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Neuer Kanal bietet Informationen in fünf Sprachen

Lübeck: Aktuelle Nachrichten aus der Hansestadt auf Deutsch, Türkisch, Kurdisch, Arabisch und Polnisch präsentiert seit Herbst 2020 der Sender Lübeck TV, der auch auf zahlreichen sozialen Medien vertreten ist.

Lübeck TV ist nach Neumünster TV und Schleswig TV der dritte Kooperationssender des Trägers Neumünster Medien e.V. Vorsitzender des Vereins und Geschäftsführer ist Ibrahim Ortacer. Die Projektleitung in Lübeck hat Aydin Candan, Mitglied der Lübecker Bürgerschaft und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Forums für Migranten. Die Filme werden erst auf Deutsch aufgenommen und anschließend auf die am meisten gesprochenen Sprachen übersetzt, um so möglichst viele Menschen zu erreichen. Das Projektteam besteht aus Cuttern, Redakteuren sowie Kameraleuten aus vielen unterschiedlichen Nationen.

„Um Teilhabe und Zusammenhalt zu fördern, ist es wichtig, auch EinwohnerInnen, die der deutschen Sprache gegebenenfalls noch nicht ausreichend mächtig sind, Informationen über das aktuelle Geschehen in der Stadt zu Verfügung zu stellen und sie so in die Gesellschaft einzubeziehen“, erklärt Spyridon Aslanidis, Vorstandsvorsitzender des Forums für Migranten. Ebenfalls gut kam die Projektidee beim Land Schleswig-Holstein an, denn Lübeck TV wird innerhalb der Förderrichtlinie „Lokale Maßnahmen für Teilhabe und Zusammenhalt (MaTZ)“ gefördert.

Ziel ist es, vor allem Migranten über die sozialen Medien in ihrer Muttersprache zu erreichen, um ihnen die wichtigen Informationen für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben zu geben. In Kurzfilmen und Interviews werden über verschiedene Kanäle Ereignisse aufgegriffen, Verwaltung und Politik vorgestellt, Vereine und Institutionen portraitiert und auf Hilfs- und Alltagsangebote, etwa Möglichkeiten der Einbürgerung, verwiesen. Dabei erhalten die Zuschauer qualifizierte und gut recherchierte Informationen.

Wie die anderen Sender in Neumünster und Schleswig auch setzt sich Lübeck TV gegen Rassismus und Diskriminierung ein, unterstützt Integration und Demokratie und trägt zur digitalen Bildung bei. „Wir möchten Lübeck TV dabei unterstützen, ein etablierter Sender in der Hansestadt zu werden, der mit seinen Informationen eine breite Zielgruppe erreicht und neben Berichten zum aktuellen Tagesgeschehen auch Wissensvermittlung, unter anderem zum Thema Kommunalpolitik, betreibt", sagt Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau.

Ausgestrahlt werden die Nachrichten von "Lübeck TV" bisher auf YouTube, Instagram, Facebook, dem Offenen Kanal Kiel sowie www.luebeck-tv.com. Interessierte, die am Projekt mitwirken wollen, können unter info@luebeck-tv.com Kontakt aufnehmen. Sobald es wieder möglich ist, finden verschiedene Film-Workshops für das Team statt.

Aydin Candan und Ibrahim Ortacer haben das Projekt im Herbst gestartet. Foto: Veranstalter

Aydin Candan und Ibrahim Ortacer haben das Projekt im Herbst gestartet. Foto: Veranstalter


Text-Nummer: 144235   Autor: Veranstalter/red.   vom 06.04.2021 um 18.54 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

erstaunt

schrieb am 06.04.2021 um 23.03 Uhr:
Verstehe ich nicht, wichtige europäische Sprachen sind Französisch, Englisch, Spanisch.... Das sind auch häufig Schulfächer an allgemeinbildenden Schulen.
Die Schüler könnten u.a. auch durch fremdsprachliche Sendungen dieser schulischen Fremdsprachen profitieren.
Gibt es einen friesischen Radiosender in Kurdistan? Eher nicht und das wohl auch aus gutem Grund. Oder doch eine klare Diskrimminierung der Friesen im Ausland?!

K.-H.Kutschner

schrieb am 07.04.2021 um 09.31 Uhr:
Wie wäre es, wenn die "Personen mit internationalem Familienhintergrund" einfach DEUTSCH lernen würden?
Das würde der Bildung von Paralelgesellschaften entgegenwirken und es wäre integrativer....

Thiemo Koch

schrieb am 07.04.2021 um 09.43 Uhr:
Unsere Gesellschaft besteht aus vielen Minderheiten, diese tragen mit ihrer Kultur und Sprache zur Vielfältigkeit der deutschen Gesellschaft bei. Auch ist es für ihre Identität und Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft wichtig, dass sie ihre Kultur und Sprache leben können. Die deutschen autochthonen Minderheiten leben das schon seit vielen Jahrhunderten hier. Wir bereichern damit den deutschen Alltag und sind ein gutes Beispiel für kulturelle Vielfalt in Deutschland. Übrigens wo Friesen leben sollte auch Friesisch zur Alltagssprache gehören.

A. Schmidt

schrieb am 07.04.2021 um 10.22 Uhr:
@erstaunt: Gute Idee. Ich freue mich auf Ihre Pressemeldung, dass Sie einen Kanal starten, der genau diese Sprachen bedient. Los geht's!

AngelikaK

schrieb am 07.04.2021 um 12.15 Uhr:
Habe soeben mal versucht die Inhalte auf arabisch zu hören. Leider ist es mir nicht gelungen, den entsprechenden Menüpunkt zu finden. Da ist von seiten des Anbieters noch gewaltig Luft nach oben....

gordon zöllner

schrieb am 07.04.2021 um 12.26 Uhr:
Der Integration ist diese Maßnahme sicherlich nicht förderlich.
Wer hier dauerhaft und erfolgreich leben möchte, sollte so schnell und umfangreich wie möglich Deutsch lernen.

B.Cordes

schrieb am 07.04.2021 um 13.13 Uhr:
Und in naher Zukunft wird dann sicherlich Deutsch verschwinden !!!

Bico

schrieb am 07.04.2021 um 13.50 Uhr:
Die Möglichkeit, dass unsere neuen Mitbürger die Nachrichten in ihrer eigenen Sprache erhalten können erfüllt mich mit großer Freude. Es ist unbestritten, dass sich unsere neuen Mitbürger nach ihren Möglichkeiten bemühen, auch unsere Sprache zu erlernen, was jedoch nicht von hier auf jetzt gehen kann. Die noch fehlenden Feinheiten an Sprachkenntnissen werden hier wunderbar ergänzt. Toll!

Einwohner

schrieb am 08.04.2021 um 09.01 Uhr:
@Bico - in direkter Nachbarschaft wohnt eine Familie mit Migrationshintergrund seit nunmehr drei Jahren. Die drei Kinder sind gut integriert undbeherrschen die deutsche Sprache. Die Eltern sind ehrlich gesagt ein Graus, dir Mutter der Kinder ist noch bemüht und kann sich halbwegs verständigen, der Vater allerdings spricht kein Wort Deutsch. Für Menschen die nach eigener Aussage Migranten sind und in Deutschland leben wollen und dann trotz diverser Hilfen nach drei Jahren in ihrer eigenen Welt leben und selbst die Sprache des selbstgewählten neuen Heimatlandes ablehnen seine sozialen und finanziellen Segnungen aber selbstverständlich annehmen fehlt mir jedes Verständnis.