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Virtuell und vor Ort: Lübeck ist beim Museumstag dabei

Lübeck: Archiv - 14.05.2021, 09.04 Uhr: „Museen digital und analog entdecken!“ lautet das Motto des diesjährigen Internationalen Museumstages am 16. Mai. Auch die Lübecker Museen schließen sich an und ermöglichen Museumsbegeisterten am kommenden Sonntag verschiedene Wege, die Häuser des Verbundes zu besuchen.

So können die Museen am 16. Mai zu den jeweils regulären Öffnungszeiten bei freiem Eintritt besucht werden. Wer sich in Pandemiezeiten jedoch nach wie vor am heimischen PC wohler fühlt, hat die Möglichkeit, sich mithilfe unterschiedlicher virtueller Programmpunkte und Videos unter www.die-luebecker-museen.de auf die Reise durch die Welt der Lübecker Museen zu begeben. Als Highlight wartet ein 360° Rundgang durch das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk mit digitaler Liveführung durch Museumsleiterin Dr. Bettina Braunmüller auf Interessierte. Die ca. einstündige Führung startet um 11 Uhr unter is.gd/24QTbk

Im Günter Grass-Haus gibt es seit Kurzem ein neues gestenbasiertes Quiz rund um die Blechtrommel, das von Deutschrapper und Luca App-Gesicht Smudo moderiert wird. Dabei testet man nicht nur sein Wissen zum Jahrhundertroman, sondern lernt auf lustige Weise auch noch etwas dazu – ein Wissen, dass man nicht nur als Lübecker im Hinblick auf den berühmten Literaturnobelpreisträger der Stadt Günter Grass natürlich unbedingt haben sollte! Auch können die Besucher des Museums noch in die beeindruckenden Fotografien des türkischen Schriftstellers Orhan Pamuk eintauchen und vom Bosporus träumen.

Das Museum Behnhaus Drägerhaus an sich ist schon eine Marke: Das klassizistische Stadtpalais, das Ruhe ausstrahlt und Geschichte atmet, ist immer einen Besuch wert. In diesem zauberhaften Ambiente können nicht nur Originalgemälde von Edvard Munch und Caspar David Friedrich bestaunt werden, aktuell ist auch eine emotional aufwühlende Ausstellung mit dem Titel „Angst kommt vor dem Schrei“ von Ute Friederike Jürß und Feridun Zaimoglu zu sehen. In den Zeiten des Umbaus des Buddenbrookhauses bekommt man im Behnhaus noch mehr für sein Geld, da die Buddenbrooks derzeit mit ihrer Interimsausstellung dort zu Gast sind.

Wer im wahrsten Sinne des Wortes Lust hat, mit seinen eigenen Vorurteilen aufzuräumen, der ist in der Ausstellung „Sex und Vorurteil“ der Lübecker Völkerkundesammlung im St. Annen-Museum derzeit herzlich willkommen. Selbstverständlich hat das St. Annen-Museum selbst aber auch noch viel mehr zu bieten – von mittelalterlichen Altären über Gemälde deutscher und niederländischer Meister bis hin zu Alltagsgegenständen des historischen Lübeck gibt es in den ehemaligen Klostermauern alles zu entdecken, was einen in die Geschichte der Stadt eintauchen und sie noch besser kennenlernen lässt. Und wer einmal kurz Luft schnappen möchte, wird sich über den zauberhaften Puppenhof mit den barocken Skulpturen der Puppenbrücke sicher sehr freuen.

Und dann wäre da natürlich noch der Klassiker: Das Holstentor. Jeder kennt es, jeder liebt es. Und natürlich hat man das weltbekannte Bauwerk schon hunderte Male gesehen. Aber war auch schon jeder in der Folterkammer im Museum, das sich darin befindet? Herrschte innen wirklich immer Eintracht? Dies gilt es herauszufinden! Für die ganze Familie ist das Angebot des Lübecker Museums für Natur und Umwelt gedacht: Fossile Wale, Gesteine und Mineralien zeugen von der Jahrtausendealten Geschichte der Erde, während die Naturerlebnisausstellung „Von Flüssen und Meer“ die Gäste buchstäblich in die verschiedenen Lebensräume von Wakenitz, Trave und der nahen Ostsee eintauchen lässt. Auch allerlei lebendiges Getier von der Sumpfschildkröte bis hin zur Ringelnatter freut sich auf Besuch.

Und für die Fortgeschrittenen, die die üblichen touristischen Pfade auf Lübecks Altstadtinsel verlassen und neue Wege gehen möchten, wartet noch das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk im Stadtteil Kücknitz auf seine Besucher. Hier wird sich fernab von jeder erhabenen Kunst um die handfesten Dinge des Lebens gekümmert – wie sah das Arbeiterleben auf der Flenderwerft und im Hochofenwerk aus, das die Stadtgeschichte geprägt hat? Außerdem ist dort noch die Sonderausstellung „Not macht erfinderisch“ zu sehen, die zeigt, wie man aus Kriegsgegenständen nach dem Zweiten Weltkrieg (mehr oder weniger hübsche) Alltagsdinge herstellte.

Auch das Holstentor kann am Sonntag kostenlos besucht werden.

Auch das Holstentor kann am Sonntag kostenlos besucht werden.


Text-Nummer: 144899   Autor: Museen   vom 14.05.2021 um 09.04 Uhr

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