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Neue Impftermine am Donnerstag

Lübeck: Im Nachgang zu den Beratungen von Bund und Ländern hat sich die Landesregierung am Dienstag zum weiteren Vorgehen der Impfkampagne in Schleswig-Holstein zum Schutz vor einer Covid-19-Erkrankung abgestimmt.

Nach Beratungen auch mit den Regierungsfraktionen gilt für Schleswig-Holstein folgendes Verfahren: Vorrang für die Termine in den Impfzentren haben entsprechend der Impfverordnung der Bundesregierung derzeit weiterhin die Prioritätengruppe 1 und 2, neue Termine sind ab Donnerstag (29. April) buchbar. Eine Öffnung für die Prioritätengruppe 3 in den Impfzentren und den Arztpraxen ist für Impfungen ab dem 10. Mai vorgesehen. Gebucht werden können diese Termine für die Impfzentren ab dem 6. Mai. Weiterhin hat sich die Koalition darauf verständigt, innerhalb der Prioritätengruppe 3 alle Berechtigten gleich zu behandeln und daher keine gesonderte Priorisierung innerhalb dieser Gruppe vorzunehmen.

„Es gibt weiterhin Menschen mit einem erhöhten Risiko auf einen schweren Erkrankungsverlauf“, sagt Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg. „Dies betrifft Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen und ältere Menschen, die nach der Bundesimpfverordnung Priorität beim Impfen haben, aber aufgrund des begrenzt verfügbaren Impfstoffes teilweise noch keinen Termin erhalten konnten.“ Es sei wichtig, diesen zunächst weiterhin Vorrang bei der Terminvergabe zu geben, so das Übereinkommen der Landesregierung. „Zugleich gibt es mit der Öffnung der Priorität 3 ab dem 10. Mai und der Möglichkeit für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, bei Verfügbarkeit von ausreichend Impfstoff bereits jetzt auch Menschen ab 60 Jahren und älter zu impfen, eine klare Perspektive für die nächste Gruppe. Impfen ist der wichtigste Schritt aus dieser Pandemie. Die Liefer-Ankündigungen der Bundesregierung geben Hoffnung, dass bald deutlich mehr Menschen davon profitieren können.“

Ministerpräsident Daniel Günther erläutert weiter: „Wir setzen unseren konsequenten Schleswig-Holstein-Weg auch bei den noch ausstehenden Etappen hin zu mehr Normalität um. Wir bleiben vorsichtig und gehen auch im Bereich der Schulen und Kitas einen strikteren Weg, als die Bundeslinie es vorgibt. Dies ist eine schwierige Abwägung und ich verstehe, dass viele Eltern das hinterfragen. Aber der gesundheitliche Schutz der Kinder und Jugendlichen hat gerade angesichts steigender Werte in diesen Altersgruppen für uns eine hohe Priorität. Wir öffnen bei den Impfungen zusätzlich die Terminvergabe für die Priorisierungsgruppe 3, mit allen Lehrerinnen und Lehrern, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Lebensmitteleinzelhandel, mit unseren ehrenamtlichen Feuerwehrleuten, mit vielen Menschen mit chronischen Erkrankungen. Umso eine bevorzugte Terminvergabe noch vor einem generellen Wegfall von Priorisierungen im Juni zu ermöglichen. Teil unseres Schleswig-Holstein-Weges ist auch, Freiheiten zurückzugeben, wo dies möglich ist. Dies tun wir nun bei den vollständig Geimpften und nachweislich Genesenen, da bei Ihnen das Risiko, andere anzustecken, auf ein Minimum reduziert ist. Die Zahlen in Schleswig-Holstein sind stabil, weil die Menschen in unserem Land den von uns vorgeschlagenen Weg so aktiv mitgehen. Dafür möchte ich mich bedanken und eindringlich darum bitten, dies auch in der kommenden Zeit zu tun. Nur so erreichen wir schnellstmöglich das Ziel.“

Das Gesundheitsministerium und die Kassenärztliche Vereinigung (KVSH) informieren zum derzeitigen Stand: Bislang erhielten in Schleswig-Holstein nach dem Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums 678.691 Personen mindestens eine Erstimpfung. Das entspricht rund 23,4 Prozent der Bevölkerung. 216.526 davon haben bereits die Zweitimpfung erhalten.

Welche enorm positive Wirkung die Impfung zeigt, verdeutlichen die Zahlen der Ausbrüche in Alten- und Pflegeheimen: Dort gab es in den Monaten Dezember und Januar nach den der Landesmeldestelle gemeldeten Daten 108 Covid-Ausbrüche und 469 Verstorbene. Nach der Durchimpfung in den Einrichtungen zeigen die Monate März und April im Vergleich dazu 11 Ausbrüche und 3 Verstorbene. Gesundheitsminister Heiner Garg: „Das ist ein beeindruckender Beleg für die Wirksamkeit der Impfungen. Mein ausdrücklicher Dank gilt allen, die dazu beitragen, dass die Impfkampagne in Schleswig-Holstein weiter voranschreitet. Der Impfstoff, den wir erhalten, der wird auch verimpft. Aufgrund der nach wie vor begrenzten Liefermengen ist aber weiterhin Geduld gefordert.“

