Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Grüne: Lübeck hat Anlaufstelle für Opfer von Rassismus

Lübeck: Opfer von Rassismus und Diskriminierung haben jetzt in Lübeck eine Anlaufstelle. Lübeck als Mitglied der Städtekoalition gegen Rassismus hat sich zur Einrichtung einer solchen Eingaben- und Beschwerdestelle verpflichtet. Auf Anfrage der Sprecherin für Migration und Integration der Grünen Bürgerschaftsfraktion, Michelle Akyurt, hat der Bürgermeister sich nun zu den Details der Anti-Diskriminierungsstelle geäußert.

Die Anlaufstelle für Diskriminierung hat hiernach folgende Erreichbarkeit:

Bürgermeisterkanzlei Anlaufstelle Diskriminierung
Breite Straße 62
23539 Lübeck
Rufnummer: 0451/115 – die einheitliche Behördennummer
Servicezeiten: Montag bis Freitag von 7 bis 19 Uhr
E-Mail: anlaufstelle-diskriminierung@luebeck.de

Sie übernimmt folgende Aufgaben:
- Zentrale Anlaufstelle und Aufnahme von Anliegen
- Einbindung zuständiger Bereiche und Stellen der Stadt (Stabsstelle Integration, Gleichstellungsbeauftragte, Arbeitsgruppe Partnerschaftliches Verhalten am Arbeitsplatz, Beirat für Menschen mit Behinderungen, Senioren Beirat etc.)
- Vermittlung an die Antidiskriminierungsstelle des Landes und weiterer Beratungs- und Informationsstellen
- Information auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG)

Michelle Akyurt erklärt hierzu:

(")Für Opfer von Rassismus und Diskriminierung ist das Gefühl der Machtlosigkeit oft eine der schlimmsten Erfahrungen. Zu wissen, es gibt in der Stadt jetzt ein niedrigschwelliges Angebot der Hilfe, ist für die Betroffenen daher unglaublich wichtig. Die Anti-Diskriminierungsstelle ist dabei nicht nur für Rassismus- und Diskriminierungserfahrung mit der Stadtverwaltung zuständig, sondern auch für Geschehnisse in der Wirtschaft oder im persönlichen Umfeld. Ich wünsche mir, dass Menschen, die in Lübeck rassistisch benachteiligt werden, von dem städtischen Angebot aktiv Gebrauch machen. Niemand soll sich machtlos fühlen. Für die Zukunft wünsche ich mir eine aktive Öffentlichkeitsarbeit der Anti-Diskriminierungsstelle, am besten in mehreren Sprachen.(")

Michelle Akyurt ist Sprecherin für Migration und Integration der Grünen Bürgerschaftsfraktion.

Michelle Akyurt ist Sprecherin für Migration und Integration der Grünen Bürgerschaftsfraktion.


Text-Nummer: 144226   Autor: Grüne   vom 06.04.2021 um 10.49 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.


Kommentare zu diesem Text:

Malik

schrieb am 06.04.2021 um 11.10 Uhr:
Wer trotz Maskenbefreiung zum tragen einer solchen genötigt wird, dem sei geraten, sich an die zuständige Anti-Diskriminierungsstelle zu wenden! Vermutlich sollte das schwierigste daran sein den Namen des Diskriminierenden zu bekommen, jedoch vermag die Polizei wahrscheinlich Unterstützung bieten.

margit H.

schrieb am 06.04.2021 um 11.39 Uhr:
Das ist ja toll .

Ich wünsche mir auch eine Vertretung für meine Interessen und Befindlichkeiten als Bürger der Stadt . Hier vermisse ich leider Einiges .

Rudi Tews

schrieb am 06.04.2021 um 17.30 Uhr:
Ich dachte immer "Die Grünen kümmern sich um die Umwelt".
Scheint nicht der Fall zu sein. Siehe AKW-Bauschutt!

