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ADFC: Radfahren wie in der Geisterbahn

Lübeck: Archiv - 17.05.2021, 15.02 Uhr: Der Neubau der Bahnhofsbrücke führt zu Einschränkungen beim Verkehr. Der ADFC hat allerdings eine Vielzahl von Problemen auf dem Abschnitt Lindenplatz bis zur Marienstraße entdeckt. Der Verein spricht von einem "Geisterbahn-Radweg".

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"Um die Verkehrsteilnehmer auf die zukünftige Situation einzustimmen, hat die Stadt ein befristetes Event geschaffen: den Lübecker Geisterbahnradweg. Von der Marienbrücke bis zur Werner-Kock-Straße sind es nur 850 Meter, man braucht also nicht mehr Zeit dafür als etwa drei Fahrten mit einer Jahrmarktsgeisterbahn. Und auch das Konzept ist ähnlich: mäßig angespannte Abschnitte wechseln sich mit plötzlichen Gruselereignissen ab", so Wolfgang Raabe von Lübecker ADFC.

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So stehe vor Matthäikirche auf beiden Seiten der Straße Wegweisertafeln für den Kfz-Verkehr. "Diese Tafeln stehen nicht etwa auf dem Baum- und Parkstreifen zwischen Radweg und Fahrbahn, sondern auf dem Gehweg, direkt neben dem ohnehin zu schmalen Radweg, und nicht mit mindestens 25 Zentimeter Abstand, wie es die Regelwerke fordern", so Raabe. Ein sicheres Aufstellen der Schilder sei einfach möglich.

Nächstes Problem: Auf dem ohnehin schmalen Radweg in Richtung Fackenburger Allee gibt es Gegenverkehr. Auch das hat seinen Grund: der Radweg ist hier in beide Richtungen freigegeben, weil auf der südlichen Straßenseite Leitungen verlegt werden. Dort verbleibt deshalb für Fußgänger und Radfahrer teilweise weniger als ein Meter Platz zwischen Bauzaun und geparkten Autos. Aber auch auf der freien Seite wird es eng. Am Marquardplatz teilen sich Fußgänger und Radfahrer für beide Fahrtrichtungen eine Breite von 1,1 Meter. "Zwischen der stillgelegten Bushaltestelle und dem Radweg wurde noch schnell ein Bauzaun aufgestellt, hinter dem sich fast nichts befindet, der aber den schmalen Radweg trotz angeordneten Zweirichtungsverkehrs noch weiter einengt", berichtet Raabe. Bis zur Bahnhofsbrücke gibt es zahlreiche weitere Engstellen.

An der Werner-Kock-Straße gibt es eine missverständliche Radwegebeschilderung und eine nicht entfernte Bodenschwelle stellt einen Gefahrenpunkt dar.

Der ADFC ist froh, dass einige seiner Anregungen bereits von der Bauverwaltung aufgenommen wurden: "Andererseits bestand keine Bereitschaft, zwischen Lindenplatz und Schwartauer Allee eine Umleitung für Radfahrende über Werftstraße und Bahnweg auszuschildern, und auch die sturzgefährdende Bodenschwelle an der Werner-Kock-Straße wurde noch immer nicht entfernt. Vor allem aber gefährden nach wie vor regelwidrige Einengungen die Gesundheit von Radfahrern und Fußgängern."

Stolperfallen, Einengungen und schlecht platzierte Schilder: Der ADFC kritisiert die Führung des Radverkehrs im Bereich der Bahnhofsbrücke. Fotos: ADFC

Stolperfallen, Einengungen und schlecht platzierte Schilder: Der ADFC kritisiert die Führung des Radverkehrs im Bereich der Bahnhofsbrücke. Fotos: ADFC


Text-Nummer: 144963   Autor: ADFC/red.   vom 17.05.2021 um 15.02 Uhr

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