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Tarifrunde Einzelhandel: Das fordert Ver.di Nord

Schleswig-Holstein: Die Große Tarifkommission der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di Nord) hat für die rund 93.000 Beschäftigten des Einzelhandels in Schleswig-Holstein die Tarifforderungen für die anstehende Tarifrunde zu Löhnen, Gehältern und Ausbildungsvergütungen beschlossen. Die Tarifverträge zum Entgelt wurden fristgerecht zum 30. April 2021 gekündigt. Ein erster Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Gefordert werden:

- Erhöhung der Löhne und Gehälter um 4,5 % plus 45 Euro

- Erhöhung der Ausbildungsvergütungen um 70 Euro pro Ausbildungsjahr

- Die neuen Tarifverträge sollen eine Laufzeit von 12 Monaten erhalten

- Der Tarifvertrag soll für allgemeinverbindlich erklärt werden

- Ein tarifliches Mindestentgelt von 12,50 Euro pro Stunde

"Während der Pandemie haben die Beschäftigten unter erschwerten Arbeitsbedingungen und gestiegenem Arbeitsdruck dafür gesorgt, dass in weiten Teilen der Branche sehr gute Umsätze und Gewinne erzielt wurden; daran müssen sie jetzt auch beteiligt werden", so Matthias Baumgart, der zuständige Verhandlungsführer von ver.di Nord. "In Fällen, in denen Unternehmen aufgrund der aktuellen Krise in eine wirtschaftliche Notlage geraten sind, ist ver.di zu Verhandlungen über Regelungen bereit, mit denen unter Einbeziehung von Zukunfts- und Beschäftigungssicherung angepasste tarifliche Lösungen erzielt werden sollen", so Baumgart weiter.

Tarifliche Erhöhungen seien dringend nötig, um der drohenden Altersarmut vieler Beschäftigte im Groß- und Außenhandel entgegenzuwirken. Bei einem Rentenniveau von 50 Prozent des letzten Nettoentgelts ergäbe sich bei einem Einkommen von 2500 Euro und 35 Arbeitsjahren ohne Unterbrechung eine monatliche Bruttorente von lediglich 937 Euro.

Die Beschäftigten im Einzelhandel hätten ein Recht darauf, nach ihrem harten Arbeitsleben ein würdevolles Leben ohne große finanziellen Sorgen führen zu können. Dafür müsse man gemeinsam – in von der Pandemie geprägten schwierigen Zeit – kämpfen.

 Ein erster Verhandlungstermin steht noch nicht fest.

Ein erster Verhandlungstermin steht noch nicht fest.


Text-Nummer: 144106   Autor: Ver.di Nord   vom 29.03.2021 um 16.33 Uhr

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