David Jenniches

(eMail: david.jenniches@afd-luebeck.de) schrieb am 06.04.2021 um 17.59 Uhr:
Frau Akyurt vertritt die Auffassung, dass „die Anti-Diskriminierungsstelle […] auch für Geschehnisse in der Wirtschaft oder im persönlichen Umfeld“ zuständig sei. Diese Auffassung einer anscheinend allumfassenden Zuständigkeit wird von der AfD Fraktion nicht geteilt. So hat die AfD Fraktion erhebliche Zweifel, ob es der Anti-Diskriminierungstelle überhaupt gestattet ist, z.B. die Daten eines privaten Unternehmens oder eines Vermieters zu erfassen, dem ein angeblich diskriminierendes Verhalten vorgeworfen wird.

Sollten Sie persönlich als Beschuldigter von einem Tätigwerden dieser Anti-Diskriminierungsstelle betroffen sein, wenden Sie sich bitte an die AfD Fraktion. Bitte beachten Sie, dass die AfD Fraktion lediglich eine politische Würdigung und Begleitung eines Falles vornehmen kann, keine Rechtsberatung leistet und den Rechtsweg nicht ersetzen kann. Bitte beachten Sie weiterhin, dass die AfD Fraktion nur tätig wird, wenn Sie ihr gegenüber als persönlich Betroffener unter Klarnamen den Sachverhalt schriftlich darlegen und auf Anforderung Ihre Identität nachweisen. Die AfD Fraktion entscheidet über ihr Tätigwerden nach eigenem Ermessen.

Meine Kollegen in der AfD Fraktion und ich vertrauen darauf, dass die Mitarbeiter der Hansestadt Lübeck nach Recht und Gesetz handeln. Ebenso vertrauen wir im Einklang mit unserer persönlichen Lebenserfahrung darauf, dass die überwältigende Mehrheit der Lübecker sich nicht rassistisch verhält. Wir sehen mit Sorge den politischen Druck, den Frau Akyurt und andere ausüben, die Tätigkeit der Verwaltung auf möglicherweise rechtlich zweifelhafte Weise auszudehnen. Wir weisen den Versuch zurück, den Lübeckern eine rassistische Grundeinstellung zu unterstellen und jeden Alltagskonflikt zum Diskriminierungsfall umzudeuten.

David Jenniches
Vorsitzender AfD Fraktion HL

Wieland Wagner

schrieb am 06.04.2021 um 19.16 Uhr:
Zum Kommentar von Hr. Jenniches:
Zugegeben: ich habe meine Bauchschmerzen mit der (Ost-) AfD.
Aber ihre politische Arbeit und ihre öffentlichen Beiträge auf regionalpolitischer Ebene sichern ihnen meine Stimme.
Weiter so!

K.-Kutschner.

schrieb am 07.04.2021 um 04.27 Uhr:
"Wir sehen mit Sorge den politischen Druck, den Frau Akyurt und andere ausüben, die Tätigkeit der Verwaltung auf möglicherweise rechtlich zweifelhafte Weise auszudehnen. Wir weisen den Versuch zurück, den Lübeckern eine rassistische Grundeinstellung zu unterstellen und jeden Alltagskonflikt zum Diskriminierungsfall umzudeuten."

Ich sehe darin die Gefahr, dass durch die Schaffung solcher Stellen die Möglichkeit geschaffen werden könnte, die Meinungsbildung-u.äußerung der indigenen Bevölkerung zur Migration zu beeinflussen bzw.zu unterdrücken.

Manfred Vandersee

schrieb am 07.04.2021 um 07.37 Uhr:
Wie niederschwellig ist überhaupt die Definition von Rassismus? Was ist wirklicher Rassismus und was ist lediglich Spaltung der Gesellschaft (Alltagsrassismus)? Das gehört in die öffentliche Diskussion.

Jens

schrieb am 07.04.2021 um 08.12 Uhr:
Das die AFD das nicht gut findet war ja klar. Die AFD ist ja auch für Diskriminierung

Ralph

schrieb am 07.04.2021 um 09.30 Uhr:
Finde ich gut, dass sich die AfD klar auf die Seite der normaltickenden Lübecker stellt.

