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Lübeck schließt die Skaterbahn wieder

Lübeck - Innenstadt: Die Hansestadt Lübeck wird die Skaterbahn an der Kanalstraße ab Mittwoch, 31. März 2021, wieder schließen, um ein Infektionsrisiko mit dem Coronavirus zu vermeiden.

Gemäß aktueller Landesverordnung zur Bekämpfung des Coronavirus SARS-CoV-2 ist die Sportausübung dann zulässig, wenn jemand entweder alleine oder zusammen mit den Personen seines eigenen Haushaltes Sport treibt oder zwei Personen aus zwei unterschiedlichen Haushalten gemeinsam Sport treiben.

Außerhalb geschlossener Räume kann in Gruppen mit bis zu 10 Personen kontaktfreier Sport betrieben werden. "Sport zu treiben ist jedoch grundsätzlich nur dann möglich, wenn eine Virusübertragung durch Aerosole nicht zu befürchten ist, die bloße Einhaltung des Mindestabstandes reicht dabei nicht aus", teilt die Stadtverwaltung mit.

"In den letzten Tagen war wiederholt festzustellen, dass sich weit mehr Personen als in der Landesverordnung erlaubt auf der Skaterbahn aufhielten und oftmals die Maskenpflicht und die Abstandregelungen nicht eingehalten wurden", so die Stadtverwaltung. "Die Nutzer der Anlage haben damit die Zusicherungen, die sie der Hansestadt Lübeck gegenüber getroffen hatten, nicht eingehalten. Als Folge muss die Skaterbahn ab Mittwoch wieder geschlossen werden."

Die Stadt schließt die Skaterbahn in der Kanalstraße wieder. Foto: Archiv

Die Stadt schließt die Skaterbahn in der Kanalstraße wieder. Foto: Archiv


Text-Nummer: 144133   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 30.03.2021 um 16.21 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Sebastian Berger

schrieb am 30.03.2021 um 16.39 Uhr:
Sport und Fun, aber keine Eigenverantwortung. Eigentor!

Bernd Schumacher

schrieb am 30.03.2021 um 17.47 Uhr:
Ich finde es ein Armutszeugnis für Lübeck den Skaterpark zu schließen.Natürlich verschmerzt ein Jugendlicher/Kinder ein geschlossenen Skaterpark, geschlossene Schwimmbäder, geschlossene Jugendclubs und auch ausgefallene Geburtstagsfeiern usw.
Wie lange???
Das Gewalltpotenzial in den Familien steigt und auch die Kinder werden aggressiver und reizbarer und sind unausgeglichen.
Es muß doch möglich sein, unter der Beachtung der Corona Auflagen so einen Platz an der frischen Luft offen zu halten.
Es wäre z.B eine Möglichkeit jemanden vielleicht ehrenamtlich oder auch einen älteren Jugendlichen aus den eigenen Reihen zu gewinnen um die Corana-Auflagen Anzahl Skater, Abstand, Mundschutz zu überwachen.
Wer sich nicht an die Regel hält muß den Platz verlassen!
Die große Mehrheit der Jugendlichen/Kinder hält sich an die Corona Regeln, da können sich einige Erwachsene ein Beispiel daran nehmen.
Ich warne die Politik eindringlich davor, die Jugendlichen durch solche Entscheidungen nicht zu verlieren!

SenecaMed

schrieb am 30.03.2021 um 18.16 Uhr:
Ich sitze gerade an der Kanaltrave, der Skatingbahn direkt gegenüber, und sie ist rappelvoll... Gottseidank ist erst morgen Mittwoch!

Tobias Möller

schrieb am 30.03.2021 um 18.32 Uhr:
Das haben sich die Spaßvögel dort selbst eingebrockt.

Wenn da fast durchgehend zwischen 50 und 80 Leute sind, oft in Gruppen dicht bei einander hockend, muss man sich nicht wundern.

Soviel zum Thema Selbstkontrolle und Selbstverantwortung.

Der Bürgermeister hoffte wohl auf geistige Reife bei den Skatern. Er wurde eines besseren belehrt.

