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Grüne: Generation Corona in den Fokus rücken

Lübeck: Archiv - 19.05.2021, 11.32 Uhr: Obwohl Kinder und Jugendliche besonders stark unter den pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen und Schließungen leiden, gibt es aus Sicht der Grünen Bürgerschaftsfraktion für Kinder und Jugendliche bislang keine ausreichenden Unterstützungsangebote. Die Grünen fordern daher sowohl kurzfristige Verbesserungen des Freizeitangebots als auch eine dauerhafte Verbesserung der Jugend- und Schulsozialarbeit sowie psychologischer Hilfsangebote.

Dazu erklärt Karin Burakowski, Mitglied im Jugendhilfeausschuss für die Grüne Fraktion:

(")Schon seit dem vergangenen Herbst wird von vielen Seiten im Zusammenhang mit Öffnungsperspektiven und Pandemiebewältigung betont: Kinder und Jugendliche zuerst. Leider müssen wir feststellen, dass dieser richtige Leitsatz bislang nicht hinreichend berücksichtigt wird. Für Kinder und Jugendliche gibt es nach über einem Jahr Pandemie viel auf- und nachzuholen. Das gilt insbesondere für die soziale Entwicklung und seelische Gesundheit, ebenso wie für schulische Inhalte sowie Sport- und Freizeitaktivitäten. Die Kinder und Jugendlichen haben viel Solidarität und Ausdauer bewiesen, sie haben einen besonders großen Beitrag geleistet und müssen jetzt etwas zurückbekommen.

In der Bürgerschaft beantragen wir daher unter anderem zusätzliche mobile Skater-Anlagen, die kurzfristig und vorübergehend die vorhandene und schon vor der Pandemie stark frequentierte Anlage in der Kanalstraße ergänzen soll während der Bau der Skater-Anlage in Travemünde auf sich warten lässt. Zusätzliche fordern wir die Stadt auf, kostenfreie Schwimmangebote zu schaffen und darauf hinzuwirken, dass Kinder und Jugendliche bei Trainingszeiten von Sportplätzen und -hallen Vorrang bekommen.(")

Bruno Hönel, Bürgerschaftsmitglied und sozialpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion, weiter:

(")Kinder und Jugendliche leiden besonders unter den Kontaktbeschränkungen und Schließungen, weil sich ihre sozialen und emotionalen Kompetenzen noch in der Entwicklung befinden. Deshalb müssen wir dringend dafür sorgen, dass der Kontakt zu Gleichaltrigen so schnell wie möglich wieder stattfinden kann. Die Folgen der Pandemie müssen aufgearbeitet und der Vereinsamung entgegengewirkt werden. Dafür sind neben zusätzlichen Freizeitangeboten und Lernunterstützung in Form von Mentorenprogrammen auch Verbesserungen im Therapieangebot nötig. Denn die aktuell monatelangen Wartezeiten bei psychotherapeutischem Hilfebedarf können dazu führen, dass Probleme sich verschärfen, weil frühzeitige Unterstützung fehlt. Viele Familien sind überlastet, Hilfetelefone klingeln heiß, die häusliche Gewalt nimmt zu. Der Ausbau der Kassensitze für Psychotherapie ist daher dringend überfällig.

Wir können es uns nicht erlauben, diese Herausforderungen der ‚Generation Corona‘ zu verschleppen, die seit über einem Jahr auf so viel Bildung, Förderung und Entwicklung verzichten musste. Als die Schulen im Winter noch fast flächendeckend geschlossen waren, galten in Büros und Industrieunternehmen nur weiche Maßnahmen. Aktuell sind es in der Impf-Kampagne wieder die Jüngsten, die zurückstecken. Viele Kinder und Jugendliche fühlen sich vergessen. Wir Grüne wünschen uns, dass alle demokratischen Parteien bei diesem wichtigen Thema jetzt an einem Strang ziehen und die Stadtverwaltung bei der Ausgestaltung des Lernsommers sowie der weiteren Angebote eine proaktive Rolle einnimmt.(")

Bruno Hönel ist Bürgerschaftsmitglied und sozialpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion.

Bruno Hönel ist Bürgerschaftsmitglied und sozialpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion.


Text-Nummer: 145001   Autor: Grüne Lübeck/Red.   vom 19.05.2021 um 11.32 Uhr

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