Malik

schrieb am 07.04.2021 um 09.31 Uhr:
Grundlegend muss zwischen Rassismus und Diskriminierung unterschieden werden, denn anders als gern behauptet, sind es ganz unterschiedliche Begriffe. "Umgekehrten Rassismus" gibt es entgegen vieler Meinungen nicht, denn Rassismus ist eine Ideologie welche besagt, dass Schwarze Menschen, People of Color und/oder Menschen mit bestimmten äußerlichen Merkmalen weniger wert seien als andere. Weiße können dagegen diskriminiert werden, aber Rassismus erfahren sie nicht. Diese Herangehensweise nennt sich: Intersektionalität. Das ist ein simples Konzept, das versucht, jedes Individuum in all seinen Aspekten zu betrachten: Herkunft, Gender, sexuelle Orientierung, sozialer Status, finanzielle Lage, körperliche und seelische Verfassung, Wohnungssituation oder Obdachlosigkeit, Staatsangehörigkeit – um nur einige relevante Aspekte zu nennen.

Wieland Wagner

schrieb am 07.04.2021 um 10.22 Uhr:
@Jens:
Wenn die AfD äußern würde, das Wasser nass ist, würden viele Kritiker auch sagen das es nicht stimmt und diskriminierend ist so was zu sagen.

Man sollte politisch aber auch mal über den Tellerrand blicken.
Denn im Kern der Aussage von Hr. Jenniches steckt eine interessante Frage: Ist das Sammeln und die Weitergabe von Daten tatsächlich mit dem Datenschutz zu vereinbaren?

Wenn ja, so kann man das doch ganz einfach nachweisen und alles ist gut.
Wenn nicht, muss man da rechtlich nachbessern.
Von vorn herein zu sagen, dass man das nicht mal überdenken sollte, nur weil die AfD es anstößt ist fatal. Oder gibt es doch eine rechtliche Grauzone, das man statt die Frage sachlich und transparent zu klären mit einer Totalverweigerung reagieren muss?

Rein rechtlich gesehen bewegt man sich zunehmend auf einem sehr dünnen Eis, welches die Demokratie mehr gefährdet, als es die AfD mit ihrem zum teil kruden Auftreten tut. (...)

Von daher: Transparente Rechtssicherheit schaffen und nicht auf Grund "moralischer Empfindungen" handeln. Nur so kann es gelingen.

Jens

schrieb am 07.04.2021 um 12.35 Uhr:
Die Kommentare lesen sich alle so, als wenn keiner die Anlaufstelle gegen Diskriminierung gut findet. Ihr könnt doch alle froh sein, dass ihr nicht zu denen gehört die so eine Anlaufstelle aufsuchen müsst. Die die diskriminiert werden erhalten da Unterstützung. Das ist doch eine gute Sache.

Andre Warnke

schrieb am 07.04.2021 um 12.49 Uhr:
@Malik
Dann haben Sie eine ganz persönliche Definition für sich selbst geschaffen. Es geht bei der Definition eben nicht um die Hautfarbe alleine:

"Rassismus ist eine Ideologie, nach der Menschen aufgrund äußerlicher Merkmale – die eine bestimmte Abstammung vermuten lassen – als „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden. Die zur Abgrenzung herangezogenen Merkmale wie Hautfarbe, Körpergröße oder Sprache – *teilweise auch kulturelle Merkmale wie Kleidung oder Bräuche – werden als grundsätzlicher und bestimmender Faktor menschlicher Fähigkeiten und Eigenschaften gedeutet und nach Wertigkeit eingeteilt* Dabei betrachten Rassisten Menschen, die ihren eigenen Merkmalen möglichst ähnlich sind, meist als höherwertig, während alle anderen (oftmals abgestuft) als geringerwertig diskriminiert werden"

Was damit nun die AfD zu tun haben soll, müssten sie mir einmal erklären.




Ich behaupte einmal ,daß nach genauer Betrachtung der obiogen Definition, Sie und ich als Mann einer gläubigen Muslima alleine deshalb nicht in Frage kommen würden, weil wir "Ungläubige " wären.

Was wäre das Ihrer Meinung nach?

