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Welpenhändler auf der A20 gestoppt - 13 Tiere beschlagnahmt

Lübeck: Nachdem ein Zeugenhinweis bei der Polizei eingegangen war, konnten Beamte des Polizei-Autobahn-und Bezirksreviers Bad Oldesloe am vergangenen Dienstag, 2. Juni 2021, auf einem Parkplatz an der Bundesautobahn 20 zwei mutmaßliche Welpenhändler vorläufig festnehmen.

Durch das Veterinäramt wurden dreizehn Welpen und junge Hunde sichergestellt. Das Kommissariat 14 der Bezirkskriminalinspektion Lübeck ermittelt wegen des Verdachts des Betruges und des Verdachts der Urkundenfälschung.

Gegen 13.30 Uhr am 2. Juni 2021 meldete ein Zeuge der Regionalleitstelle Lübeck, dass auf dem Parkplatz Auf dem Karkfeld an der A20 offenbar Hundewelpen aus einem Auto mit osteuropäischem Kennzeichen verkauft würden. Beamte des Autobahnreviers Bad Oldesloe suchten den Parkplatz umgehend auf und trafen vor Ort auf zwei Männer an einem Fahrzeug, in dem sich elf verschieden große Käfige und Boxen mit insgesamt dreizehn Hunden unterschiedlicher Rassen befanden.

Alle Hunde befanden sich in offensichtlich schlechtem Gesundheitszustand. Sie wurden durch einen angeforderten Amtsveterinär sichergestellt und im weiteren Einsatzverlauf dem Tierheim Lübeck zugeführt.

Die beiden 36- und 51-jährigen Männer führten Dokumente und Impfpässe für die Tiere sowie Bargeld im unteren vierstelligen Bereich mit sich. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden die Pässe, die Dokumente und das Bargeld beschlagnahmt.

Die beiden Tatverdächtigen wurden nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen mangels Haftgründen entlassen. Sie müssen sich in einem Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des Betruges und des Verdachts der Urkundenfälschung verantworten. Auch wird geprüft, ob eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz vorliegt.

Die Polizei konnte die beiden Verdächtigen bereits am vergangenen Dienstag vorläufig festnehmen.

Die Polizei konnte die beiden Verdächtigen bereits am vergangenen Dienstag vorläufig festnehmen.


Text-Nummer: 145405   Autor: PD Lübeck   vom 08.06.2021 um 12.50 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Micha

schrieb am 08.06.2021 um 14.15 Uhr:
...auch wird überprüft...wenn ich das schon lese, könnte ich ko..en! Berichtet wird über den schlechten Zustand der Tiere...aber...deutsche Bürokratie...alle anderen ermittlungsansätze stehen im Vordergrund und der im Vordergrund stehen sollte, da wird geprüft...

Biche

schrieb am 08.06.2021 um 14.40 Uhr:
Dank den aufmerksamen Menschen, die die Polizei informiert haben, um diesen widerlichen und kriminellen Hundehändlern das Geschäft zu vermiesen. Ein Rücktransport der beiden Herren in jeweils einem ihrer Käfige wäre mal eine Maßnahme gewesen, wenn die Gesetzeslage nichts Härteres hergibt.
Dank auch der Polizei, die sich umgehend aufgemacht hat, um den Verkauf zu verhindern und so die Rettung der Welpen zu ermöglichte.
Ein letztes Wort an diejenigen, die IMMER NOCH Hunde aus osteuropäischen Qualzuchten kaufen. Nur eine mangelnde Abnahme beendet das Elend der schwer misshandelten Muttertiere. Wie kann man Freude an einem kleinen Hund haben, ohne dabei an das Leid der Muttertiere zu denken. Der Kauf solcher Tiere sollte in Deutschland mit einem Bußgeld bestraft haben. Leider hilft immer nur das und nicht Herz, Einsicht und Vernunft.

