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Abriss der alten Bahnhofsbrücke startet

Lübeck: Nach dem Trennschnitt, der Anfang Mai gesetzt wurde, geht das Projekt zum Neubau der Bahnhofsbrücke Lübeck in die nächste Etappe: Am 10. Juni 2021 beginnt in den Abendstunden der Rückbau des östlichen Teils der Brücke mit mehreren vorbereitenden Maßnahmen. Der Autokran, der die Brückenfelder heraus hebt, steht bereits.

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Die Bahngleise 8 und 9 unterhalb der Brücke werden gesperrt, sodass der Stahlbetonüberbau sicher geschnitten und anschließend abtransportiert werden kann. „Richtig los geht es in den Abendstunden des 11. Juni, wenn wir den ersten Abschnitt des Überbaus von den Stahlträgern trennen und dann ausheben“, erklärt Projektleiterin Ulrike Schölkopf. In mehreren Teilen werden alle Elemente des Überbaus mit einem Autokran ausgehoben und auf die Baustelleneinrichtungsfläche transportiert, wo sie entschichtet, zerkleinert und anschließend zum Recycling abtransportiert werden.

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Das Geländer wurde bereits zerteilt.

Der Aushub des Überbaus steht durch die Nähe zu den Bahngleisen, die für die Aktion gesperrt werden müssen, unter besonderen Vorzeichen: Es ist ein 24-Stunden-Betrieb der Baustelle vorgesehen, um die Arbeiten so schnell wie möglich abzuschließen. „Das Baustellenteam wird in drei Schichten Tag und Nacht vor Ort sein“, so Ulrike Schölkopf. Der Abbruch dauert voraussichtlich bis zum 29. Juni 2021 an. Anwohner werden um Verständnis für mögliche Ruhestörungen gebeten.

Hintergrund: Neubauprojekt Bahnhofsbrücke Lübeck

Die Lübecker Bahnhofsbrücke, Baujahr 1907, ist eine 7-Feld-Stahl-Beton-Verbundbrücke mit einer Länge von über 70 Metern. Sie ist vierspurig, mit zwei Fahrstreifen für jede Richtung, und hat auf beiden Seiten Rad- und Fußwege. Altersbedingt ist eine Erneuerung notwendig. Der Neubau erfolgt in drei Bauabschnitten und startet im Frühjahr 2021. Die Verkehrsfreigabe ist für Herbst 2024 geplant. Die Gesamtkosten betragen insgesamt rund 36,4 Millionen Euro. Da die Brücke zur Überführung der Gleise notwendig ist, beteiligt sich die Deutsche Bahn AG mit 12,7 Millionen Euro an den Gesamtkosten. Die Hansestadt Lübeck trägt somit 23,7 Millionen Euro.

Der Kran steht bereits: Ab Freitagabend wird die erste Hälfte der alten Brücke abgebaut. Fotos: VG

Der Kran steht bereits: Ab Freitagabend wird die erste Hälfte der alten Brücke abgebaut. Fotos: VG


Text-Nummer: 145462   Autor: Presseamt Lübeck/red.   vom 10.06.2021 um 15.42 Uhr

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Kommentare zu diesem Text:

Brückenbauer

schrieb am 10.06.2021 um 17.09 Uhr:
Herbst 2024, schaffen die nie in Leben. Lasst da mal die Chinesen ran die Bauen mit Vorgefertigten Teilen in einer Woche die Brücke Neu.

Sven Hermann

schrieb am 10.06.2021 um 19.20 Uhr:
@ Brückenbauer:
"Die" Chinesen versklaven ihr Volk. Dort werden für derartige Projekte Zwangsarbeiter herangezogen, Arbeitssicherheit und Umweltschutz ist ein Fremdwort. Es wird sprichwörtlich "über Leichen gegangen"...
Ich möchte derartige Zustände hier nicht haben.
Vor nicht allzu langer Zeit wurden in Deutschland schon einmal riesige Projekte in Rekordzeit erledigt. Dieser Zustand sollte nicht erstrebenswert sein.