T. Ochm.

schrieb am 30.03.2021 um 21.46 Uhr:
Ich gehe davon aus, dass die Kommentatoren über mir, die vermutlich auch mal im Jugendalter waren, im gleichen Alter und nach über einem Jahr mit stark eingeschränktem Kontakt zu Freunden, niemals auf den Gedanken gekommen wären, sich bei gutem Wetter mit Freunden zu treffen. Und bekanntlich lesen wir alle täglich in den lokalen Nachrichten, dass der Lübecker Skateplatz einer der größten, wenn nicht mehr so sogar der Corona-Hotspot schlechthin ist. Vermutlich deutschlandweit... Ich hoffe, Ordnungsamt und Polizei waren mit einer Hundertschaft vor Ort. Viel mehr hoffe ich, dass das Jugendstrafrecht schnellstmöglich angepasst wird und in naher Zukunft möglichst Freiheitsstrafen hierfür vorsieht.

Jörg

schrieb am 31.03.2021 um 03.35 Uhr:
Einfach TOLL!
Meine Enkelkinder sitzen 6 Stunden dauerhaft mit Maske in der Schule,auch in den Pausen dürfen diese nicht abgenommen werden.
Seit Monaten kein Mannschaftssport mehr,keine Freunde treffen,Abstand zu allen wo es nur geht.
Sie vereinsamen,sind unausgeglichen.
Die Kinder hatten in unserer Gesellschaft niemals eine Lobby.
Ich werde das erste Mal in meinem Leben zum NICHTWÄHLER.

Ganghaus Gangsta

schrieb am 31.03.2021 um 03.56 Uhr:
Oh je, wie furchtbar. Ein Spielplatz darf zeitweilig nicht benutzt werden. Das ist wirklich eine Katastrophe nationalen, was rede ich da: europäischen, wenn nicht gar weltweiten Ausmaßes. Das daraus resultierende Trauma wird uns alle noch über Generationen prägen. Dagegen sind die Schließungen des Handels, der Kulturstätten, der Vereine schlicht Petitessen, der täglich fortschreitende Abbau der Bürgerrechte und der Demokratie nur eingebildet,, die überhand nehmende Bevormundung und Zwangsinfantilisierung der Bürger keine Notiz wert.

Juleka Schulte-Ostermann

schrieb am 31.03.2021 um 07.00 Uhr:
Wie schnell doch immer wieder Lebensräume von Kindern und Jugendlichen geschlossen werden. Sie sind doch an der frischen Luft und vermutlich eh mit ihrer Kohorte beisammen, mit der sie auch Vormittags Unterricht haben.

Dieser Platz wird sogar in den eher frühen Morgenstunden am Wochenende von sehr vielen Kindern unter zwölf Jahren genutzt – diese sind jeden Vormittag zusammen in der Schule! Warum dürfen sie nicht auf den Skaterplatz an der frischen Luft zusammen Sport machen?

Ich finde diesen überbordenden Bürokratismus nicht ok und ärgere mich sehr darüber.

Warum kann die Verwaltung – wenn sie der Ansicht ist, dieser Platz biete nicht genug Platz für alle Kinder und Jugendlichen – nicht einfach ein Parkplatz nebenan sperren, mobile Skaterrampen aufbauen (Anschaffungskosten liegen bei rund 30€ aufwärts, also Summen, die bei der Stadt nicht wirklich der Rede wert wären) und Platz für alle Kinder und Jugendlichen schaffen? Wenn der Wille bei der Lübecker Verwaltung da wäre (und auch bei der politischen Mehrheit der Lübecker Bürgerschaft), wäre das umgehend möglich.

Lübecker

schrieb am 31.03.2021 um 08.16 Uhr:
@T.Ochm. Geiler Kommentar.LuL. Find ich richtig gut.
Mehr Ironie geht nicht hehe.

Heidi

schrieb am 31.03.2021 um 09.22 Uhr:
@T.Ochm.
....der Humor gefällt mir.... ;.)

