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Beurlaubung als Fehltage: Eltenbeirat reagiert empört

Schleswig-Holstein: "Die Schüler sollen durch die Pandemie keine Nachteile haben" hieß es ursprünglich seitens der Politik. Nach einer Information des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (MBWK) sollen den Schülern aber jetzt die Stunden aufgrund einer Beurlaubung vom Präsenzunterricht als "entschuldigte Fehltage" auf den Zeugnissen vermerkt werden. Für den Landeselternbeirat der Gemeinschaftsschulen (LEB GemS SH) ist es nicht nachvollziehbar.

Er befürchtet, dass den Schülern durch die Pandemie so Nachteile entstehen würden. Bei Einführung der Möglichkeit zur "Beurlaubung aus wichtigem Grund" sei ein einfaches Verfahren angeboten worden. Weder bei Einführung noch einer der diversen Verlängerungen des Erlasses sei erwähnt worden, dass diese Zeiten als Fehlstunden auf den Zeugnissen vermerkt werden würden. Auch sei es unerheblich, dass nun vonseiten des MBWK auf das Schulgesetz und die Zeugnisverordnung verwiesen werde.

Der Landeselternbeirat kritisiert:

(")Wir alle, aber vor allem die Schülerinnen und Schülern befinden sich seit Beginn der Corona-Pandemie in einer absoluten Ausnahmesituation. Das Credo der Bildungsministerin Frau Prien war stets, dass niemanden durch die Pandemie Nachteile entstehen sollen. Heute möchten wir Frau Prien an diese Zusage erinnern und fordern eine Lösung, die Stunden der Beurlaubung nicht auf den Zeugnissen zu vermerken. Sicherlich vermag es für Schülerinnen und Schülern der frühen Jahrgänge zu keinem Nachteil führen und in den Abgangszeugnissen dürfen die Fehlstunden keine Beachtung finden. Hierbei wird jedoch vergessen, dass die Halbjahres- und sonstigen Jahrgangszeugnisse ebenfalls eine große Relevanz für SuS haben, denn üblicherweise erfolgt mit diesen und nicht den Abgangszeugnissen eine Bewerbung auf Ausbildungs-, Arbeits- und Praktikumsplätze.

Hierfür lediglich eine Bestätigung in der Art eines formlosen Blattes gemeinsam mit dem Zeugnis zu erhalten, in dem die Fehlstunden durch die Beurlaubung erläutert werden, ist bei weitem nicht ausreichend. Zudem erfolgt die Ausstellung dieser Bestätigung ausschließlich auf Antrag. Es besteht die begründete Sorge, dass SuS sich vor Arbeitgebern, oder anderen relevanten Personen, rechtfertigen zu müssen, aus welchem Grund, oder auf wessen Veranlassung die Beurlaubung erfolgte. In vielen Fällen waren hierfür jedoch nicht die SuS die treibende Kraft, sondern in erster Linie deren Eltern. Aus den genannten Gründen sehen wir für die SuS einen erheblichen Nachteil, für den sie weder verantwortlich sind noch die Entscheidung treffen konnten und insbesondere nicht im Vorfeld über die Folgen informiert waren. Dieser Umstand ist untragbar und wir fordern eine umgehende Anpassung der Zeugnisverordnung.(")

Der Landeselternbeirat befürchtet eine massive Benachteiligung der Schüler. Symbolbild: Archiv

Der Landeselternbeirat befürchtet eine massive Benachteiligung der Schüler. Symbolbild: Archiv


Text-Nummer: 145249   Autor: LEB GemS SH/Red.   vom 01.06.2021 um 11.56 Uhr

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