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Beratungstelefon für Betroffene im Fall von Terroranschlägen

Schleswig-Holstein: Seit Samstag, dem 1. Mai 2021, hält die im Justizministerium eingerichtete Zentrale Anlaufstelle für Opfer von Straftaten und deren Angehörige zusammen mit dem Opferbeauftragten der Bundesregierung ein gemeinsames Beratungstelefon bereit, an das sich Betroffene wenden können, wenn sich in Schleswig-Holstein ein Terroranschlag ereignen sollte.

Nach einem solchen Ereignis können Betroffene (das heißt Verletzte, Angehörige, Hinterbliebene, Vermissende, Augenzeuginnen und -zeugen sowie Ersthelferinnen und Ersthelfer) unter der Nummer 0800/0009546 rund um die Uhr psychosoziale Unterstützung von ausgebildeten Fachkräften in Anspruch nehmen. Bei Bedarf werden weitere Hilfsangebote vermittelt.

Justizminister Claus Christian Claussen: "Mit diesem Beratungstelefon wird Schleswig-Holstein dank enger Zusammenarbeit mit dem Bund der gemeinsamen Verantwortung für eine bestmögliche, auch psychosoziale, Betreuung von Betroffenen nach einem terroristischen Anschlag gerecht."

Die Hotline ist Teil der Vorbereitungen, die in der Zentralen Anlaufstelle gemeinsam mit der Opferschutzbeauftragten, Ulrike Stahlmann-Liebelt, getroffen werden, um nach etwaigen Terroranschlägen oder sonstigen auf Straftaten zurückgehenden Großschadensereignissen in Schleswig-Holstein eine möglichst umfassende und niedrigschwellige Unterstützung aller Betroffenen sicherstellen zu können.

"Schleswig-Holstein geht damit einen weiteren wichtigen Schritt zur Stärkung des Opferschutzes und Optimierung der Opferhilfe innerhalb des Landes", unterstrich Justizminister Claussen. Das Beratungstelefon wird nach einem Terroranschlag in Schleswig-Holstein rund um die Uhr erreichbar sein. Die Nummer 0800/0009546 wird im Anschlagsfall unter anderem auf der Internetseite der Zentralen Anlaufstelle unter www.schleswig-holstein.de/opferschutz veröffentlicht.

Unabhängig davon steht die Zentrale Anlaufstelle für Opfer von Straftaten und deren Angehörige weiterhin für alle von Straftaten betroffenen Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner zur Verfügung. Sie ist postalisch über das Justizministerium, telefonisch unter 0431/988-3763 sowie per E-Mail unter zentraleanlaufstelle@jumi.landsh.de zu erreichen.

Mit dem Beratungstelefon soll eine  bestmögliche Betreuung von Betroffenen nach einem terroristischen Anschlag erreicht werden.

Mit dem Beratungstelefon soll eine bestmögliche Betreuung von Betroffenen nach einem terroristischen Anschlag erreicht werden.


Text-Nummer: 144689   Autor: JuMi SH/Red.   vom 03.05.2021 um 13.55 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Andre Warnke

schrieb am 04.05.2021 um 10.25 Uhr:
Terroranschläge?

Ich dachte, wir haben Platz, sind tolerant, mögen weltoffene Religionen, und haben sogar trotz Corona eine Asylneubeantragung im Zeitraum Januar- März von 26.000.

Warum sollen da Terroranschläge drohen?
Oder meint man in der linksgrünen Welt wieder vor 4 Personen warnen zu müssen, die unbewaffnet die Reichstagstreppe hinaufgelaufen sind und von unbewaffneten Beamten verbal aufgehalten wurden und spricht dort wieder von einem "Umsturzversuch?"

Es wäre doch interessant, dies einmal weiter zu erläutern? Zum Beispiel auch, ob man bei drohender "Terrorgefahr" wieder Ausgangssperren aussprechen will?

Wieland Wagner

schrieb am 04.05.2021 um 13.04 Uhr:
@Andre Warnke

Ja, es gibt Terroranschläge.
Leider.
Einer schlimmsten Terroranschläge innerhalb Deutschlands war übrigens der Anschlag auf das Oktoberfest im Jahr 1980.
Begangen von Anhängern der neonazistischen "Wehrsportgruppe Hoffmann".
Die tat forderte damals 13 Tote und 221 verletzt, 68 davon schwer.

Ich erinnere auch an den Anschlag von Oslo und Utöya im Jahr 2011, begangen von dem islamfeindlichen Rechtsterroristen A. Breivik.
77 Menschen kamen ums Leben, davon 69 Teilnehmer eines Zeltlagers einer Jugendorganisation.
Nun könnte man sagen, das dies nicht in Deutschland passiert ist, jedoch gibt es in den letzten Jahren zunehmend vergleichbare taten von Neonazis, Rechtsextremisten und rechten Verschwörungsphantasten.
Hier ein kurzer Überblick:

Taten des NSU von 2000 bis 2007 mit insgesamt 10 Toten.
Anschlag von Halle, begangen von einem Rechtsextremisten. Zwei Tote, nur ein glücklicher Umstand verhinderte weitere Opfer.

Anschlag in Hanau, ausgeführt von einem rechtsextremen Verschwörungsfanatiker, neun Tote.

Istha 2019 / Anschlag auf Walther Lübcke. Begangen von einem Rechtsextremisten. Dieser Fall steht exemplarisch für etliche s.g. "Todeslisten", welche immer wieder in rechtsextremen Kreisen erstellt werden.

Dann möchte ich noch an die zum Glück vereitelten Anschläge von Neonazis und Rechtsexctremisten erinnern, u.a. der "Freie Kräfte Prignitz", welche religiöse Gebäude stürmen wollten, oder der vom Neonazi M. Wiese geplante Sprengstoffanschlag auf eine Synagoge oder... oder... oder...

Sie sehen, dass Terror kein reines Impüostprodukt ist, sondern in großen Lettern auch das Siegel "Made in Germany" trägt.
Bevor Sie also wieder auf alles "linksgrüne" oder die Migrationspolitik schimpfen, sollte man zunächst vor der eigenen Haustür kehren.

Otto Schneider

schrieb am 04.05.2021 um 14.28 Uhr:
Wie wird das Telefon funktionieren?

Entweder ruft dann Niemand an, weil man so schnell und in dieser Ausnahmesituation die Nummer weder parat hat noch so schnell ausfindig machen wird.
So eingängig ist diese Nummer nicht, dass sie sich gut gemerkt werden kann.

Oder die Nummer wird dann im Notfall erneut bekannt gegeben, und die Leitungen brechen gleich zu Anfang zusammen, nicht das erste Mal...

Insgesamt möglicherweise nicht gut und zuende gedacht?!?

Schade um die Steuergelder dafür...

Oder vielleicht gleich nachbessern 🤔