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SPD Ratekau kritisiert Landes-Kita-Reform

Ostholstein: Archiv - 19.05.2021, 13.41 Uhr: Die Kita-Reform der Landesregierung ist weiter in der Diskussion. Dazu hatte die SPD Ratekau bereits am 3. Mai 2021 zur Online-Gesprächsrunde eingeladen. Die SPD-Landtagsabgeordnete, Sandra Redmann, moderierte die digitale Veranstaltung, an der auch Mitarbeiter aus Gemeinde-Verwaltungen, Vertreter der Kita-Trägerverbände sowie Eltern aus dem Kreis Ostholstein und die Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein, Serpil Midyatli, teilnahmen.

Midyatli ist zudem Fraktionssprecherin für KITA und Familienpolitik, sowie für Integration undFlüchtlinge und hat sich besonders für das Thema Kita-Reform eingesetzt. "Die Ziele, die sich die Landesregierung gesetzt hatte, wurden nicht umgesetzt, wie zum Beispiel die finanzielle Entlastung der Eltern und Kommunen bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung" so Serpil Midyatli. Ganz im Gegenteil. In der Gemeinde Ratekau drehe sich die Kostenspirale der Beiträge in drei Stufen weiter nach oben.

Laut Mehrheitsbeschluss der Gemeindevertretung würden Eltern im Jahr 2024 knapp 50 Prozent mehr bezahlen müssen als heute. Die SPD Gemeinde Ratekau zeige dafür kein Verständnis und stelle zuletzt im März klar: Nicht mit uns.

Die Bundesregierung habe dem Land Schleswig-Holstein bis zum Jahr 2022 im Rahmen des Gute-Kita-Gesetzes 191 Millionen Euro zugesichert – ein Teil dieses Geldes sei bereits geflossen. Laut Serpil Midyatli sei diese Fehlentwicklung nicht nur der Landes - SPD, sondern auch dem Städte- und Gemeindetag aufgefallen. "Die Jamaika-Koalition hat die zur Verfügung gestellten Bundesmittel nur dazu verwendet, die durch die Kita-Reform gesetzten Mindeststandards umzusetzen."

Mindeststandards seien aber keine Verbesserung – wie sich auch in Ratekau zeigt. Mit deutlichen Worten mahnte der Städte- und Gemeindetag das unbefriedigende Ergebnis schon vor Monaten an und verwies auf das Konnexitätsprinzip, mit dem das Land dazu verpflichtet sei, die Kommunen zu entlasten. In der Online-Veranstaltung wurde ebenso deutlich, dass der Fachkräftemangel enorm sei. Die erzieherische und sozialpädagogische Ausbildung müsse attraktiver gestaltet und besser vergütet werden, fordert die SPD in Richtung Landesregierung. Für die SPD werde dies ein zentrales Thema bleiben. Beste Bildung im Kitabereich müsse beitragsfrei sein und Fachkräfte müssen gerecht bezahlt werden. Dafür werden Serpil Midyatli und Sandra Redmann sich im Bildungsausschuss vehement einsetzen.

Auch die Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein, Serpil Midyatli, nahm teil. Foto: Thomas Eisenkrätzer

Auch die Landesvorsitzende der SPD Schleswig-Holstein, Serpil Midyatli, nahm teil. Foto: Thomas Eisenkrätzer


Text-Nummer: 144995   Autor: SPD Ratekau/Red.   vom 19.05.2021 um 13.41 Uhr

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