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Zusätzliche Termine für den Fahrrad- Führerschein

Lübeck: Die Verkehrserziehung der Grundschüler hat in der Corona Zeit sehr gelitten. Die Polizei hat deshalb die Unterlagen für den sogenannten Fahrrad-Führerschein online gestellt. Außerdem werden Termine für die praktische Prüfung angeboten.

"Verkehrsregeln und richtiges Verhalten konnten nur beding vermittelt und eingeübt werden, die motorischen Fähigkeiten haben zusätzlich abgenommen. Trotzdem werden Lübecker Eltern ihre Kinder bedenkenlos aufs Fahrrad setzen und nach den Sommerferien zur weiterführenden Schule schicken. Das Ganze auf einem neuen Schulweg in unvertrauter Umgebung und mit unbekannten Gefahrenpunkten", so Silke Ziemann, Präventionsbeauftragte der Polizei in Lübeck. "Würden Sie Ihr Nichtschwimmerkind ohne Begleitung ins Tiefe schicken?"

Die Präventionsstelle der Polizeidirektion Lübeck bietet Lösungsmöglichkeiten an: "Mit dem Angebot wollen wir die Eltern animieren, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und sie beim Üben mit Rat und auch Tat unterstützen."

Dazu wurden der Übungskatalog I (für die Grundschule) und der Übungskatalog II (für die weiterführende Schule) von der Präventionsstelle entwickelt und zum Download bereitgestellt: www.schleswig-holstein.de

Für Schüler und Schülerinnen, die die theoretische Prüfung bereits abgelegt haben, aber die praktische Prüfung nicht abgelegt oder nicht bestanden haben, wird die Abnahme der praktischen Radfahrprüfung im Schonraum angeboten. Die grünen Prüfbögen aus der Schule sind hierfür mitzubringen, ebenso das eigene verkehrssichere Fahrrad und der eingestellte Helm, eine Elternbegleitung ist notwendig.

"Diese abgelegte praktische Prüfung im Schonraum ist jedoch kein Freifahrtschein für die Kinder", warnt Silke Ziemann. "Die Verantwortung zur Teilnahme des Kindes am Straßenverkehr liegt bei den Eltern."

Dazu werden folgende Einzeltermine für Lübecker Viertklässler angeboten:

Dienstag, 22.06.2021
Donnerstag, 24.06.2021
Dienstag, 20.07.2021
Donnerstag, 22.07.2021

Beginn ist jeweils um 9 Uhr.

Die Anzahl der Plätze ist begrenzt - die Anmeldung ist daher notwendig und wird unter Tel. 0451/1310 entgegengenommen.

Die Polizei rät Eltern, Kindern das sichere Radfahrern auch auf unbekannten Strecken zu vermitteln. Symbolbild

Die Polizei rät Eltern, Kindern das sichere Radfahrern auch auf unbekannten Strecken zu vermitteln. Symbolbild


Text-Nummer: 145459   Autor: PD Lübeck/red.   vom 10.06.2021 um 15.14 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Luke Vader

schrieb am 10.06.2021 um 17.20 Uhr:
Ich begrüße solche Aktionen außerordentlich, denn man kann es gar nicht hoch genug bewerten, sehr frühzeitig mit der Verkehrserziehung zu beginnen zum Schutz und Wohle der nächsten Fahrradverkehrsgeneration.

Hätten wir das doch schon früher so gemacht, dann hätten wir nicht geschätzt 30% erwachsene Suizidradler- und Radlerrinnen :-((

Radfahrer

schrieb am 10.06.2021 um 18.20 Uhr:
Es hört sich so an, als wäre der "Führerschein" Pflicht. Es ist alleine die Verantwortung der Eltern. Und es ist klar, dass der sichere Schulweg geübt werden muss, ob Fahrrad oder Bus.

Jan H

schrieb am 10.06.2021 um 18.39 Uhr:
@Radfahrer Bald brauch Man für alles ein Führerschein auch für das Richtige Pinkeln :D


lg Jan H

Holger.H

schrieb am 10.06.2021 um 20.54 Uhr:
Hoffentlich wird der Fahrrad Führerschein Pflicht es ist einfach nur noch gefährlich was für Verkehrs unwissendliche Ochsen da unterwegs sind
Ich bin Busfahrer und Frage mich jeden Tag wie dämlich man sein muss rechts zu überholen oder mit 30kmh im Kreis reinzufahren und auf sein Vorfahrts Recht zu bestehen
Leider passiert das mehrmals am Tag
Gott sei Dank das man als Kraftfahrer über genug wissen Verfügt.

andre klar

schrieb am 11.06.2021 um 01.23 Uhr:
@Holger H.:
Wie kommen dann die deutschlandweit über 6000 Unfälle pro Tag zwischen Kfz zustande, bei soviel "Wissen" auf Seiten der Kfz-Führer ? Scheint mir eher das Gegenteil von Wissen zu sein, mit dem da sehr viele Kfz-Führer unterwegs sind.

R.K.

schrieb am 11.06.2021 um 08.35 Uhr:
@Holger.H:
Dann wissen Sie sicherlich auch, dass man beim Überholen von Radfahrenden einen Mindestabstand von 1,5 Meter innerorts einhalten MUSS, und zwar über die gesamte Fahrzeuglänge. Gespanne und Eltern mit Kindern sogar mit 2 Metern.

Leider zeigt die gelebte Praxis, dass die Busfahrenden diese Regel offenbar nicht kennen.

Meine Partnerin wurde mal dermaßen knapp von einem Kollegen von Ihnen (oder waren Sie selbst?) in der Holstenstraße überholt, dass sie an die Karosserie klopfen konnte.