Superspreader soweit das Auge reicht.
Stellt doch jemanden vor die Skaterbahn, der allen Jugendlichen den Schnelltest verabreicht, das ist doch das "heilsbringende" Mittel überhaupt, aber nicht vergessen vorher ordentlich Cola und O-Saft trinken, damit der Test auch wirklich positiv ist, dann kann der Bgm. L. wieder mit hohen Inzidenzzahlen glänzen und alles schließen, was nicht niet- und nagelfest ist....am besten noch komplettes Hausarrest für alle verhängen :-)

Rollsportler*innen der Hansestadt Lübeck

(eMail: madebyslaid@hotmail.com) schrieb am 31.03.2021 um 10.56 Uhr:
Ein freundliches Hallo in die Runde,

die Rollsport Community hat sich vor einigen Wochen die Mühe gemacht einen offenen Brief / Hygienekonzept zu verfassen.
Dieser wurde via Mail an die Stadt Lübeck gesendet, bei Insta geteilt und selbst vom Bürgermeister kommentiert. Allerdings mit keiner Stellungnahme, sondern nur mit einer Information, dass man auch zu den Öffnungszeiten im Rathaus vorbeischauen soll. Recht widersprüchlich, wenn versucht wird weitestgehend auf Kontakte zu verzichten.

Das Hygienekonzept der Rollsport Community umfasste sehr viele Vorschläge für ein besseres und sicheres Miteinander. Leider haben wir keine Reaktion der Stadt Lübeck auf dieses Konzept erhalten.
Alle Erwachsene Sportler auf diesem Skatepark wollen keine Eigenverantwortung übernehmen und die kleinen Sportler*innen oder Zuschauer*innen regelmäßig des Platzes zu verweisen.
Dies wurde der Stadt Lübeck sehr oft mitgeteilt, da wir auch keinerlei Haftung übernehmen wollen.
Ein richtiger Dialog kam nicht zu Stande, es herrschte Unklarheit, Durcheinander und Desinteresse an die Jugendlichen. Selbstangebrachte Warn und Verhaltensschilder wurden vom Ordnungsamt / der Stadt Lübeck entfernt. Hier wurde auf ein sicheres Miteinander hingewiesen.
Busse, Bahnen, Shoppingzentren, Sportstätten (Fußballfelder, Basketballfelder etc.), Parks und vieles mehr sind geöffnet. FunFact: in allen Städten wie z.B. Hamburg, Kiel gibt es keine Schließung der Skateparks.

Hier wird und wurde von den Städten eine Person platziert und oder auf Anmeldungen des gewünschten Rollbrettsports gesetzt. Es fand ein Dialog mit der Stadt statt.
Der Skatepark in Lübeck wird wie ein Corona Hotspot behandelt und mit einer Schließung versucht ein Problem zu lösen.

Ein Dialog mit dem Ordnungsamt war nicht möglich, uns wird sofort aggressiv und ausgerüstet mit Quarzhandschuhen gegenübergestanden. Die Herangehensweisen an Jugendlichen sollte hier nochmal durchtrainiert werden und eventuell schadet es nicht, das Schubladendenken der bösen Rollbrettsportler*innen abzuschalten.
Ein Kommentar einer Dame vom Ordnungsamt „Hier haben doch sicherlich einige Abitur und können bis 15 Zählen“, provozieren die Gemüter jüngerer Rollbrettsportler*innen aufs Neue.

Hier sollte es ein Nachholbedarf mit dem Umgang von Jugendlichen geben.


Anbei das Hygienekonzept

Hygienekonzept

Skatepark Lübeck Kanalstraße

Sehr geehrte Damen und Herren der Hansestadt Lübeck,

wir als Gemeinschaft des Rollsports möchten Ihnen und der Stadt Lübeck ein Hygienekonzept vorstellen. Seit Monaten ist der Skatepark an der Kanalstraße für uns Jugendliche und Erwachsene gesperrt. Wir verstehen die Bedenken Ihrerseits, möchten dennoch ins Gespräch kommen und hoffen auf eine positive Rückmeldung.

§ 11 SGB VIII Jugendarbeit
(1) Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen.
Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden,
sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen.