Klaus Pohlmann

schrieb am 07.04.2021 um 12.59 Uhr:
@malik

Ihre Ausführungen sind grundsätzlich falsch.
Definition:

Das Internationale Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung unterscheidet nicht zwischen rassistischer und ethnischer Diskriminierung. Ein erweiterter Rassismusbegriff kann auch eine Vielzahl anderer Kategorien einbeziehen. Menschen mit rassistischen Vorurteilen diskriminieren andere aufgrund solcher Zugehörigkeit; institutioneller Rassismus verweigert bestimmten Gruppen Vorteile und Leistungen oder privilegiert andere.



Eine Kategorie wäre z. B strenggläubig und mit vielen strengen , rituellen ,religiösen Taditionen belegt und unabwendbar an ein Buch gebunden , deren grundsätzliche und fundamentale Grundeinstellung sie nicht haben, weil sie eine andere Glaubensrichtung haben und auch in Europa erzogen wurden, daß für diese Tradition nicht der Ursprung ist.

Dabei wäre klar festzustellen,daß Sie "benachteiligt" oder als "minderwertig " angesehen werden. Und das möglicherwise sogar als jüdisch-oder christlich geprägter Mensch mitten in Europa und in seinem Heimatland.

Laut Definition: Siehe oben!

Malik

schrieb am 08.04.2021 um 09.58 Uhr:
Andre Warnke und Klaus Pohlmann, sie vermischen religiös begründeten Extremismus mit Rassismus. Dabei unterliegen sie dem Trugschluss Diskriminierung sei Rassismus, jedoch ist Rassismus eine, neben vielen anderen Formen der Diskriminierung. Rassen - wenn ich es so sagen darf - unterscheiden sich weder in Religion, Behinderung und/oder aus dem sozialem Umfeld, sondern ausschließlich über Hautfarbe und körperlichen Merkmalen.

Andre Warnke

schrieb am 08.04.2021 um 10.53 Uhr:
@Malik

....neben vielen anderen Formen der Diskriminierung. Rassen - wenn ich es so sagen darf - unterscheiden sich weder in Religion, Behinderung und/oder aus dem sozialem Umfeld, sondern ausschließlich über Hautfarbe und körperlichen Merkmalen...


Dann haben offizielle Stellen und Behörden wohl die falsche Definition, die des eben nicht nur auf die sog. "Rasse" beziehen und da viel weiter und weitläufiger definieren und Sie die einzig Richtige.

Das das vällig falsch und eben nicht umfassend genug ist , erkannt man an den Bemühungen der Behörden und politischen Institutionen , die Begriffe "Rasse und "Rassismus" komplett gegen Passendere zu ersetzen.

Denn es wird immer wieder klar, das nicht nur die Rasse oder Herkunft zu Problemen und Diskriminierungen führt , sondern auch die religiöse Zugehörigkeit, die Nationalität und die Traditionen.
Deshalb ist man bei Begriffen wie Weihnachtsmarkt oder Engel ganz wachsam. Man will keine religiösen Gefühle von Minderherheiten verletzen und möchte sie lieber in Wintermärkte oder Schokoladenhohlkörperfiguren umbenennen, oder Schweinefleisch nicht mehr so vermarkten wie Halalfleisch von anderen Tieren.

Das hat nichts mit einer Rasse oder Herkunft zu tun.

Klaus Bruns

schrieb am 08.04.2021 um 17.39 Uhr:
Soweit ich weiß, wurde von der AFD die Frage gestellt, wieviele Fälle von sogenanntem Rassismus in Lübeck innerhalb eines Jahres auftraten.

Die Antwort war "ein Fall"

Ob nach den Ermittlungen dann tatsächlich dieser Vorwurf erhärtet werden konnte und ob strafrechtlich relevante Dinge passiert sind , oder ein Verfahren abgelehnt oder abgewiesen wurde, wurde dann nicht bekannt.

Man muß aber Eines feststellen; nämlich das bei Gruenen der Fokus nicht bei armen Rentnern die Flaschen sammeln , Kindern die zur Tafel müssen , oder den Folgen der Coronapolitik, wie Depressionen oder Gewalt an Frauen und Kindern liegen,usw. , sondern nur eine bestimmte Gruppe absolute Priorität hat und das bei einem bekannten Fall.
Da wird aus einer Mücke dann ein Elefant gemacht. Beschämend!