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Bürgermeister Lindenau: Harter Lockdown statt hin und her

Lübeck: Seit Samstag gilt das neue Infektionsschutzgesetz. So gilt in den Nachbarkreisen Stormarn und Herzogtum Lauenburg bereits eine Ausgangssperre. Lübecks Bürgermeister Jan Lindenau unterstützt einheitliche Regeln, die müssten aber auch nachvollziehbar sein. Er verstehe auch Forderungen nach einem kurzen und wirksamen Lockdown, statt dem derzeitigen zermürbenden hin und her bei den Regeln.

Bürgermeister Jan Lindenau warnt davor, die Schutzmaßnahmen zu früh aufzuheben. Das Durchschnittsalter der schwer kranken COVID-19 Patienten liege inzwischen bei 30 bis 35 Jahren. Jetzt gelte es auch, die jüngeren Menschen zu schützen. Auch wenn die Landesverordnung die Nutzung von Schwimmbädern in kleinen Gruppen erlaube, werde er die Lübecker Schwimmhallen nicht öffnen. Geschlossene Räume mit hoher Luftfeuchtigkeit seien ideale Bedingung für die Ausbreitung von Viren.

Der Verwaltungschef spricht sich für konsequente Maßnahmen aus. Das Beispiel Flensburg habe gezeigt, wie Regeln und Kontrollen wirken. Die Stadt sei innerhalb von wenigen Wochen von einem Hotspot zu einem Gebiet mit niedriger Inzidenz geworden.

Dass es jetzt klare bundeseinheitliche Regeln gebe, begrüßt Lindenau grundsätzlich. Allerdings müssten auch die nachvollziehbar sein. So sei unverständlich, warum Schulen erst bei einer Inzidenz von 165 schließen sollen, eine Ausgangssperre aber bereits bei 100 gilt. Aktuell seien die Regeln auch unübersichtlich: "Auch ich muss ab und zu nachschauen, was gerade gilt."

Nach Wahrnehmung des Bürgermeisters gibt es eine Mehrheit für einen echten Lockdown für drei Wochen statt des ewigen hin und her.

Das vollständige Interview von Harald Denckmann mit Bürgermeister Jan Lindenau hören Sie im Original-Ton unterhalb des Bildes.

Bürgermeister Jan Lindenau sieht eine Mehrheit für einen wirksamen Lockdown statt dem zermürbenden hin und her in der Politik. Foto: JW/Archiv, O-Ton: Harald Denckmann

Bürgermeister Jan Lindenau sieht eine Mehrheit für einen wirksamen Lockdown statt dem zermürbenden hin und her in der Politik. Foto: JW/Archiv, O-Ton: Harald Denckmann


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 144526   Autor: red.   vom 24.04.2021 um 11.56 Uhr

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