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Lübecker soll Waffen im Darknet verkauft haben

Lübeck: Archiv - 24.06.2021, 12.19 Uhr: Fahnder des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main haben in vier Ermittlungsverfahren eine Vielzahl verbotener Gegenstände, darunter insgesamt 13 Schusswaffen, 1.361 Stück Patronenmunition, mehrere Schlagringe, ein Butterfly-Messer, eine Stahlrute sowie 80 verbotene pyrotechnische Gegenstände sichergestellt.

Auf die Spur der unerlaubten Waffen, Munition und Pyrotechnik waren die Fahnder den Tatverdächtigen unter anderem gekommen, weil ein 39-Jähriger mutmaßlicher Waffenhändler aus Lübeck widerrechtlich Waffen über das sogenannte Darknet an einen 65-Jährigen aus Ludwigshafen und an einen 40-jährigen Tatverdächtigen aus dem Landkreis Tirschenreuth (Bayern) verkauft hatte.

Bei der Durchsuchung in Lübeck fanden die Beamten 855 Stück Munition, einen verbotenen Schlagring, ein verbotenes Butterflymesser, eine verbotene Stahlrute und eine verbotene Laserzielbeleuchtung.

Die Sicherstellungen erfolgten im Zeitraum April 2018 bis November 2020 bei Durchsuchungen der Wohnungen der Beschuldigten und sind das Ergebnis umfangreicher und komplexer Ermittlungsarbeit einer Ermittlungskommission des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main, die seit April 2016 gezielt gegen den organisierten Handel und Schmuggel von illegalen Schusswaffen im Darknet vorgeht. Die vier Strafverfahren werden unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaften Lübeck, Frankenthal, Bückeburg und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg geführt.

Gegen den Tatverdächtigen aus dem Landkreis Schaumburg wurde bereits ein Strafbefehl zur Zahlung einer Geldstrafe von mehreren Tausend Euro erlassen. Die Entscheidungen in den anderen Verfahren stehen noch aus. "Die Ermittlungserfolge verdeutlichen, dass das Darknet kein rechtsfreier Raum ist. Jede Person, die Straftaten über das Darknet begeht, muss jederzeit mit ihrer Identifizierung und mit Strafverfolgung rechnen", so die Sprecherin des Zollfahndungsamtes Frankfurt am Main.

Der Lübecker soll mehrfach Waffen über das Darknet verkauft haben. Foto: Zoll

Der Lübecker soll mehrfach Waffen über das Darknet verkauft haben. Foto: Zoll


Text-Nummer: 145748   Autor: Zoll/red.   vom 24.06.2021 um 12.19 Uhr

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