Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.
Grüne Lübeck
Grüne Lübeck

XR: Einzel-Blockade auf der Straße

Lübeck: Archiv - 27.03.2021, 18.17 Uhr: Am Samstagmittag haben sich Aktivisten von Extinction Rebellion in Lübeck alleine auf die Straße gesetzt. Damit drücken die ihre Angst vor der Klimakrise und dem kommenden Ende der natürlichen Lebensgrundlagen aus.

Die Protestaktion unter dem Namen „Rebellion of One“, Rebellion der Einzelnen, fand zeitgleich deutschlandweit in vielen Städten statt – unter anderem auch in Hamburg, Berlin, Nürnberg, Dortmund, Kassel.

Die Teilnehmer von Extinction Rebellion Lübeck trugen Schilder, auf denen sie sich zu ihren Ängsten bekannten. Dort stand zum Beispiel „Ich habe Angst vor weiteren Pandemien wegen der Klimakrise“, „Ich habe Angst vor zunehmender rassistischer Gewalt wegen der Klimakrise“ oder „Ich habe Angst, dass unserer Enkel intakte Natur nur noch in Dokus erleben, wegen der Klimakrise“.

Ina sagt zu ihren Beweggründen: „Es fällt mir nicht leicht mich mit meiner Botschaft auf die Straße zu setzen und doch bin ich hier auf diese ungewöhnliche Weise. Ich will meine Verzweiflung darüber zum Ausdruck bringen, dass, obwohl Wissenschaftler seit Jahren Alarm schlagen, Politik und Medien die Klimakrise gerade auch im Vergleich zu Corona zu wenig und zu verharmlosend behandeln. Aufgrund von Veränderungen durch mehr Hitze, Dürren, Stürme sterben bereits viele Menschen an den Folgen der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen. Die Wissenschaft hat abgeschätzt, dass in der nächsten Generation jährlich genauso viele Menschen an den Folgen der Erderhitzung sterben werden, wie zurzeit an Corona und deren Zahl kann sich durch Kriege um verbliebene Ressourcen deutlich erhöhen. Die Politik muss genau das anerkennen, damit die langfristigen Auswirkungen nicht noch den Rest des ursprünglich vorhandenen Lebens auf dem Planeten auslöschen. Derzeit sterben jeden Tag 130 Tier- und Pflanzenarten aus. Ich will die Corona Pandemie keinesfalls verharmlosen. Aber die Politik verharmlost mit ihrem Verhalten die Klima- und Umweltkrise. Ich setze mich auf die Straße, weil die höchsten Interessen der Menschen - Gesundheit und Schutz des Lebens -, ignoriert werden, indem der zerstörerische Kurs des grenzenlosen Wachstums in allen wirtschaftlichen Bereichen beibehalten wird. Solange wir Bürger kein direktes Mitspracherecht in Form von Bürgerräten erhalten, bleibt nur der Weg des zivilen Ungehorsams."

Adrian sagt: „Ich will, dass meine Kinder und Enkel ein schönes Leben mit intakter Natur führen können, ohne ständig in Angst vor den Auswirkungen ihrer Zerstörung sein zu müssen. Ich will für alle Menschen, alle Tiere und Pflanzen das mir mögliche getan haben und auf die Dringlichkeit eines Systemwandels aufmerksam machen. Dieser Systemwandel ist möglich, notwendig und böte uns allen auf der Erde ein glücklicheres Leben. Jeder Politiker die oder der das Pariser Klimaschutz-abkommen befürwortet(e), ist verantwortlich für dessen Umsetzung, für die Begrenzung des Temperaturanstieges auf 1,5°C ! NICHTS ist wichtiger; weder die Renten, noch die Wirtschaft, Jobs und Löhne oder Corona! Denn auf einem zerstörten Planeten ist das alles egal.“

Eine der Aktionen auf der Straße An der Obertrave. Foto: XR

Eine der Aktionen auf der Straße An der Obertrave. Foto: XR


Text-Nummer: 144071   Autor: XR/red.   vom 27.03.2021 um 18.17 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.