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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Impfgipfelchen: Stegner gibt sich enttäuscht

Schleswig-Holstein: Archiv - 28.05.2021, 10.42 Uhr: Gestern, am 27. Mai, haben sich Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder zu einem Impf-Gipfel getroffen. Thema war unter anderem das Impfen von Kindern. Es sei bei einem Impfgipfelchen geblieben, kritisiert der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ralf Stegner und gibt sich enttäuscht.

Ralf Stegner:

(")Die Impfungen bleiben unser bester Weg aus dieser Pandemie. Sie sind der Schlüssel, um die Infektionszahlen dauerhaft in den Griff zu bekommen und aus dem unheilvollen ständigen Kreislauf von Verschärfungen und Lockerungen auszubrechen. Wir sollten uns gemeinsam über jede Impfung freuen. Wer sich impfen lässt, schützt nicht nur sich selbst, sondern auch andere. Und diese Botschaft wird in den kommenden Wochen und Monaten noch wichtiger werden. Wir müssen die Akzeptanz erhalten und zwar indem wir alles vermeiden, was unnötigen Frust schafft. Die Menschen verstehen, dass nicht jeder sofort geimpft werden kann. Aber die Menschen verstehen nicht, dass sie Woche für Woche wieder Stunden vor dem PC verbringen sollen, um mit anderen digital um die knappen Termine zu ringen. Das ist frustrierend. Das alles hätte man besser organisieren müssen. Es ist richtig, dass die Landesregierung sich endlich bewegt – zumindest ein bisschen.

Es ist ebenfalls richtig, dass die Priorisierung bei den Haus- und Fachärzten ab dem 7. Juni wegfällt, weil das dem klaren Signal vieler Hausärzte entspricht – die ihre Patienten am besten kennen – und widerspiegelt, dass mit konstanteren Lieferungen zu rechnen ist. Darüber hinaus brauchen wir eine Impf-Kampagne, die sich vor allem auch an diejenigen richtet, die sonst nur schwer vom Staat zu erreichen sind. Unser Vorschlag sieht hier beispielsweise Impfbusse für sozial benachteiligte Quartiere vor. Wir dürfen Familien nicht alleine lassen mit der Verantwortung für Impftermine. Wir dürfen nicht zulassen, dass sich die Gesellschaft in eine durch geimpfte und eine nicht geimpfte Klasse teilt.

Wir begrüßen, dass Biontech/Pfizer einen Zulassungsantrag für die Impfung von Kindern und Jugendlichen gestellt hat. Kinder und Jugendliche müssen zeitnah geimpft werden. Wenn es keine Zulassung vor den Schulferien geben sollte, müssen wir uns darauf vorbereiten, möglichst viele Kinder und Jugendliche in den Ferien zu impfen. Beginnen sollten wir in den Ländern, wo die Schule zuerst wieder losgeht.

Besonders Jugendliche haben ganz besondere Belastungen hinnehmen müssen. Psychische Folgen müssen so gut es geht abgemildert werden und darum ist Tempo hier entscheidend.

Letztlich blieb es gestern aber bei einem Impfgipfelchen: Es gibt nicht mehr Impfstoff, aber eine größere Gruppe von Impfberechtigten. Das löst das Problem nicht und schafft keine Klarheit für die Eltern. Es gibt keine klaren Empfehlungen und es zeigt sich einmal mehr, dass Jens Spahn ein reiner Ankündigungsminister ist.(")

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ralf Stegner kritisiert fehlende Klarheit für Eltern. Foto: Archiv/JW

Der Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Ralf Stegner kritisiert fehlende Klarheit für Eltern. Foto: Archiv/JW


Text-Nummer: 145178   Autor: SPD LTSH/Red.   vom 28.05.2021 um 10.42 Uhr

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