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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Greenpeace demonstrierte erneut gegen Billigfleisch

Lübeck - Innenstadt: Archiv - 29.05.2021, 16.35 Uhr: Greenpeace-Aktive protestieren am Samstag in der Lübecker Innenstadt vor zwei Edeka-Filialen dagegen, "dass die Edeka-Gruppe weiterhin Fleisch aus tierschutzwidriger Haltung verkaufen will", so die Teilnehmer.

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Plakate im Stil von Warnhinweisen auf Zigarettenpackungen zeigten die Folgen der Billigfleisch-Produktion für Tiere, Artenvielfalt und Klima. Auch Kunden konnten Edeka auf Postkarten auffordern, das Tierleid zu beenden. "Edeka wirbt dreist mit seiner Liebe für Lebensmittel, beim Schutz der Lebensgrundlagen für zukünftige Generationen ist die Liebe aber schnell vorbei", sagt Ingrid Boitin von Greenpeace Lübeck. "Als größter Lebensmitteleinzelhändler muss Edeka aufhören, Billigfleisch auf Kosten von Mensch, Tier und Umwelt zu verramschen."

Konkurrenten wie Lidl und Rewe hätten bereits mit Zeitangaben angekündigt, in Zukunft kein Frischfleisch aus der schlechtesten Stufe 1 der freiwilligen Kennzeichnung ‘Haltungsform’ mehr anzubieten. "Das Edeka-Unternehmen mit der Discounter-Tochter Netto setze jedoch auch weiterhin auf Fleisch aus industrieller Tierhaltung, das als weltweit größter Naturzerstörer wichtige Ökosysteme wie Regenwälder vernichtet und enorme Treibhausgasemissionen verursacht", so Greenpeace. Die Edeka-Gruppe sei mit einem Nettoumsatz von rund 61 Milliarden Euro im Jahr 2019 das umsatzstärkste Unternehmen im deutschen Lebensmittelhandel.

Greenpeace stuft die Produktion von Fleisch der Haltungsform 1 und 2 als tierschutzwidrig ein und fordert daher vom gesamten Handel den Ausstieg aus dieser Art von Tierhaltung. Zudem fehle an den prestigeträchtigen Edeka-Bedientheken oft die für Kunden wichtige Transparenz: Eine bundesweite Greenpeace-Recherche zeige "große Lücken bei der Kennzeichnung, zudem kann das Verkaufspersonal die Kundschaft zu Tierhaltung und Kennzeichnung oft nicht ausreichend informieren".

"Edeka steckt scheinbar mehr Geld in Imagearbeit und Werbung für Billigfleisch als in die Schulung des Verkaufspersonals", so Ingrid Boitin. "Die heutige Lebensmittel- und vor allem Fleischproduktion hat eine Schlüsselrolle beim Umwelt- und Klimaschutz. Unternehmen wie Edeka müssen ihre gesellschaftliche Verantwortung endlich ernst nehmen und aufhören, Billigfleisch zu bewerben und zu verkaufen."

Der Aktionstag findet zeitgleich in mehr als 30 Städten in ganz Deutschland statt.

Die Demonstranten forderten einen Verkaufsstopp von Fleisch aus Haltungsformen der Kategorien 1 und 2. Foto: Greenpeace

Die Demonstranten forderten einen Verkaufsstopp von Fleisch aus Haltungsformen der Kategorien 1 und 2. Foto: Greenpeace


Text-Nummer: 145201   Autor: Greenpeace/red.   vom 29.05.2021 um 16.35 Uhr

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