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Geflügelpest: Zukäufe aus NRW sollen gemeldet werden

Schleswig-Holstein: Der Ausbruch der Geflügelpest in einem großen Betrieb zur Aufzucht von Junghennen in Nordrhein-Westfalen zu Beginn der letzten Woche ist auch in Schleswig-Holstein Anlass zu erhöhter Wachsamkeit. Geflügel aus diesem Betrieb wurde in mehreren Bundesländern an zahlreiche Haltungen, darunter vor allem an Klein- und Kleinsthaltungen abgegeben.

Nach Angaben der Behörden in Nordrhein-Westfalen kann ein Verkauf von Junghennen aus dem betroffenen Betrieb über mobilen Geflügelhandel, etwa direkt aus dem Transportfahrzeug des Händlers beispielsweise auf Märkten oder Raststätten, auch nach Schleswig-Holstein nicht ausgeschlossen werden. Hinsichtlich der möglicherweise durch Zukauf über diesen mobilen Handel betroffenen Betriebe in Schleswig-Holstein liegen den Behörden bislang jedoch keine Erkenntnisse vor.

Um einer weiteren Verbreitung der Geflügelpest vorzubeugen, werden alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter, die seit dem 12. März 2021 Junghennen über den mobilen Handel aus Nordrhein-Westfalen zugekauft haben, gebeten, sich bei den jeweiligen Veterinärämtern der Kreise und kreisfreien Städte zu melden. So können in Absprache mit dem zuständigen Veterinäramt – sofern erforderlich – weitere Maßnahmen, wie eine Testung der Tiere auf den Geflügelpesterreger, ergriffen werden.

Um die Übertragung der Geflügelpest auch zwischen Betrieben zu verhindern, wurde in Schleswig-Holstein bereits im November 2020 eine Allgemeinverfügung zur Festlegung von vorbeugenden Biosicherheitsmaßnahmen in Geflügelhaltungen erlassen, die unbedingt zu beachten sind. Aufnahmen von Geflügel über Geflügelmärkte, Geflügelbörsen oder mobile Geflügelhändler sind aus Sicherheitsgründen zu unterlassen.

Auch die seit November 2020 von den Kreisen und kreisfreien Städten als Sicherheitsmaßnahme angeordnete Stallpflicht gilt aufgrund der derzeitigen Situation weiterhin.

Gemäß aktueller Risikobewertung des Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) ist seit Ende Februar der zweite Höhepunkt des derzeitigen Geflügelpest-Geschehens zu verzeichnen.

Zuletzt hat das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) innerhalb einer Woche 56 weitere Fälle der Geflügelpest bei Wildvögeln in Schleswig-Holstein bestätigt. Bundesweit ist seit der letzten Woche ein weiterer deutlicher Anstieg von Ausbrüchen der Geflügelpest in Geflügelhaltungen erfolgt. In Schleswig-Holstein wurde der letzte Fall in einer Geflügelhaltung am 12. März 2021 amtlich festgestellt.

Auch in Schleswig-Holstein besteht Anlass zu erhöhter Wachsamkeit.

Auch in Schleswig-Holstein besteht Anlass zu erhöhter Wachsamkeit.


Text-Nummer: 144098   Autor: MELUND SH/Red.   vom 29.03.2021 um 14.21 Uhr

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