Joerger

schrieb am 10.06.2021 um 21.23 Uhr:
1907 bis 2021
Das sind 114 Jahre....
Das Gejammer kommt: Falscher Stahl, falscher Beton, falsch dies und das...
Hauptsache Kohle rauspressen aus Staat, Land, Stadt oder Kommune...
Ich geb euch max. 10.Jahre.
(...)

Tobias Möller

schrieb am 11.06.2021 um 00.41 Uhr:
Na mal sehen wie lange es wirklich dauern wird.

In anderen Ländern werden Straßenbaumaßnahmen in 3 Schichten an 7 Tagen in der Woche mit maximaler Personalstärke abgearbeitet und für jede Verzögerung muss der Auftragnehmer Schadenersatz leisten und hat eine absolut mängelfreie Leistung abzuliefern.

Die Vergangenheit zeigt es jedoch immer wieder, dass es in Deutschland anders läuft. Es dauert immer deutlich länger, jede Verzögerung und Mängelbeseitigung lässt sich der Bauunternehmer fürstlich entlohnen und muss für Pfusch am Bau nicht geradestehen.

Dazu kommt dann der Unmut der Menschen, wenn sie sehen, dass auf den Baustellen kein Fortschritt zu erkennen ist, kaum Arbeiter zu sehen sind und diese irgendwie nur von Montag bis Freitag 10 bis 14 Uhr arbeiten.
Die Leute sind solche Bummelbaustellen einfach leid.

K.-H. Kutschner

schrieb am 11.06.2021 um 07.26 Uhr:
@Sven Hermann
Meinen Sie den BER oder Stuttgart21?
Das stimmt, das wäre reichlich zu lange für so eine Brücke.

Ludwig

schrieb am 11.06.2021 um 10.46 Uhr:
Viaduc de Millau, 3 Jahre Bauzeit ...... für 2,5km Brücke

Karsten

schrieb am 11.06.2021 um 11.03 Uhr:
Warum? seit ihr immer so negativ?
Ich freue in erster Linie das die Bauarbeiten so gut laufen und die einzelnen Gewerke gut Hand in Hand arbeiten!
Der Verkehr im Großen und Ganzen gut fließt! Autofahrer, Radfahrer und Fuß sollte gegenseitig Rücksicht üben und auch die Bahn kommt.
Und so schlecht wie Ihr hier die Arbeiter macht sind sie nicht,dann manchmal sind Arbeiter schneller als geplant und dann muß halt gewartet werden z. B. das der Beton abbindet, die Arbeitsicherheit hergestellt ist usw. also bleibt entspannt, euch allen ein sonniges, staufreies Wochenende.
Achja der Handwerker hat Wochenende und Familie.
LG Karsten

Nordländer

schrieb am 11.06.2021 um 11.05 Uhr:
@Tobias Möller: Dann benötigen Sie auf "Auftraggeberseite" aber auch qualifiziertes und motiviertes Personal. Da liegt nämlich oftmals der Hund bzgl. Verzögerung und Mehrkosten begraben.

Sven-Erik Mahnkeit

schrieb am 11.06.2021 um 13.13 Uhr:
Tobias Möller:

"in anderen Ländern...", "in der Vergangenheit...", "die Leute sind es leid..."

Gemessen daran, dass Sie keine Vertragsinhalte kennen, sind Sie heute aber wieder mal besonders schlecht drauf.
Aber schön für Sie, dass Ihnen HL Live das entsprechende Ventil liefert.

Sven Hermann

schrieb am 11.06.2021 um 13.56 Uhr:
@K.-H. Kutschner

nein, ich meine das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte. Dort wurden für Strassenbau und Rüstungsprojekte bekanntlich Sklaven eingesetzt...