Wir als Nutzer*innen der Anlage sind gewillt auf die Einhaltung der Regeln zu achten und auf die Einhaltung hinzuweisen.
Für eine mögliche Kontrolle des Konzeptes sind wir als Nutzer*innen aber eventuell zu befangen,
während es uns an Befugnissen für Platzverweise und anderen Sanktionen fehlt. Wir bitten Sie daher,
eine dritte Person zur Kontrolle zu stellen wie eventuell Mitarbeiter*innen des Ordnungsamtes, Sozialarbeiterinnen der IB, des Burgtors etc...

Bevor wir Ihnen das Hygienekonzept vorstellen, möchten wir uns als Rollbrettsportler*innen von der vergangenen Aktion des 1. März distanzieren. Wir haben kein Interesse darin, gegen Gesetze oder Vorkehrungen der Stadt Lübeck zu verstoßen. Unser Ziel ist es ein respektvolles und verständliches Gespräch mit Ihnen zu suchen.

Zum ausgearbeiteten Konzept handelt es sich um eine Ideensammlung, welche wir in einer Gesprächsrunde ausgearbeitet haben:

Wir schlagen folgendes vor:
1. Eine begrenzte Anzahl von Teilnehmer*innen auf dem Skatepark
Auf dem Skatepark dürfen sich nur Sportler*innen aufhalten, welche eine erlaubte Sportart ausüben (Scooter-, Skateboard- und Bmx-Fahrer*innen, o.ä. Sportarten wie z.B. Inline-, Einradfahrer*innen etc.).
Die gesetzliche Aufteilung und maximale Personenanzahl müssen von Ihnen festgelegt werden.

2. Alkohol und Rauchverbot auf dem Skatepark.
Die Fläche des Skateparks ist durch einen Zaun klar gekennzeichnet. Wir schlagen vor, dass innerhalb dieser Fläche ein absolutes Rauch- und Alkoholverbot eingeführt wird. Einer möglichen Gruppenbildung wird somit entgegengewirkt.

3. Maskenpflicht außerhalb der schwarz markierten Fläche.
Der Skatepark ist durch eine schwarze Linie klar unterteilt. Außerhalb dieser schwarzen Linie herrscht Maskenpflicht. Innerhalb dieses Bereiches, muss die Rollsportart ausgeübt werden. Ein Sitzen oder Warten ist nicht erwünscht. Beim Ausüben des Sports wird vom Tragen einer Maske abgeraten.

4. Wechsel- und Uhrzeitsystem
Von einer generellen Öffnungszeit raten wir ab. Da diese Öffnungszeiten dann zu einem Großaufgebot an Sportler*innen führen. Wir schlagen vor, einen Wechsel / Uhrzeitsystem der Sportarten einzuführen.
Es gibt 2 große Gruppierungen von Rollsportarten (Skateboarder*innen und Scooter-Fahrer*innen). Daher beschränken wir uns auf diese beiden Gruppierungen.
Es handelt sich lediglich um Vorschläge und soll keinen fertigen Plan repräsentieren.

*Alle Angaben sind frei gewählt und stellen keine öffentlichen Öffnungszeiten dar. *

Mo. - Fr. Von 10:00 Uhr - 16 Uhr - Scooter Fahrer*innen | ab 16 Uhr - Skateboard Fahrer*innen
Sa. Skateboard only
So. Scooter only

5. Wir als Rollbrettsportler*innen achten auf ein Einhalten der von Ihnen geprüften und eingeführten Regeln.
Wir werden uns selbstverständlich gegenseitig daran erinnern, um die genannten Regeln zu befolgen.
Allerdings übernehmen wir als Gemeinschaft keine Haftung. Eine Prüfung muss Ihrerseits erfolgen.

6. Eigenes desinfizieren beim Betreten des Skateparks
Wir legen es nahe jedem Rollbrettsportler*innen sich selbst die Hände zu desinfizieren.

7. Wir schlagen vor, während der Pandemie ein Mindestalter von 10 Jahren auf dem Skatepark einzuführen.

Wir bedanken uns für Ihre Zeit und hoffen auf ein positives Feedback.

Mit freundlichen Grüßen

Rollsportler*innen der Hansestadt Lübeck