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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Beckergrube in Zukunft für Anlieger frei

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 07.05.2021, 15.28 Uhr: Die Beschilderung an der Beckergrube hat von Beginn an zu viel Kritik geführt. Die Liste der Ausnahmen vom Verkehrsverbot ist lang. Die Stadt wechselt jetzt die Schilder. In Zukunft sind "Anlieger frei", also zum Beispiel auch Autofahrer, die jemanden abholen möchten.

"Es wird beobachtet, dass weiterhin einige Autos verkehrswidrig durch die Beckergrube fahren", teilt die Stadtverwaltung mit. "Die Schilder seien zu klein, die Kontrollen zu wenig - so liest und hört man. Die Hansestadt Lübeck hat mehr Vertrauen in die Fahrkünste und die Regeltreue der Bürger, will aber doch nicht untätig bleiben."

Es werden nun verstärkt Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und die Beschilderung soll vereinfacht werden. Die lange Liste an Ausnahmen wie Anwohner, der Linienbus- und Lieferverkehr, die berechtigt durch die Beckergrube fahren, wird in Kürze unter „Anlieger frei“ zusammengefasst. "Diese Regelung erschwert die Überwachung, wird und kann aber trotzdem vorgenommen werden und ist für die Erfassung des Sachverhalts für alle Verkehrsteilnehmer zielführender", meint die Stadtverwaltung.

Befragungen zum Verkehrsversuch

Jetzt beginnen auch Interviews mit den verschiedenen Gruppen von Anliegern der Beckergrube und Breiten Straße, unter anderem auch mit den Grundstückseigentümern. Die Hansestadt Lübeck hat die Technische Hochschule Lübeck, Fachbereich Bauwesen, Soziologie der gebauten Umwelt, gebeten, diese Interviews unter Einbindung von Studenten durchzuführen. Es sollen die unterschiedlichen Wahrnehmungen zum Projekt Beckergrube und des Verkehrsversuchs erfragt, über Vor- und Nachteile der Umgestaltung gesprochen und mögliche Perspektiven für eine Weiterentwicklung der Straße erörtert werden.

Wer in der Beckergrube oder in der Breiten Straße zwischen Beckergrube und Koberg wohnt, arbeitet oder dort eine Immobilie besitzt und an der empirischen Befragung teilnehmen möchten, kann sich dafür bis zum 18. Mai 2021 per E-Mail an stadtplanung@th-luebeck.de anmelden. Selbstverständlich werden alle Aussagen aus dem etwa 45 bis 60-minütigen Interview den wissenschaftlichen Gepflogenheiten entsprechend vertraulich behandelt.

Die Ergebnisse des Verkehrsversuchs sollen im Spätsommer in den begehbaren roten Containern im Rahmen einer neuen Ausstellung gezeigt werden, in der sich die Lübecker und Besucher zudem über das weitere Vorgehen im Projekt Beckergrube informieren können.

Weitere Planung

Der Umbau soll im Jahr 2023 bis zur Untertrave fortgesetzt werden. Die Kosten sollen bei etwa 7,7 Millionen Euro liegen. Davon trägt 3,5 Millionen Euro der Bund.

Die Liste der Ausnahmen fällt weg: Die Beckergrube wird eine normale Anliegerstraße. Foto: VG/Archiv

Die Liste der Ausnahmen fällt weg: Die Beckergrube wird eine normale Anliegerstraße. Foto: VG/Archiv


Text-Nummer: 144792   Autor: Presseamt Lübeck/VG   vom 07.05.2021 um 15.28 Uhr

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