Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

KOLK 17 – Zwei Institutionen rücken zusammen

Lübeck - Innenstadt: Die Gebäude des FigurentheaterMuseums im Kolk sind seit Jahren Baustelle. Der Gesamtkomplex wird saniert. Die erzwungene Pause haben die Leiter der Institutionen Figurentheater und Museum genutzt, um über eine künftige engere Zusammenarbeit nachzudenken. Einzelheiten des neuen Konzepts wurden dieser Tage mit Journalisten diskutiert. Die Pressekonferenz war auch online mitzuerleben.

Die Leiter sind Dr. Antonia Napp für das Figurentheatermuseum und Stephan Schlafke für die „Puppenspieler“. Anlass des Pressegespräches war der „Internationale Tag des Puppenspiels“ am 21. März. Nicht nur in Lübeck, aber hier besonders intensiv, wird die Zukunft des Genres diskutiert. „Future of Puppetry“ heißt das Schlagwort.

Vereinfacht gesagt, war es bisher so, dass Stephan Schlafke und seine Frau für das Theaterspiel zuständig waren, Dr. Antonia Napp für das Museum. Schlafke verwies mit berechtigtem Stolz darauf, dass es ihm in der Vergangenheit gelungen war, mehrere international Festivals nach Lübeck zu holen.

Hier hakt Dr. Napp ein. Passend zu den Aufführungen wolle man künftig kleine Sonderschauen im Museum anbieten. Immerhin habe man nicht nur europäische Schätze vorzuweisen, sondern viele Artefakte aus afrikanischen oder asiatischen Ländern. „KOLK 17 – Figurentheater und Museum“ laute künftig die „Firma“.

Für den Stammbesucher wird sich äußerlich nicht viel ändern, sagt Max Schön, Vorsitzender der Possehl-Stiftung, in deren Trägerschaft KOLK 17 steht. Gäste von auswärts werden nicht einmal merken, dass die Gebäude getauscht sind. Durch einen veränderten Eingangsbereich werde es künftig leicht möglich sein, von einer Institution zur anderen zu wechseln.

Wichtiger aber seien die inhaltlichen Konzepte, erklären Napp und Schlafke. Zu den Inhalten des Theaters könne das Museum eine Sonderausstellung bieten, vielleicht nur mit einem kleinen Ensemble von Exponaten. Auch Themenschwerpunkte seien im Museum möglich, im Idealfall ergänzt durch entsprechende Aufführungen des Theaters.

Überhaupt wollen Praktiker und Wissenschaftler näher zusammenrücken. Dabei legt Stephan Schlafke, der sein Figurentheater im Kolk seit 2007 leitet, Wert auf hohes künstlerisches Niveau. Antonia Napp: „KOLK 17 steht für Offenheit und Vielfalt, für ein heterogenes Publikum von Jung und Alt.“

Wichtig ist Dr. Napp ferner die internationale Vernetzung ihres Hauses. Spannend sei zum Beispiel die Frage, ob in China noch Figurentheater angeboten werde oder was sich hinter dem einen oder anderen kostbaren Stück ihrer Sammlung für Geschichten verbergen. Ihre künftige Form der Zusammenarbeit bezeichnen die Verantwortlichen von KOLK 17 als deutschlandweit einzigartig.

Im Kolk wird gebaut: Künftig arbeiten das Firgurentheater und des Museums zusammen. Foto: JW

Im Kolk wird gebaut: Künftig arbeiten das Firgurentheater und des Museums zusammen. Foto: JW


Text-Nummer: 143947   Autor: TD   vom 21.03.2021 um 09.55 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.