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Grüne: Bruno Hönel
Grüne: Bruno Hönel

Norddeutsche Länder kooperieren bei Wasser-Verteilung

Schleswig-Holstein: Archiv - 03.06.2021, 12.40 Uhr: Norddeutschland mit seinen ausgeprägten Küstenregionen ist zunehmend von den Auswirkungen des Klimawandels betroffen. Neben den Folgen des Meeresspiegelanstiegs und Sturmfluten führen Extremwetterereignisse wie Starkregen bis hin zu längeren Trockenperioden zu steigenden Beeinträchtigungen und Schäden für Mensch und Umwelt sowie zu erheblichen Sachschäden in Norddeutschland.

Die Betroffenheit Norddeutschlands hat den Blick auf die Ressource Wasser verändert. Auf der Regionalkonferenz des Bundes und der norddeutschen Länder zu den Folgen des Klimawandels wurde heute darüber beraten, welchen Herausforderungen sich die Länder im Umgang mit Wasser stellen müssen. Auf der Konferenz, die sich an eine breite Fachöffentlichkeit richtet, werden Erfahrungen ausgetauscht, wie Risiken und Schäden durch Starkregenereignisse und Trockenperioden auch für die kommenden Jahrzehnte möglichst gering gehalten werden können.

Die für die Anpassung an den Klimawandel federführenden Minister und Senatoren der norddeutschen Länder Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein haben deshalb heute eine intensivere Zusammenarbeit im Hinblick auf diese Extremwetterereignisse vereinbart. Sie haben sich dafür ausgesprochen, den Umgang mit der Ressource Wasser auf den Prüfstand zu stellen und über die zukünftige Verteilung von Wasser zu beraten.

Jan Philipp Albrecht, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung Schleswig-Holstein: „Während das Bewusstsein für Klimaschutz stetig wächst, ist eines nicht immer eindeutig: wie wir unser Handeln überdenken und an den Klimawandel anpassen können. Das beschreiben wir für Schleswig-Holstein in einem Fahrplan. So haben wir an der Nordseeküste bereits deutlich höhere Klimadeiche konzipiert und sogar errichtet, außerdem verstärken wir die Warften unserer Halligen, sodass sie dem Anstieg des Meeresspiegels standhalten. Wie sich die wasserwirtschaftliche Infrastruktur auch für die Niederungen anpassen lässt, erarbeiten wir zudem – und leisten vielerorts im Land mit der aktiven Wiedervernässung der Moore einen großen Beitrag für den Klimaschutz. Um all diese Anpassungen zu koordinieren, spielt der fachübergreifende Austausch zwischen Behörden, Ämtern und Institutionen eine große Rolle. Nur so können wir uns vergegenwärtigen, dass trotz mitunter konträrer Interessen das Ziel ein gemeinsames ist: dem Klimawandel gestärkt zu begegnen und den Klimaschutz zu forcieren.“

Die Minister haben weiterhin vereinbart, die Menschen vor Ort und die Unternehmen verstärkt in die Anpassungsprozesse mit einzubeziehen. Die Zusammenarbeit mit der Wissenschaft soll vertieft werden.

Die Regionalkonferenz wird reihum von einem der fünf norddeutschen Länder ausgerichtet. Die diesjährige Konferenz hat sich die mit dem Klimawandel einhergehende Zunahme von Extremwettereignissen wie Starkregen und Trockenheit als Themenschwerpunkt gesetzt.

Die norddeutschen Länder wollen bei der Wasserverteilung kooperieren. Foto: JW/Archiv

Die norddeutschen Länder wollen bei der Wasserverteilung kooperieren. Foto: JW/Archiv


Text-Nummer: 145316   Autor: MELUND   vom 03.06.2021 um 12.40 Uhr

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