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Stellenabbau bei Sana: Grüne fordern aktives Handeln

Lübeck: Archiv - 05.05.2021, 10.45 Uhr: Der designierte Grüne Kandidat für die Bundestagswahl und sozial- sowie gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen Bürgerschaftsfraktion Bruno Hönel ist bestürzt über den geplanten Arbeitsplatzabbau bei den Sana Kliniken. Dort sollen insgesamt circa 1.000 Arbeitsplätze wegrationalisiert und durch Outsourcing ersetzt werden. In Lübeck sind davon voraussichtlich rund 70 Mitarbeiter betroffen.

Hierzu erklärt Bruno Hönel:

(")Ein Outsourcing von Betriebsteilen in einem profitablen Klinikkonzern mitten in einer Pandemie und zulasten der Beschäftigten ist für uns und mich nicht hinnehmbar. Dass die Profitabilität ausgerechnet jetzt nach mehr als einem Jahr Pandemie durch Arbeitsplatzabbau noch weiter gesteigert werden soll, ist nicht nachvollziehbar. Und dass dies ausgerechnet auf dem Rücken der Beschäftigten geschehen soll, die in diesen anspruchsvollen Zeiten und auch schon vor der Pandemie bis an die Belastungsgrenzen und darüber hinaus geschuftet haben, empört.

Hier ist jetzt entschiedenes Handeln gefragt und keine Zeit zu verlieren. Wir fordern Bürgermeister Lindenau und auch die politischen Akteure auf Landesebene dazu auf, sich umgehend mit den Sana Kliniken, den Verantwortlichen der anderen Standorte und der betroffenen Bundesländer zusammen zu setzen, um möglichst viele dieser Arbeitsplätze zu retten. Dabei sollte darauf hingewirkt werden, dass der neue Dienstleister, der die ausgelagerten Funktionen wie Hol- und Bringdienst, Patientenbegleitdienst, Wäscheservice und Co. übernehmen soll, dafür auch das heute dort eingesetzte Personal der Sana Kliniken übernimmt. Dieser geplante Arbeitsplatzabbau ist eine besonders erschreckende Konsequenz einer Ökonomisierung und Privatisierung des Gesundheitswesens, die weder das Wohl der Patient in den Mittelpunkt stellen noch die Interessen der Beschäftigten angemessen berücksichtigen.

#Gesundheit darf keine Ware und kein Mittel zur Erzielung von Profit sein. Und besonders fatal ist es, wenn die Profitabilitätssteigerung alleine dadurch erreicht werden soll, dass sich die Löhne und Bedingungen für die Beschäftigten in outgesourcten Betriebsteilen verschlechtern. Das ist das Gegenteil von dem gesellschaftlichen Fortschritt, den wir uns wünschen. Um der Privatisierung und Ökonomisierung im Gesundheitssystem entgegenzuwirken, muss der Bund die Krankenhausfinanzierung reformieren und die Kliniken nach gesellschaftlichem Auftrag statt ausschließlich nach Fallpauschalen finanzieren. Zudem müssen Kommunen stärker bei der Gegenfinanzierung defizitärer städtischer Einrichtungen unterstützt werden.

Unter diesen Voraussetzungen würden Entscheidungen, wie die des Verkaufs der städtischen Kliniken Lübeck im Jahr 2002 nicht mehr notwendig sein und die Gesundheitsversorgung wäre langfristig auch in öffentlicher Hand gesichert. Wir sollten uns daher jetzt größte Mühe geben, die Folgen dieser verfehlten Politik für die Betroffenen hier in Lübeck und darüber hinaus abzumildern und im Sinne der Solidarität mit den Beschäftigten gemeinsam für deren Arbeitsplätze kämpfen.(")

Bruno Hönel ist bestürzt über den geplanten Arbeitsplatzabbau bei den Sana Kliniken.

Bruno Hönel ist bestürzt über den geplanten Arbeitsplatzabbau bei den Sana Kliniken.


Text-Nummer: 144731   Autor: Grüne Lübeck/Red.   vom 05.05.2021 um 10.45 Uhr

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