Weitere Impfanmeldung ab Donnerstag möglich

Ab Donnerstag, 29. April, 17 Uhr, werden über www.impfen-sh.de 22.000 Erstimpfungstermine in dem Zeitfenster vom 3. Mai bis 9. Mai mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna für die Prioritätengruppe 1 und 2 in den Impfzentren buchbar. Im gleichen Zeitraum erhalten die Praxen in Schleswig-Holstein nach derzeitigem Stand rund 105.000 Impfdosen, von Biontech und AstraZeneca, um damit ebenfalls Personen der Prioritätengruppe 1 und 2 impfen zu können. Zusätzlich können teilnehmende niedergelassene Ärztinnen und Ärzte auch Bürgerinnen und Bürgern ab 60 Jahren ein Impfangebot mit dem Impfstoff von AstraZeneca machen, wenn nach ärztlichem Ermessen keine Personen verfügbar sind, die dringlicher eine Impfung benötigen. In die Praxen sollen auch die zusätzlichen 55.000 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffes gehen, die Dänemark an Schleswig-Holstein ausleiht. Details werden derzeit mit der KVSH abgestimmt. Schleswig-Holstein hat zugesagt, zu einem späteren Zeitpunkt AstraZeneca-Impfstoff an Dänemark zurückzugeben.

Ab dem 6. Mai können Personen, welche der Prioritätengruppe 3 angehören, Termine für die Impfzentren buchen. Die Impfungen werden ab dem 10. Mai in den Impfzentren ausgeführt. Die Terminvergaben im niedergelassenen Bereich auch für die gesamte Prioritätengruppe 3 ab dem 10. Mai erfolgen in der Regel nach Kontaktaufnahme durch die Praxen bei ihren Patientinnen und Patienten.

Für die Impfzentren werden 22.000 Termine freigeschaltet. Foto: JW/Archiv

Für die Impfzentren werden 22.000 Termine freigeschaltet. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 144584   Autor: Stk.   vom 27.04.2021 um 17.37 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Schmitz

(eMail: H-Schmitz1965@web.de) schrieb am 27.04.2021 um 18.06 Uhr:
Ich Frage mich was Patienten machen deren Hausarzt nicht an den Impfungen teilnimmt? Die werden ja sicher nicht angerufen oder sonst informiert.

Beate

schrieb am 27.04.2021 um 19.32 Uhr:
@Schmitz....die können sich ab dem 06.05.2021 einen Termin im Impfzentrum buchen

Steffi

schrieb am 27.04.2021 um 19.38 Uhr:
Meine Hausärztin hat gleich abgewunken. Sie fangen gerade mit Ü70 und den Risikofällen an und bei der Impfstoffmenge die Ihnen zur Verfügung steht, glaubt sie, daß ich im Impfcenter eher dran bin.

Wolfgang

schrieb am 27.04.2021 um 22.59 Uhr:
Ich versuche seid fast 2 Monaten einen Impftermin online zu buchen,das ist Verarschung und ich bin Prioritätsgrzppe 2 und müsste geimpft werden.

andre klar

schrieb am 28.04.2021 um 05.28 Uhr:
@Steffi:
Also ich würde als Kassenpatient gar nicht erst auf die Idee kommen, bei meinem Hausarzt nach einer Impfung zu fragen. Dort wäre ich, nach Freunden/Bekannten des Arztes, den Privatpatienten, als Kassenpatient doch immer hintendran. Dann lieber gleich ins klassenlose Impfzentrum, auch wenn die Anmeldung sicherlich wieder katastrophal sein wird.

Marc

schrieb am 28.04.2021 um 12.09 Uhr:
@andre klar: Inwiefern hat das was mit der Krankenversicherung zu tun? Da die Impfung im einen wie im anderen Fall vom Bund bezahlt wird, ist's dem Arzt wohl aus finanzieller Sicht ziemlich gleichgültig, wem er die Impfung in den Arm setzt.

Das ist nicht das Schlachtfeld für eine "2-Klassen-Medizin"-Diskussion (obgleich es derer Schlachtfelder vieler gibt, das ist unbestritten).

Pedi

schrieb am 28.04.2021 um 13.51 Uhr:
@Wolfgang

Irgendwas machen sie dann falsch oder sie sind zu unflexibel.
Sie schreiben sie versuchen es seit 2 Monaten. Ich haben innerhalb von 5 Tagen 3 Temine buchen können.
Es gibt Tage da wird sehr viel frei, an anderen ist fast gar nichts, aber man muss dran bleiben.

HaJo

schrieb am 28.04.2021 um 14.51 Uhr:
Die Impfreihenfolge und Einteilung in die einzelnen Prioritätsgruppen ist hier noch einmal übersichtlich aufgeführt:
https://www.bundesregierung.de/ breg-de/themen/corona-informationen-impfung/ corona-impfverordnung-1829940

@andre klar: Auch die niedergelassenen Ärzte müssen sich an die Impfreihenfolge halten. Einzige Ausnahme: In den Hausarztpraxen können seit dem 26.04.2021 auch über 60-Jährige mit dem Impfstoff von AstraZeneca geimpft werden, soweit im Einzelfall keine höher priorisierten Patienten mehr verfügbar sind.
https://www.impfen-sh.de/sh/start/termine

Schmitz

(eMail: H-Schmitz1965@web.de) schrieb am 28.04.2021 um 15.28 Uhr:
Ja ich Versuche auch schon seit Öffnung der Gruppe 2 einen Termin zu bekommen als COPD Patient und letztens gab es 60000 Dosen und obwohl ich zu Beginn in der Warteschlange war,hätte ich Platz 173***!
Ich denke das ich weiter im Haus bleiben bis der Spahn bettelt das man sich Impfen lassen soll. Dann bekomme ich sicher was zum Osterfest 2023 so Gott will.