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Wohnquartier für Jung und Alt an der Ratzeburger Allee

Lübeck - St. Jürgen: Archiv - 09.06.2021, 15.19 Uhr: Der Lübecker Bauverein ist erstmalig in seiner Geschichte eine Kooperation mit einem Dienstleister rund um das Thema Pflegeleistungen in einer Wohnanlage eingegangen. Kooperationspartnerin an diesem Standort ist die DRK-Schwesternschaft Lübeck.

Die DRK-Schwesternschaft hat im Mai dieses Jahres vier Gewerbeeinheiten bezogen und ihre Arbeit in dieser Wohnanlage aufgenommen. 38 Mitglieder, vorwiegend Seniorinnen und Senioren, bezogen ebenfalls ihr neues Zuhause und können sich zukünftig auf ein vielfältiges Angebot an Services rund um das Thema „Wohnen im Alter“ freuen.

Das Wohnquartier ist darauf angelegt, dass sich Jung und Alt in ihrem Quartier wohlfühlen und hier möglichst viele Anlaufstellen finden. So können junge Familien ohne lange Wege ihre Kinder im Quartier bei der Tagesmutter betreuen lassen. Die Kindertagespflege „Min´s Glückskäfer“ bietet eine Kinderbetreuung für fünf Kinder an. Für die älteren beziehungsweise pflegebedürftigen Menschen gibt es zukünftig einen ambulanten Pflegedienst mit umfangreichem Beratungs- und Betreuungskonzept und eine Seniorentagespflege mit vielfältigen Angeboten. In beiden Einrichtungen wird das Team der Schwesternschaft neben der ambulanten Grund- und Behandlungspflege auch für alle Fragen hinsichtlich Gesundheit, Sozial- und Pflegeversicherung zuständig sein. Die Seniorentagespflege „Moin Moin“ wird im Juli eröffnen. 15 Plätze gibt es hier zukünftig für Seniorinnen und Senioren, die hier den Tag miteinander verbringen und an vielfältigen Angeboten teilnehmen können.

Das Team Nachbarschaft des Lübecker Bauvereins wird ebenfalls an diesem Standort aktiv. Ein rund 110 Quadratmeter großer Gemeinschaftsraum mit integrierter Küche, das sogenannte „Zweite Wohnzimmer“, ist künftig zentraler Mittelpunkt und Herzstück für die Mitglieder in diesem Quartier. Hier wird anfangs noch mit Unterstützung unseres Teams ein vielfältiges Programm für die Menschen in diesem Quartier entwickelt. Beispielsweise ist geplant, in Kooperation mit der DRK-Schwesternschaft einen regelmäßigen Mittagstisch anzubieten, bei dem sich Bewohnerinnen und Bewohner begegnen und Kontakte pflegen können.

Das „Zweite Wohnzimmer“ soll aber vor allem auch einfach als Begegnungsstätte dienen. Auch wenn kein „offizielles“ Programm geboten wird, sollen sich Bewohnerinnen und Bewohner der Wohnanlage zu verlässlichen Öffnungszeiten, zum Beispiel zu einer Tasse Kaffee, treffen können.

Das Quartierskonzept sieht hier auch die Einbindung von ehrenamtlich engagierten Menschen, ähnlich wie schon heute erfolgreich in den anderen Nachbarschaftstreffs der Genossenschaft praktiziert, vor. Einerseits fließen die Erfahrungen aus den Quartieren ein, in denen seit Jahren erfolgreich ehrenamtliche Angebote von Nachbarn für Nachbarn stattfinden. Andererseits fließen das Engagement und auch die Wünsche der Mitglieder in das Nutzungskonzept für das „Zweite Wohnzimmer“ ein.

Komplettiert wird das umfassende soziale Angebot des neuen Quartiers durch ein neues Servicebüro. Quartiers-Hauswart Achim Hamann hat nun auch an diesem Standort sein neues Domizil und ist zwei Mal wöchentlich für die Mitglieder persönlich ansprechbar.

Im Gesamtprojekt entstehen hier im vierten bis sechsten Bauabschnitt 109 überwiegend barrierefreie Genossenschaftswohnungen, davon 34 Wohneinheiten öffentlich gefördert. Es werden überwiegend 1- bis 2-Zimmer-Wohnungen mit Größen von 42 bis 66 Quadratmeter sowie 3- bis 4-Zimmer-Wohnungen zwischen 70 und 110 Quadratmeter realisiert. Die geplante Investitionssumme für diese Bebauung beträgt rund 31 Millionen Euro.

Die Vorstandsmitglieder Christine Koretzky und Stefan Probst sind von dem sozialen und nachhaltigen Konzept überzeugt: „Der barrierearme Bau, der Wohnungsmix und die Kooperation mit der DRK-Schwesternschaft wird den hier wohnenden Mitgliedern ermöglichen, möglichst lange in der eigenen Wohnung verbleiben zu können.“

Martina Egen, Oberin der DRK-Schwesternschaft, fasst zusammen: „Dieses Wohnquartier ist in Lübeck einzig-artig und für unsere Schwesternschaft eine große Bereicherung, um unsere jahrzehntelangen Erfahrungen hier einbringen zu können. Der Bauverein hat seit Planungsphase das soziale Konzept eingeplant, sodass die Räumlichkeiten entsprechend den Anforderungen ausgestattet sind und damit die Umsetzung unseres Pflegeangebotes funktionieren kann.“

Oberin Martina Egen von der DRK-Schwesternschaft Lübeck mit den Vorstandsmitgliedern des Lübecker Bauvereins Stefan Probst und Christine Koretzky vor dem neuen Gemeinschaftsraum. Foto: Lübecker Bauverein e.G.

Oberin Martina Egen von der DRK-Schwesternschaft Lübeck mit den Vorstandsmitgliedern des Lübecker Bauvereins Stefan Probst und Christine Koretzky vor dem neuen Gemeinschaftsraum. Foto: Lübecker Bauverein e.G.


Text-Nummer: 145434   Autor: Bauverein   vom 09.06.2021 um 15.19 Uhr

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