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Demo mit Gehzeugen

Lübeck - Innenstadt: Am Freitag Nachmittag war Extinction Rebellion (XR) mit Gehzeug in Lübeck unterwegs. Darunter wird im Gegensatz zu einem Fahrzeug eine Konstruktion verstanden, welche den riesigen Platzbedarf eines Autos darstellt.

"Das war gleichzeitig ein Symbol für den zu großen Material- und Energieverbrauch im Verkehr", so XR. "Die Reaktion der Bürger war gemischt. Neben Zustimmung gab es auch Beschimpfungen durch Autofahrer."

Hendrik von XR dazu: „Wir haben für einzelne eine kleine Behinderung von wenigen Minuten verursacht. Das tut uns leid und wir bitten das zu entschuldigen. In Anbetracht der Situation halten wir es leider für notwendig sehr deutlich zu sein. Die Coronakrise geht vorbei. Die Klima- und Umweltzerstörung nicht. Schaut euch unsere Stadt an! Nach Jahren wissenschaftlicher Erkenntnisse und späterer Proteste (Fridays For Future) hat sich nichts verändert. Es gibt immernoch keine Sonnenenergieerzeugung auf den Dächern. Die Autos füllen unverändert die Straßen. Jahrzehnte sind durch Nichtstun verloren und jetzt gibt es zu schwache Entscheidungen und unzureichende Absichtserklärungen. Das können und wollen wir nicht akzeptieren. Es ist Zeit den Fokus endlich auch auf Alternativen zum Auto- und Lkw-Verkehr zu legen. Zum Beispiel die 4-spurigen Hauptstraßen mit desolatem Fahrradstreifchen auf dem Fußweg sind eine Zumutung. Auf dem Fahrrad passieren bei nahezu jeder Fahrt gefährliche Situationen.“

"Nach Straßenverkehrsordnung muss, wer zu Fuß geht, und sperrige Gegenstände mitführt, die Fahrbahn benutzen, wenn auf dem Gehweg andere zu Fuß gehende erheblich behindert würden", so die Teilnehmer. "Dennoch wurde ein Gehzeug auf der Holstenstraße von der Polizei unter Hinweis auf das Straßen- und Wegegesetz gestoppt, da dies eine Sondernutzung über den Gemeingebrauch hinaus gewesen sei. Lernen wir daraus."

Die Polizei beendete die Aktion mit Verweis auf die fehlende Sondernutzung. Foto: XR

Die Polizei beendete die Aktion mit Verweis auf die fehlende Sondernutzung. Foto: XR


Text-Nummer: 145345   Autor: XR/red.   vom 05.06.2021 um 09.01 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Klaus Bruns

schrieb am 07.06.2021 um 11.36 Uhr:
Glücklicherweise war der Lockdown 2020/21 ein "natürliches Experiment", in dem die gesamte Menschheit über viele Monate ihren CO2-Ausstoß drastisch reduziert hat. Also genau das Ziel, über das wir hier diskutieren.

Ebenso glücklich ist die Tatsache, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre permanent überwacht und gemessen wird. Seit dem Jahr 1958 liefert die CO2-Messung des Mauna-Loa-Observatoriums auf Hawaii, USA, die offizielle CO2-Konzentration für sämtliche Klima-Modelle.

Resultat der Covid-bedingten, menschlichen CO2-Abstinenz:
*Kein wahrnehmbarer Mess-Effek*

Wie es der dänische Klimatologie-Professor Ole Humlum auf seiner web-page climate4you formuliert:

"There is no perceptible effect on atmospheric CO2 due to the COVID-related drop in GHG emissions. Natural sinks and sources for atmospheric CO2 far outweigh human contributions