Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Dauer-Schließung: Travemünder Wirtschaft macht Druck

Lübeck - Travemünde: Am Donnerstag wurden die möglichen Modellregionen für einen Tourismus in Pandemiezeiten vorgestellt (wir berichteten). Lübeck - und damit auch Travemünde - hat auf eine Bewerbung verzichtet. Die Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft (TWG) macht Druck: "Es wird Zeit, dass wir lernen mit der Krankheit zu leben, selbstverständlich mit sehr viel Vorsicht."

Wie berichtet hat sich die Lübecker Bucht geschlossen als Modellprojekt beworben. Travemünde ist allerdings nicht dabei. Dabei gibt es hier zumindest einen Konzeptvorschlag mit strenger Kontrolle, der hier online verfügbar ist.

Nur zurücklehnen, abwarten und das Beste zu hoffen sei für viele schon lange nicht mehr machbar, "denn das Wasser steht vielen bis zum Hals", so die Travemünder Wirtschaftsgemeinschaft. Der Verein schaue mit Sorge auf seine Mitglieder: "Über sieben Monate Berufsverbot im Lockdown in der Tourismusbranche, eine der Kernbranchen des Ostseebades Travemünde, die vor Corona ein Großteil der zwei Millionen Übernachtungen geschultert haben und damit auch der Stadt aus ihrem Schuldental mit herausgeholt haben."

Die Vertreter der Wirtschaft befürchten einen dauerhaften Schaden: "Viele Akteure im Tourismus sind private Vermieter und erhalten keinerlei Stützung vom Staat. Nicht zu vernachlässigen die so gerne besuchten Hotels im Ostseebad, die seit Monaten die Türen geschlossen haben, mit keiner Aussicht auf Licht am Horizont. Die ohnehin immer schwerer zu findenden Mitarbeiter müssen seit Monaten mit Kurzarbeitergeld auskommen oder wandern (was noch viel gravierender wäre) in andere Branchen ab und gehen dem Ort für immer verloren."

Die aktuelle Situation stößt dabei auf Unverständnis. Denn Tagestouristen, Zweitwohnungsbesitzer und deren Bekannte sind ohne jeden Test in Travemünde unterwegs. "Trotz Lockdown sind also Besucher da, nur scheinbar ist es nicht erwünscht, dass irgendein Gewerbetreibender etwas verdient."

"Wir halten es für eine Pflicht aller politisch Verantwortlichen vom Ministerpräsidenten, den Landtagsabgeordneten, Bundestagsabgeordneten und dem Lübecker Bürgermeister Herrn Lindenau über den Tourismusverantwortlichen Herrn Lukas und Herr Kirchhoff eine Perspektive zu ermöglichen beziehungsweise zu geben", so Ulf von Danckelmann, Marlen Winkler, Ben Frehse, Gordon Augustin, Jörn Halske und Sandra Vincent vom Vorstand der TWG.

Die Travemünder Wirtschaft macht Druck: In Travemünde wird es nicht einmal einen Modellversuch zum Tourismus geben. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv

Die Travemünder Wirtschaft macht Druck: In Travemünde wird es nicht einmal einen Modellversuch zum Tourismus geben. Foto: Karl Erhard Vögele/Archiv


Text-Nummer: 144263   Autor: TWG/red.   vom 08.04.2021 um 17.49 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.

Text kommentieren.


Kommentare zu diesem Text:

Stefan Matthé

schrieb am 08.04.2021 um 18.56 Uhr:
Wer sich das politische Szenario genau anschaut kommt um den Gedanken nicht herum weshalb Gastro und Hotelgewerbe weiterhin mit Berufsverboten stillgelegt bleiben. Es beschleicht nicht nur mich das Gefühl, dass trotz Einhaltung der Regeln und geringer Infektionsrisiken Gaststätten Zusammenkünfte vieler Menschen bieten. Es könnten sich viele zufällige konspirative Tischrunden bilden in denen kritisch der Irrsinn der Politik diskutiert würde.
Denn vielen aufgeweckten Bürgern wird immer klarer, dass aus der Grippe ein ideologisches Kontroll Monster generiert wird. Wo wäre ein Austausch von Meinungen am einfachsten wenn nicht in einer Gaststätte oder in einer Hotelbar?

andre klar

schrieb am 08.04.2021 um 21.13 Uhr:
@Matthe:
Warum bleiben Sie nicht einfach bei Ihren bewährten Verschwörungskanälen im Internet, hat doch bei Ihnen bisher offensichtlich bestens funktioniert.

Peter Schöttler

schrieb am 08.04.2021 um 21.54 Uhr:
@Stefan Matthé:
Welch ein Unfug.
Wer sich "stammtisch-politisch" oder gar konspirativ austauschen will, der macht das heutzutage online.

Zum Text:
Ich habe natürlich Verständnis für die Situation von Hotellerie und Gastronomie, aber in der Vergangenheit waren es häufig Reisende, die ausgerechnet in der Gastronomie zu Superspreadern wurden.
Wenn die Tourismus-Betriebe sich wundern, daß die Mitarbeiter in dieser Situation abwandern, ja, warum denn wohl? Vielleicht weil die merken, daß man selbst als unqualifizierter Helfer in der Industrie und selbst im Handwerk deutlich bessere Arbeitsbedingungen vorfindet? Ich hatte schon mehrere Kellner, Köche und ähnliche als Elektrohelfer auf dem Bau, die baff erstaunt waren, daß in einer 40-Stunden-Woche tatsächlich nur 40 Stunden gearbeitet werden, daß Überstunden ganz hervorragend bezahlt werden, daß Sonnabende und Sonntage, sowie Feiertage tatsächlich frei sind und daß (und das ist wohl am Wichtigsten) der vereinbarte Lohn in angenehmer Höhe tatsächlich zum vereinbarten Zeitpunkt auf dem Konto ist.
Dann ist da noch dieser Satz, den ich einfach zum Schiessen finde:
"Trotz Lockdown sind also Besucher da, nur scheinbar ist es nicht erwünscht, dass irgendein Gewerbetreibender etwas verdient."
Okay, es ist natürlich klar, was die TWG sagen WILL; was die Leutchen tatsächlich sagen, ist etwas anderes. Wer "anscheinend" und "scheinbar" nicht unterscheiden kann, sollte diese Worte tunlichst vermeiden.

Lübecker Leben

schrieb am 08.04.2021 um 22.17 Uhr:
Stefan Matthé, genauso ist es. Man kann nur hoffen das immer mehr Menschen nachdenken und nicht alles hinnehmen was diese Regierung und die Medien uns einreden will. Man muss alle Zahlen im Zusammenhang sehen und mit den Zahlen und Krankheiten (z.B. Grippe) und den damit verbundenen Sterbezahlen der letzten Jahren vergleichen.

Salzi

schrieb am 08.04.2021 um 23.25 Uhr:
@Stefan Matthé:
Der Austausch von Meinungen wäre ebenso beim Sport, oder besser nach dem Sport denkbar .... aber auch dies ist aktuell ja untersagt.

Es wird aktuell so viel getrickst - leider fallen zu viele darauf rein.