Lothar Möller

schrieb am 08.06.2021 um 17.06 Uhr:
Tierschutz ausbauen
Die Bürger für Lübeck (BfL) sind entsetzt über die jüngsten Ereignisse von Tierquälerei. Der illegale und tierquälerische Transport von Welpen wurde aufgedeckt und der Täter gleich wieder auf freien Fuß gesetzt. „Wie ernst ist uns eigentlich der Tierschutz? „Die Verankerung im Grundgesetz reicht nicht aus, solange wir Tiere nach wie vor juristisch als „Sache“ betrachten. Diese illegalen Transporte aus Osteuropa müssen entschlossen unterbunden werden. Mit jedem erfolgreichen Deal werden die Motivation der osteuropäischen Zuchtstationen und damit das Leid der Tiere erhöht. Der Internet-Handel mit Tieren gehört verboten“. „Es gibt so viele Möglichkeiten, Tieren in Not zu helfen. Sich aber Rassetiere zu Billigpreisen anschaffen zu wollen, ist unmoralisch.“

Lothar Möller
BfL-Vorsitzender und
Mitglied der Lübecker Bürgerschaft

Sunny

schrieb am 08.06.2021 um 17.11 Uhr:
Menschen die diese Hunde kaufen und somit diese Machenschaften unterstützen sollen genauso bestraft werden wie die die diese Hunde verkaufen.
Mittlerweile sollte es doch jeder wissen wie dieses Geschäft läuft & trotzdem gibt es immer wieder Menschen welche diese Hunde kaufen, das ist unverständlich für mich...

Lolbert

schrieb am 08.06.2021 um 17.42 Uhr:
@Micha

Sie scheinen ja ein richtiger Fan der Lynchjustiz zu sein.

Was würden Sie sagen, wenn man Sie bestraft ohne vorher geprüft zu haben, ob auch tatsächlich eine Straftat vorliegt und ob Sie der Täter sind.

Walter Klein

schrieb am 09.06.2021 um 10.33 Uhr:
Natürlich ist diese ganze Praxis absoluter Mist. Bevor ich jetzt einen Shitstorm bekomme, möchte ich nur eines mal klarstellen. Es ist nicht verboten Welpen im Auto zu transportieren, solange das Tiergerecht gemacht wird. Hier recht es aus das genug Wasser und Futter da ist, die Welpen in einer Box sitzen und es nicht zu Warm ist. Es ist ist ebenfalls nicht verboten Welpen zu verkaufen. Jeder der schon einmal das Glück hat das seine Hündin Junge geworfen hat, wird es ja gemacht haben. Ja es ist verboten Papiere zu fälschen. Das paradoxe an diesem Fall ist aber, es ist nicht verboten Welpen ohne Papiere zu verkaufen. Heißt hätten die Gauner keine Papiere dabei gehabt, hätte man ihnen nichts anhaben können. Und hier gehört doch wohl nachgebessert.

Sunny

schrieb am 09.06.2021 um 12.41 Uhr:
Lieber Walter :
Wenn offensichtlich kranke Welpen aus einem Auto mit ausländischen Kennzeichen an einer Autobahnraststätte verkauft werden ( es waren auch noch Welpen verschiedener Rassen)also nicht aus einem Wurf ist es erlaubt wenn keine Pässe dabei sind? ( wobei diese sowieso gefälscht sind.)
Ich glaube sie sind falsch informiert... (!!)

Für mich geht es leider nicht offensichtlicher 🤷‍♀

HaJo

schrieb am 09.06.2021 um 13.14 Uhr:
@ Walter Klein "Heißt hätten die Gauner keine Papiere dabei gehabt, hätte man ihnen nichts anhaben können." - Ohne Papiere geht es auch nicht. Die Einfuhr ist nur mit einer gültigen Tollwutimpfung erlaubt. Welpen dürfen erst ab einem Alter von 12 Wochen gegen Tollwut geimpft werden. Wenn man dann noch die drei Wochen für die Ausbildung des Impfschutzes addiert, müssen die Tiere mindestens 15 Wochen alt sein. Die private Einfuhr ist auf fünf Tiere beschränkt, ein gewerbsmäßiger Handel bedarf der Erlaubnis der zuständigen Behörde (§ 11 Abs.1 Tierschutzgesetz)
https://www.gesetze-im-internet.de/tierschg/ BJNR012770972.html

@Lothar Möller: Welchen gültigen Haftgrund hätte die Staatsanwaltschaft anführen sollen? Die Tiere wurden sichergestellt, die Pässe, die Dokumente und das Bargeld beschlagnahmt. Auch wenn das Fahrzeug osteuropäische Kennzeichen trägt, können die Männer über eine Meldeadresse in Deutschland verfügen.

Ich halte die Situation auch für schlecht, aber die Käufer tragen eine nicht unerhebliche Mitschuld.