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150 Jahre Bismarck-Stammtisch in der Schiffergesellschaft

Lübeck: Am Donnerstag feiert einer der ältesten Stammtische Deutschlands seinen 150. Geburtstag. Der Bismarck-Stammtisch in der Schiffergesellschaft wurde am 1. April 1871 offiziell gegründet, seine Ursprünge reichen aber noch weiter zurück.

Der Bismarck-Stammtisch ist hervorgegangen aus einem Stammtisch in der Schiffergesellschaft, der von Schiffskapitänen, Kaufleuten und Handwerkern seit der Zeit der Zünfte und der Kompanien bis weit ins 19. Jahrhundert hinein besucht wurde. Im Jahre 1871, nach dem Deutsch-Französischen Krieg und der Kaiserproklamation wurde Otto von Bismarck als Gründer des Deutschen Reiches gefeiert. Überall fanden Bismarck-Ehrungen statt. Zu dieser Zeit wurde der Stammtisch in Bismarck-Stammtisch umbenannt. Als Gründungsdatum wird der 1. April 1871, Fürst von Bismarcks 56. Geburtstag, angesehen. Er gehört somit zu den ältesten Stammtischen Deutschlands.

Zur Erinnerung: Otto von Bismarck, deutscher Politiker und Staatsmann, war von 1862 bis 1890 - mit einer kurzen Unterbrechung im Jahr 1873 - Ministerpräsident des Königreichs Preußen, von 1867 bis 1871 zugleich Bundeskanzler des Norddeutschen Bundes sowie von 1871 bis 1890 erster Reichskanzler des Deutschen Reiches.

Außerhalb von Pandemien findet die Zusammenkunft der 19 Mitglieder an jedem Mittwochabend in der Schiffergesellschaft zu Lübeck statt. Der Stammtisch verfolgt keine bestimmten politischen, wirtschaftlichen oder kulturellen Ziele, ist politisch neutral. Die Mitglieder setzen sich aus allen Berufsgruppen zusammen und pflegen an den Stammtischabenden einen regen Gedankenaustausch bei gemütlichem Umtrunk - zu besonderen Gelegenheiten auch mit einem Imbiss.

Falls möglich stehen Vorträge zu vielfältigen Themen auf dem Programm, wie zum Beispiel „Die neue chinesische Seidenstraße“, „Von Bismarck bis Wilhelm II. - der Weg zum 1. Weltkrieg“, „Südfrankreich erleben auf der Rhône und Saône“, „Indien von Nehru bis Modi – Was bleibt?“, „Bismarck, vom Reichskanzler zur lebenden Legende“ oder „Der Strafverteidiger im Konfliktfeld zwischen Rechtsstaat-Garantie und Strafvereitelung“.

Neben den Stammtischabenden finden auch Ausflüge oder Kaffeenachmittage statt, gemeinsam mit den Damen. Eine besondere Veranstaltung ist immer am ersten Sonntag im Neuen Jahr das Neujahrsfrühstück mit einem viergängigen Menü, erlesenen Getränken, Wahlen und Berichten. Geleitet wird der Bismarck-Stammtisch vom Präsidenten. Dieses Amt hat derzeit Michael Rieder inne. Unterstützt wird er vom Syndikus Henning Beck und dem Schatzmeister Günther Adolphi. Die Liste der Präsidenten des Tisches ist seit 1890 durchgehend dokumentiert. Es gibt als Regelung zum Beispiel die „Rundenordnung“, selbstverständlich nur mit Bismarck-Korn. Gelegenheit dazu geben Geburtstage, die „Einklarierungsrunde“ nach glücklicher Heimkehr aus dem Ausland oder einfach „nms“ - nur mal so.

Willkommen sind neue Mitglieder. Interessenten setzten sich gerne mit Michael Rieder in Verbindung, am besten mit einer Nachricht an die Schiffergesellschaft.

Im Original-Ton hören Sie ein Interview von Harald Denckmann mit dem Präsidenten des Stammtisches Michael Rieder.

Die Mitglieder treffen sich - außerhalb von Pandemie-Zeiten - mittwochs in der Schiffergesellschaft. Foto: privat

Die Mitglieder treffen sich - außerhalb von Pandemie-Zeiten - mittwochs in der Schiffergesellschaft. Foto: privat


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 144149   Autor: PM/red.   vom 31.03.2021 um 14.05 Uhr

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