Den Fahrer zur Rede gestellt, dass dies ein Schockmoment war, hat den gar nicht interessiert. Wir haben uns bei Ihrem Stadtverkehr beschwert. Frau Zilke und das Qualitätsmanagement war diese traumatische Erfahrung gerade mal ein 5 EUR-Gutschein bei Bäckerei Junge wert. Wir haben nicht dankend ausgeschlagen.

Ich muss mich nur für eine Stunde in die Holstenstraße stellen, um zahlreiche dieser Situationen zu registrieren. Auch das viel zu dichte Auffahren der Busse kann man immer wieder erleben.

"Wenn man mit den Zeigefinger auf andere weist, zeigen drei Finger auf sich selbst."

Sie als Berufskraftfahrer müssen ja noch wenigstens alle 10 Jahre ihre Fahrtauglichkeit unter Beweis stellen, für alle anderen Lenker gilt dies in Deutschland leider nicht.

Wird eigentlich Zeit, dass ALLE Verkehrsteilnehmer regelmäßig gechecked und geschult werden, und wenn es die Wiederbelebung der Sendung "Der 7. Sinn" ist.

Das Zitat von Frau Ziemann hat mich zu einem eigenen Bild inspiriert:

Wenn man sich in Lübeck (und auch anderswo in D.) als Radfahrender egal,wie alt, in den Verkehr begibt, springt man quasi in ein Haifischbecken. Und die Wahrscheinlichkeit, dass einem eine Rückenflosse bedenklich nahe kommt, ist ziemlich hoch.

§1 der StVO auswendig lernen und mantrartig im Verkehr aufsagen ...

Lübecky

schrieb am 11.06.2021 um 08.45 Uhr:
Hoffentlich wird der Fahrradfüherschein zur Pflicht.
Viele Jugendliche fahren nicht aus Egoismus und Arroganz falsch( obwohls das auch gibt)
Sondern aus mangelndem Wissen.
Was Hänschen nicht lernt, ist Hans schnurzegal.

Ich fahre fast täglich mit dem Rad, es sind eigentlich immer die gleichen Dinge , die mir auffallen:

-Fahren auf der falschen Seite und dann nicht mal ausweichen
-Überholen ohne zu klingeln
-Vorfahrt missachten zb bei rechts vor links
-beim Abbiegen keine Handzeichen

Holger.H

schrieb am 11.06.2021 um 11.14 Uhr:
@ Andrea
Das wären ja noch viel mehr Unfälle wenn alle Pkw Fahrer so unwissend unterwegs wären
Wir haben ein Führerschein gemacht eine Prüfung bestanden und sind damit ausgebildet
Bei Fahrräder gibt es das leider noch nicht und das kann man ja auch täglich sehen.
Also was spricht dagegen einen richtigen Fahrrad Führerschein einzuführen ?
Dann fühlen sie sich doch auch sicherer auf ihren Fahrrad bei Rechts vor links

paulchen

schrieb am 11.06.2021 um 12.35 Uhr:
Eine tolle vernünftige Sache mit dem Fahrradführerschein.
Diese muss dringend auch für ERWACHSENE eingeführt werden. Es sollte Pflicht werden, Lebensgefärlich was man so im Strassenverkehr beobachtet.
Also, nehmt Rücksicht - ALLE !!!!!!!!!!!!!
Bleibt Gesund.

Björn Allesfahrer

schrieb am 11.06.2021 um 14.23 Uhr:
Das Einzige, was sich für mich in den meisten Vor-Kommentaren widerspiegelt, ist, wie sehr in Schubladen und Schwarz-Weiß-Kategorien gedacht wird.
Ich finde es toll, dass den Kindern das richtige Verhalten im Straßenverkehr nahegebracht wird. Sie brauchen dieses Wissen schon zum Selbstschutz. Und den (symbolischen) Führerschein bekommen sie dann als Belohnung. Gute Aktion.
Aber glaubt hier irgendjemand ernsthaft, dass eine tatsächliche Fahrerlaubnis für Radfahrer allgemein irgendeine (positive) Änderung herbeiführen würde? Wer davon ausgeht, hat entweder vergessen oder verdrängt, dass die meisten erwachsenen Radler gar nicht immer und susschließlich mit dem Fahrrad unterwegs sind. Die meisten erwachsenen Radfahrer HABEN längst eine Fahrerlaubnis - meistens zumindest die fürs Auto.
Also auch wenn es viele vernünftige Kommentatoren schon ach so oft geschrieben haben: Das Einzige, das hilft, Unfälle zu vermeiden ist immer auf sich (und andere) aufzupassen und vor alllem gegenseitige Rücksichtnahme! Das Beste dabei: oft bekommt man ein Lächeln des/der Anderen quasi als Dankeschön.
Zur Nachahmung empfohlen.

Luke Vader

schrieb am 11.06.2021 um 17.18 Uhr:
Immer wenn ich im Stau stehe oder vor roten Ampel, ziehen unzählige Fahrradfahrer links und rechts an mir vorbei mit einem Mindestabstand von maximal 1,5cm !!!
Immer wenn mir Fahrradfahrer entgegenkommen und auf ihrer Straßenseite Hindernisse wie geparkte Autos oder Baustellen sind, halten diese nicht an oder ziehen in entsprechende Lücken rein, sondern bleiben draußen und fahren so höchstens 20-30cm entfernt an meiner Seite vorbei.

Den Fahrradfahrern geht es doch nur darum, dass ein Autofahrer diese 1,5m beim Überholen einhält, ansonsten scheinen Fahrradfahrern jegliche Form von Abständen zu ihrer Sicherheit egal zu sein ?!?!

Fahrradfahrer verhalten sich leider sehr oft sehr unglaubwürdig !!!!