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E-Roller und Jugendgruppen: Sicherheitsdienst in Stockelsdorf

Stockelsdorf: Die Gemeinde Stockelsdorf setzt im Bereich der Kirche und des Münzplatzes seit Anfang Mai mehrmals pro Nacht einen privaten Sicherheitsdienst zur Kontrolle des Bereichs ein. Grund sind Treffen von Jugendgruppen in diesem Bereich. Auch die Polizei ist informiert und kontrolliert den Bereich verstärkt.

"Natürlich habe ich Verständnis für die Situation der Jugendlichen in dieser Zeit, aber viele ältere Menschen die Rund um den Rathausmarktes wohnen, haben geschildert, dass sie inzwischen Angst haben auf die Straße zu gehen", berichtet Stockelsdorfs Bürgermeisterin Julia Samtleben.

Ein weiteres Problem seinen die E-Roller in diesem Bereich. "In Stockelsdorf ist in letzter Zeit leider vermehrt festzustellen, dass Jugendliche im Ortskern (Kirchenvorplatz, Rathausmarkt und Münzplatz) die Gehwege mit den Elektrorollern befahren", so die Bürgermeisterin. "Dieses ist aber nach der Straßenverkehrsordnung nicht zulässig. Das verbotswidrige Fahren auf einem Gehweg stellt eine Ordnungswidrigkeit dar und kann mit einem Bußgeld belegt werden. Ebenso verhält es sich, wenn mehr als eine Person einen Elektroroller nutzen. Sofern es sich dabei um minderjährige Fahrer handeln sollte, liegt die Verantwortung bei den Erziehungsberechtigten."

Polizei und ein privater Sicherheitsdienst werden den Ortskern von Stockelsdorf verstärkt kontrollieren.

Polizei und ein privater Sicherheitsdienst werden den Ortskern von Stockelsdorf verstärkt kontrollieren.


Text-Nummer: 145340   Autor: Gem. Stockelsdorf/red.   vom 04.06.2021 um 14.45 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Manfred Vandersee

schrieb am 04.06.2021 um 16.18 Uhr:
".. ein privater Sicherheitsdienst soll kontrollieren.."; Kontrollen des fließenden Verkehrs und Kontrolle von Personen sind hoheitliche Aufgaben und erfordern Polizeibefugnisse. Dazu sind ausschließlich "Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben" befugt, beispielsweise die Landespolizei, die Bundespolizei oder auch der Zoll. Andere Ordnungskräfte müssen diese Polizei dazu um Amtshilfe bitten, um polizeiliche Befugnisse, wie das Anhalten und Kontrollieren von Personen durchzuführen. Das darf auch nach der neuen "Landesverwaltungsgesetz" im Gegensatz zu anderen Bundesländern nach wie vor ausschließlich die Polizei.

Einige Gemeinden versuchen das zu unterlaufen und beauftragen Verwaltungsbehörden oder im schlimmsten Fall sogar Privatfirmen, die letztendlich im öffentlichen Raum so gut wie gar nichts dürfen, außer zu beobachten und zur Durchsetzung hoheitlicher Aufgaben im Ernstfall die Polizei zu holen. Da es sich in den meisten Fällen lediglich nur um Ordnungswidrigkeiten und nicht um schwere Straftaten handelt, gilt auch für Verwaltung und erst recht für private Sicherheitsdienste dann auch nicht der "Jedermannparagraph", sprich die beschuldigte Person darf sich dann selbstverständlich auch der Kontrolle durch Flucht entziehen.

Otto Schneider

schrieb am 04.06.2021 um 16.31 Uhr:
Nur weil es Jugendliche sind, haben die Älteren Angst?!?

Da stimmt doch etwas im System nicht!

Wird automatisch unterstellt, dass jugendliche Gruppen etwas Verbotenes anrichten.

Möglicherweise sollte mal die Grundhaltung dazu überprüft werden.

Nur weil Ältere "ihre Ruhe" haben wollen - das können sie später noch lange genug... - dürfen lebendige Jugendliche nicht zu Sündenböcken degradiert werden

Aufeinander zugehen, verstehen und tolerieren!

Alle waren mal jung und waren lebendig

André

schrieb am 04.06.2021 um 18.37 Uhr:
@Manfred Vandersee: ... aber es gibt kein Gesetz, welches Menschen (und dazu gehören auch solche, die bei einem privaten Sicherheitsdienst arbeiten) verbietet, andere Menschen ansprechen, wenn diese sich zum Beispiel Ruhestörend verhalten oder durch riskante Fahrmanöver auf Elektroscootern sich und andere Menschen gefährden. Es geht ja nicht um das Bestrafen, sondern um das Belehren.
Die Erfahrung zeigt, dass oft allein die Präsenz oder zumindest die gezielte Ansprache den notwendigen Erfolg bringen und ein Einsatz der Polizei überflüssig ist.

Angsthase

schrieb am 04.06.2021 um 19.16 Uhr:
Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin!


Ich würde es begrüßen, wenn Sie vorsichtshalber verstärkt Supermarktparkplätze auf ältere Menschen kontrollieren und wenn ihre Fahrzeuge zu unkontrollierbaren Gerätschaften werden.

Persönlicher Vorschlag:

Zwischen 8 Uhr und 12 Uhr ist ein gefühlter Alterdurchschnitt von 70+ Jahren zu beobachten. Das sind tickende Zeitbomben!

Lübeckerin

schrieb am 04.06.2021 um 19.42 Uhr:
@ Manfred Vandersee:
Was sie schreiben ist nicht ganz korrekt. In Lübeck darf z.B. auch der kommunale Ordnungsdienst in den fließenden Verkehr eingreifen, nicht nur die Polizei. Immer vorausgesetzt, dass eine Ordnungswidrigkeit begangen wurde bzw. ein Anfangsverdacht vorliegt. In HL winken die Ordnungsamt Mitarbeiter sogar mit einer Anhaltekelle den Verkehr heraus.
Auf den Bericht zurückzukommen... das ein privater Sicherheitsdienst in den fließenden Verkehr eingreifen soll, ist natürlich quatsch. Auch wenn es sich "nur" um E-Roller handelt. Da bin ich ganz bei Ihnen.

bernd

schrieb am 04.06.2021 um 20.48 Uhr:
Hallo, habt ihr schon einmal drüber nachgedacht was den Kindern/Jugendlichen in der letzten Zeit genommen/verboten wurde? Sport, Tanzen, Party, Spaß?! An die Alten: früher gab es evtl nichts, aber ihr wart frei! (...)

Karlo

schrieb am 07.06.2021 um 18.48 Uhr:
Ha,ha. Ihr Dösköppe werdet auch mal älter.Und wenn die Jugendlichen unter den Rädern liegen, ist das Geheult groß. Dann kommen die Sprüche, warum niemand früher etwas unternommen hat.