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20 neu ausgebildete Suchthelfer zertifiziert

Schleswig-Holstein: Archiv - 16.06.2021, 14.22 Uhr: Die Landesverwaltung setzt weiter auf Suchtprävention und die Stärkung der psychischen Gesundheit: Staatssekretär Dirk Schrödter hat heute gemeinsam mit dem Präsidenten der Fachhochschule Kiel, Professor Dr. Björn Christensen, in Rickling Zertifikate an 20 neu ausgebildete nebenamtliche Helfer bei Sucht und psychischen Auffälligkeiten am Arbeitsplatz überreicht.

Erstmals wurde die Ausbildung in Kooperation mit der Fachhochschule Kiel hochschulzertifiziert und kann auf einen Masterstudiengang angerechnet werden.

"Suchterkrankungen und psychische Erkrankungen bleiben häufig lange unerkannt und sind mit viel Scham besetzt. Viele Kolleginnen und Kollegen wissen oft nicht, wie sie im Verdachtsfall richtig reagieren", sagte Schrödter. Mit den neuen Ansprechpersonen gebe es jetzt hervorragend geschulte Helferinnen und Helfer, die den Betroffenen zur Seite stehen: "Sie haben anderthalb Jahre Zeit in diese Zusatzqualifikation investiert. Ihr Engagement ist nicht selbstverständlich. Ich bin Ihnen ausgesprochen dankbar, dass Sie sich dafür zur Verfügung stellen", so der Chef der Staatskanzlei.

Schrödter rief dazu auf, das Thema ernst zu nehmen. Alkoholabhängigkeit, Glückspiel-Sucht oder die Abhängigkeit von Medikamenten gebe es bei Beschäftigten in der Landesverwaltung ebenso wie psychische Auffälligkeiten, die immer weiter zunehmen würden. "Die Corona-Pandemie hat auch ihren Teil dazu beigetragen. Nicht jeder steckt es weg, wenn er über Monate keine Menschen treffen kann und im Alltag eingeschränkt ist", sagte Schrödter. Wegschauen sei jetzt die falsche Strategie. Daher sollen auch die Führungskräfte in der Landesverwaltung Unterstützung erhalten, um betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu helfen.

In 26 Lehrgängen wurden seit 1992 bislang fast 500 betriebliche Suchthelferinnen und Suchthelfer ausgebildet. Die Aus- und Weiterbildung ist fester Bestandteil des Angebotsspektrums der Leitstelle Betriebliches Gesundheitsmanagement und Suchtprävention. Seit 2014 ist die Leitstelle in der Staatskanzlei angesiedelt.

Schrödter rief dazu auf, Sucht und psychischen Auffälligkeiten am Arbeitsplatz ernst zu nehmen. Foto: Frank Peter

Schrödter rief dazu auf, Sucht und psychischen Auffälligkeiten am Arbeitsplatz ernst zu nehmen. Foto: Frank Peter


Text-Nummer: 145585   Autor: STK SH/Red.   vom 16.06.2021 um 14.22 Uhr

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