Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Handball: Positiver Corona-Fall beim VfL

Lübeck: Archiv - 12.05.2021, 23.24 Uhr: Ein Spieler des VfL Lübeck-Schwartau wurde am Dienstag positiv auf das Coronavirus getestet. Nach ausführlicher Rücksprache mit dem Gesundheitsamt konnte das Spiel in der 2. Bundesliga gegen den TuS N-Lübbecke dennoch stattfinden. Die Lübecker gewannen in der Hansehalle mit 33:30 (14:12).

Am Mittwoch erhielt der VfL Lübeck-Schwartau die Nachricht aus dem Labor Stöcker, dass in der routinemäßigen PCR-Testreihe vom Dienstag ein positives Ergebnis aufgetreten ist. Der betroffene Spieler weist leichte Symptome auf, hatte aber bereits seit Samstag keinen Kontakt mehr zur Mannschaft und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Das Gesundheitsamt Lübeck kam nach der intensiven Auswertung des Testergebnisses zu dem Entschluss, dass der Spieler noch nicht ansteckend gewesen ist. Alle anderen PCR-Tests sind negativ ausgefallen. Nach einem weiteren Schnelltest vor dem Spiel konnte die Partie wie geplant ausgetragen werden.

Der VfL Lübeck-Schwartau feierte am Mittwochabend trotzdem einen überzeugenden Heimsieg gegen den Tabellenzweiten. Obwohl dem VfL fünf Spieler verletztungs- und krankheitsbedingt fehlten, zeigte das Przybecki-Team eine über 60 Minuten konstant starke Leistung. Neuzugang Borchert überzeugte im Tor (Neun Paraden), Niels Versteijnen wurde mit 14 Toren zum Matchwinner. „Das habe ich vielleicht in der Jugend mal geschafft“, freute sich Versteijnen über seine Leistung, lobte aber auch prompt seine Mitspieler. „Wir haben heute als Mannschaft überzeugt, sind nasch den vielen Ausfällen noch enger zusammengerückt“, so der Niederländer.

Dabei gab es schon im ersten Angriff eine Hiobsbotschaft für den VfL: Finn Kretschmer knickte nach einem Foulspiel beim Wurf von Außen um und konnte vortan nicht mehr mitwirken. Dafür konnte sich Torhüter Julián Borchert, der für den erkrankten Nils Conrad im Tor stand, direkt mit zwei Paraden auszeichnen. Vorne setzte VfL-Trainer Piotr Przybecki auf zwei Kreisläufer, um die kompakte 6-0-Abwehr der Gäste auszuhebeln. Den ersten
Treffer der Partie gab es erst nach knapp fünf Minuten zu sehen - Speckmann traf zum 1:0
(5.).

Die Verunsicherung nach der Niederlage in Konstanz war bei den Gastgebern zu Beginn deutlich spürbar. Technische Fehler und Fehlwürfe - aber auch sehenswerte Spielzüge. Löfström traf nach feinem Zuspiel von Markus Hansen zum 3:3-Ausgleich (11.). Jetzt fand das Przybecki-Team immer besser in die Partie, die Kreisläufer rissen Lücken, der Rückraum agierte beweglich. Martin Waschul traf von Außen zum 6:3 und zur Drei-Tore-Führung (17.).

Trotz der zahlreichen Ausfälle konnte der VfL in dieser Phase sogar zwei Zeitstrafen kurz hintereinander verkraften. Markus Hansen erzielte in Unterzahl nach einem Tempogegenstoß den Treffer zum 11:8 (24.). Nach einer konzentrierten und konstanten Leistung in der ersten Halbzeit ging der VfL schließlich mit einer 14:12-Führung in die Pause. Der starke Julián Borchert konnte bei seinem Debüt bereits in der ersten Hälfte sieben Paraden verbuchen.

„Ein anderes Gesicht“ als in Konstanz wollte VfL-Trainer Piotr Przybecki im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten sehen - und sein Team lieferte auch zu Beginn des zweiten Durchgangs. Niels Versteijnen knallte die Kugel zum 18:15 in die Maschen, doch dann gab es nach dem Kretschmer-Ausfall den nächsten Rückschlag. Markus Hansen wurde nach der dritten Zwei-Minuten-Strafe mit der roten Karte in die Kabine geschickt (39.) und Julius Lindskog Andersson musste nach einem Schlag ins Gesicht minutenlang behandelt werden - die ohnehin angespannte Personalsituation wurde weiter strapaziert.

Und trotzdem marschierte der VfL weiter, Versteijnen traf aus allen Lagen und auch Melf Hagen konnte sich als Vertreter von Lindskog Anderson in die Torschützenliste eintragen. Nur: Das Tempospiel der Gäste bekamen die Lübecker jetzt nicht mehr in den Griff, immer wieder traf Lübbecke nach der schnellen Mitte. Jasper Bruhn besorgte von Außen das 23:21 für die Hausherren (47.), Versteijnen stellte mit dem Siebenmeter zum 25:22 den Drei-Tore- Vorsprung wieder her (50.).

Das Spiel blieb spannend und offen, weil Lübbecke gewaltig aufs Tempo drückte, den VfL immer wieder überrannte. Doch vorne blieben die Schwartauer treffsicher - Jasper Bruhn erzielte das 29:26 (55.), Fynn Gonschor erhöhte wenig später auf 30:26 (56.). Und doch wurde es noch einmal eng. Erst nach Löfströms Treffer zum 32:28 (59.) war die Partie entschieden.

„Das war eine Achterbahnfahrt der Gefühle“, freute Piotr Przybecki nach dem Spiel. „Wir haben es geschafft, nach nur zwei Trainingseinheiten und trotz der Ausfälle eine solche Leistung abzurufen. Da kann man sehen, was Disziplin und Wille ausmachen. Wir haben heute als Mannschaft eine bärenstarke Leistung gezeigt.“

Im Original-Ton hören Sie Markus Hansen zum Spiel.

Der VfL gewann am Mittwochabend zu Hause mit 33:30 gegen Lübbecke.

Der VfL gewann am Mittwochabend zu Hause mit 33:30 gegen Lübbecke.


Hier hören Sie den Originalton:

Text-Nummer: 144888   Autor: VfL/red.   vom 12.05.2021 um 23.24 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.