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Corona-Not lindern mit Gott

Lübeck: Archiv - 20.03.2021, 11.02 Uhr: In seinen Gedanken zum Wochenende geht HL-live.de Pastor Heinz Rußmann erneut auf die Pandemie ein. Er erinnert daran, dass in früheren Zeiten Menschen in Not Trost und Unterstützung in der Kirche gesucht haben.

Sehr aufregend ist, dass die Corona-Pandemie und das Impfen uns immer wieder bedrängen im Alltag. Auch unsere Zukunft ist dadurch so unsicher geworden. Es ist wie eine entbehrungsreiche Wüstenwanderung mit unklarem Ziel und einer Untergangsgefahr.

Besonders aufregend und bedenklich finde ich aber, dass heute in Deutschland zu viele Mitbürger sich in der Not nicht an Gott wenden, um Hilfe von ihm zu erbitten. Auch die öffentliche Meinung und die Presse nimmt diese Gottvergessenheit bisher überhaupt nicht wahr.

Bei früheren Seuchen wie bei der Pest und Cholera, bei Typhus und Pocken, bei großen Katastrophen und bei Kriegen haben sich die Menschen immer an Gott gewendet und die Kirchen waren in den Bittgottesdiensten voll. Ich sehe noch in der Erinnerung meiner Kindheit, wie überfüllt meine Innenstadt-Kirche in der Nachkriegszeit war und wie intensiv die Bitt- Gebete und Ansprachen gegen die Not. Dann kam nach wenigen Jahren das Wirtschaftswunder und Vieles war wieder gut.

Die Ursache für die Gottvergessenheit ist wohl, dass die Corona-Epidemie heute zu oft säkular und rein naturwissenschaftlich erklärt wird. Wahrscheinlich durch Forscher oder durch Tiere ist demnach zufällig aber teuflisch eine gefährliche Variation von Viren entstanden, die sich besonders leicht vermehren können und welche uns Menschen weltweit angesteckt haben. Nach dem großen Philosophen Kant gibt es nicht nur die berechenbar sichtbare Welt, sondern auch die unsichtbar wirksame Welt mit Gott, Seele, Freiheit und ewigem Leben. Gott sei Dank, dass der Schöpfer der Welt uns Menschen so intelligent begabt hat, dass wir Impfstoffe entwickeln können! Und wir Menschen sind so diszipliniert, dass wir fast Alle Masken tragen. Auch können wir alle einsamen Mitmenschen und die Schüler aus unserer Verwandtschaft ohne Schulunterricht liebevoll anrufen und ermutigen.

Das größte Geschenk unseres Glaubens an Gott ist immer, dass wir durch unsere Beziehung zu Gott hoffen und harren können, nicht verzweifeln müssen und gestärkt weitergehen können.

Wie kann Gott uns helfen? Immer wieder wirkt er Wunder. Diese unzählige Erfahrung gibt es bisher von Gläubigen durch Gebete und Gottesdienste und Gelübde. Ich empfinde es deshalb auch als eine große Not, dass Gottesdienste als Quelle der Ermutigung zur Zeit ausfallen müssen oder sehr eingeschränkt werden.

Uns bleiben das Gespräch mit Gott im Gebet und die Glaubens-Gespräche und das Lesen christlicher Bücher. Besonders das Bibellesen. Lange Jahre war ich Vorsitzender der Lübecker Bibelgesellschaft und organisierte in jeder Woche eine Bibelstunde in der Stephanus-Gemeinde und einen biblischen Predigt- Vorbereitungskreis von Pastoren. Aber neulich gab es im Bibel-Kanal im Fernsehen einen Film über das Schicksal von Ester im Alten Testament. Ich war überrascht, was ich als Fachmann alles vergessen habe. Ich erzähle Ihnen das alles, weil ich jetzt wieder mehr und gern in der Bibel lese und es ihnen als Ermutigung im Corona-Alltag empfehle...

Wie ermutigend ist es dort zu lesen , dass wir Gottes Kinder sind und die Geschwister von Jesus. Gott, unser Vater im Himmel, wartet darauf, dass Du Dich ihm zuwendest und zu ihm betest (Psalm 27,8)! Zum Beispiel könntest Du das Vaterunser oder Liedverse sprechen: „Danke, dass ich all meine Sorgen auf dich werfen mag.“ (EKG 334,1) Jesus kennt jeden von uns und hat uns lieb. Er vergisst Dich nicht. Er sagt zu Dir in der Bibel. Siehe ich bin bei Euch alle Tage bis an der Welt Ende (Mt 28,20)

Viel Durchhaltevermögen und Gottvertrauen wünscht uns allen

Ihr HL-live.de Pastor Rußmann e-mail für Ihre Kommentare und christliche Solidarität: heinzrussmann@web.de

Heinz Rußmann war unter anderem Vorsitzender der Lübecker Bibelgesellschaft.

Heinz Rußmann war unter anderem Vorsitzender der Lübecker Bibelgesellschaft.


Text-Nummer: 143931   Autor: red.   vom 20.03.2021 um 11.02 Uhr

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