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Enttäuschung in Lübeck: VfB verliert in Magdeburg

Lübeck: Der Kampf um den Klassenerhalt wird für die Grün-Weißen zu einer ganz schwierigen Angelegenheit: Am Sonntag verlor der VfB Lübeck in einem über weite Strecken attraktiven Fußballspiel knapp mit 0:1 (0:0) beim 1. FC Magdeburg. Angesichts der Tatsache, dass nur ein Sieg die Karten im Abstiegskampf entscheidend verbessert hatte, ging das Trainerteam in den letzten Minuten volles Risiko – mit der Folge, dass eine entblößte Defensive in der Schlussphase den entscheidenden Konter kassierte.

Ohne die gelbgesperrten Mirko Boland und Thorben Deters hatte VfB-Coach Rolf Landerl zwei Wechsel im Vergleich zum 1:1 gegen Ingolstadt vier Tage zuvor vorgenommen und Marvin Thiel (nach Gelbsperre), Osarenren Okungbowa und Elsamed Ramaj zurück in die Startelf beordert. Lucas Wolf nahm zunächst auf der Bank Platz.

Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie den Sieg wollten, dass sie fußballerische Komponenten ins Spiel bringen wollten und dass sie gut auf den Gegner eingestellt waren. Der FCM hatte erkennbar mehr Ballbesitz, der VfB verteidigte dagegen jedoch mutig und weitgehend Mann gegen Mann und suchte den Erfolg über direktere Wege zum Tor, was sowohl von hinten heraus als auch aus Umschaltmomenten immer mal wieder gelang. Das alte Leid des VfB in dieser Saison wurde dabei aber auch offensichtlich: Noch zu selten gelang es, aus diesen gut erspielten Situationen auch klare Torchancen zu erspielen. Ein 18-Meter-Schuss von Osarenren Okungbowa (14., knapp vorbei) und ein guter Konter über Nico Rieble und Cyrill Akono, als Ramaj von Tobias Müller frei vor dem Tor gerade noch geblockt wurde (26.), waren die besten Möglichkeiten. Ähnlich viel hatte der FCM auf dem Zettel, doch Lukas Raeder parierte die Schüsse von Kai Brünker (1.) und Baris Atik (38.). Das Remis zur Pause ging vollkommen in Ordnung, der Gastgeber hatte mehr vom Spiel, die Grün-Weißen die etwas gefährlicheren Ansätze.

Im zweiten Abschnitt blieb die Partie zunächst offen. Cyrill Akono (52.), Yannick Deichmann (64.) und der kurz zuvor eingewechselte Pascal Steinwender (68.) prüften Magdeburgs Torhüter Morten Behrens, der einst auch in der VfB-Jugend gespielt hatte. Auf der anderen Seite traf Andreas Müller aber auch das äußere Gestänge des Lübecker Tores (58.), Alexander Bittroff erzielte ein Tor, das wegen Abseits zurecht nicht zählte (74.), und Raeder verhinderte mit einer Klasseparade einen Treffer des durchgebrochenen Brünker (76.).

Mit der Einwechslung von Wolf für Okungbowa ging VfB-Trainer Landerl, der zuvor schon durch die Hereinnahme von Stürmer Steinwender für Außenverteidiger Sebastian Hertner offensiv gewechselt hatte, nun volles Risiko – zu einem anderen Zeitpunkt der Saison hätte man den einen Punkt gegen einen fußballerisch guten und formstarken Gegner vermutlich eher als Erfolg betrachtet. So aber ergab nun quasi jeder verlorene Zweikampf der Lübecker auch direkt einen Konter der Magdeburger – und die nutzten das entsprechend. Über drei Stationen ging es schnell nach vorn, nach Atiks Vorlage setzte sich Außenverteidiger Leon Bell Bell mit einer starken Einzelaktion durch und schoss aus zwölf Metern unhaltbar zum 1:0 ein (82.).

In der Schlussphase stürmte dann quasi ganz Lübeck, doch bis auf einen Kopfball von Soufian Benyamina (86., knapp vorbei) gab es keine klaren Möglichkeiten mehr. Auf der anderen Seite bewahrten gute Reaktionen von Raeder gegen Atik (86.) und Christian Beck (90.) unsere nun vollkommen geöffnete Defensive vor einem weiteren Kontergegentor.

Am Ende stand eine bittere Niederlage in einer Partie, die unter normalen Umständen – also ohne Tabellendruck – sehr wahrscheinlich mit einem Unentschieden geendet hätte. Für eine insgesamt ansprechende Leistung kann sich die Mannschaft am Ende nichts kaufen. Bei sechs Punkten Rückstand zum rettenden 16. Tabellenplatz ist nun neben einer eigenen Erfolgsserie auch das eine oder andere richtige Ergebnis der Konkurrenz nötig, um den Ligaverbleib zu schaffen. Unmöglich ist dieses Unterfangen freilich noch nicht, zumal die VfB-Elf eben jenem Tabellen-16. SV Meppen noch in einem direkten Duell gegenübersteht. Aufgeben, so viel ist sicher, wird unsere Mannschaft trotz der Enttäuschung dieses Wochenendes jedenfalls noch lange nicht.

Der Klassenerhalt für den VfB Lübeck wird schwierig.

Der Klassenerhalt für den VfB Lübeck wird schwierig.


Text-Nummer: 144545   Autor: VfB   vom 25.04.2021 um 19.46 Uhr

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