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Groß- und Außenhandel: Ver.di fordert sechs Prozent

Schleswig-Holstein: Archiv - 22.03.2021, 14.57 Uhr: Die Große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) hat für die rund 49.000 Beschäftigten des Groß- und Außenhandels in Schleswig-Holstein die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde zu Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen beschlossen.

Die Forderungen:

- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 155 Euro, mindestens um 6 %
- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 Euro pro Ausbildungsjahr
- Die neuen Tarifverträge sollen eine Laufzeit von 12 Monaten erhalten
- Der Tarifvertrag soll für allgemeinverbindlich erklärt werden
- Ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde

„Während der Pandemie haben die Beschäftigten unter erschwerten Arbeitsbedingungen und gestiegenem Arbeitsdruck dafür gesorgt, dass in weiten Teilen der Branche sehr gute Umsätze und Gewinne erzielt wurden; daran müssen sie jetzt auch beteiligt werden“, so Matthias Baumgart, der zuständige Verhandlungsführer von ver.di Nord.

„In Fällen, in denen Unternehmen aufgrund der aktuellen Krise in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, ist ver.di zu Verhandlungen über Regelungen bereit, mit denen unter Einbeziehung von Zukunfts- und Beschäftigungssicherung angepasste tarifliche Lösungen erzielt werden sollen“, so Baumgart weiter.

"Tarifliche Erhöhungen sind dringend nötig, um der drohenden Altersarmut vieler Beschäftigte im Groß- und Außenhandel entgegenzuwirken.", so die Gewerkschaft. "Bei einem Rentenniveau von 50 % des letzten Nettoentgelts ergibt sich bei einem Einkommen von 2500 Euro und 35 Arbeitsjahren ohne Unterbrechung eine monatliche Bruttorente von lediglich 937 Euro."

Die Tarifverträge zum Entgelt wurden fristgerecht zum 30. April 2021 gekündigt. Die Verhandlungen beginnen am 5. Mai 2021. Der Verhandlungsort steht noch nicht fest.

Ver.di fordert im Groß- und Außenhandel mindestens sechs Prozent mehr Gehalt.

Ver.di fordert im Groß- und Außenhandel mindestens sechs Prozent mehr Gehalt.


Text-Nummer: 143970   Autor: Verdi/red.   vom 22.03.2021 um 14.57 Uhr

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