein erhebliches Maß an Mitverantwortung.(")

Müller Horn ergänzt:

(")Seit zehn Jahren hat die LHG einen Verlust von über 20 Millionen Euro angehäuft. Weitere Verluste sind angekündigt. Der erste Schritt für eine erfolgreiche Sanierung wäre daher Hilfe von außen, die die betrieblichen und außerbetrieblichen Probleme der LHG schonungslos analysiert. Dazu gehört eine nüchterne Bestandsaufnahme und Bewertung aller Hafenstandorte. Unwirtschaftliche Standorte ohne Zukunft sind sukzessive abzuwickeln. Dies betrifft vor allem die innerstädtischen Häfen. Auch Arbeitsabläufe sind endlich an den betrieblichen Anforderungen auszurichten. Durch diverse Tarifverträge ist es der Geschäftsführung nicht gelungen die Schichtpläne mit den Liegezeiten der Schiffe zu harmonisieren. Die Sanierung der LHG erfolgt nicht durch die lautstarke Hafenlobby. Nur eine neutrale Sichtweise von außen bietet die Chance auf einen Sanierungsplan, der die LHG wieder in ruhigeres Fahrwasser führt.(")

Bürgerschaftsmitglied Wolfgang Neskovic kritisiert ein fehlendes Sanierungskonzept.

Bürgerschaftsmitglied Wolfgang Neskovic kritisiert ein fehlendes Sanierungskonzept.


Text-Nummer: 143824   Autor: WN/Red.   vom 15.03.2021 um 10.36 Uhr

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