Diese Seite verwendet Cookies für die Funktionalität und für anonymisierte Statistiken.
Stimmen Sie auch der Verwendung von Cookies durch Drittanbieter auf dieser Website für die Schaltung von personalsierter Werbung zu? Weitere Informationen
Sie können Ihre Zustimmung jederzeit auf der Seite Impressum / Datenschutz widerrufen.
Dort finden Sie auch weitere Informationen zu Cookies.

Blutspende: Junge Union will Verfahren ändern

Schleswig-Holstein: Archiv - 28.06.2021, 11.18 Uhr: Zu der Debatte über die aktuell geltenden Einschränkungen im Rahmen der Blutspende hat sich die Landesvorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein, Birte Glißmann, geäußert. Man fordere eine Reform des Blutspende-Verfahrens und habe ein Forderungspapier beschlossen, so die Junge Union.

Birte Glißmann im Wortlaut:

(")Die Junge Union Schleswig-Holstein hat auf ihrem digitalen Schleswig-Holstein-Rat ein Forderungspapier beschlossen in dem wir die Anpassung der "Richtlinie zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten" nach § 5 I TFG" im Sinne einer wissenschaftlich fundierten und verhältnismäßigen Regelung fordern. Dies bedeutet unter anderem die Herabsetzung der Zeit des Spendeausschlusses für Personengruppen mit sexuellem Risikoverhalten von zwölf Monaten ohne Sexualkontakt auf vier Monate oder die Zulassung zur Spende nach einer individuellen Risikobeurteilung durch ärztliches Personal. Darüber hinaus sollten Männer, die sexuellen Kontakt mit Männern haben und seit mehr als vier Monaten in einer monogamen Beziehung leben, von der Rückstellfrist zur Blutspende ausgenommen werden.

Das Deutsche Rote Kreuz und das UKSH warnen bereits, dass die Bestände der Blutkonserven aktuell bedrohlich leer sind. Es wird ein starker Rückgang der Blutspenden verzeichnet und der Bedarf steigt gleichzeitig wieder an, da die OP-Tätigkeiten im Land wieder zunehmen. Vor dem Hintergrund wird die Notwendigkeit einer Reform des Blutspende-Verfahrens besonders deutlich. Viele lebensbedrohlich oder chronisch Erkrankte sind permanent auf Blutspenden angewiesen. Jeder Mensch, unabhängig von seiner sexuellen Identität oder seines beruflichen Hintergrundes kann Leben retten. Außerdem werden Blutspenden grundsätzlich sorgfältig geprüft, bevor sie eingesetzt werden.(")

Den beschlossenen Antrag: www.ju-sh.de

Die Landesvorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein, Birte Glißmann, fordert eine Reform des Blutspende-Verfahrens. Foto: CDU SH.

Die Landesvorsitzende der Jungen Union Schleswig-Holstein, Birte Glißmann, fordert eine Reform des Blutspende-Verfahrens. Foto: CDU SH.


Text-Nummer: 145800   Autor: JU SH   vom 28.06.2021 um 11.18 Uhr

Text teilen: auf facebook +++ auf Twitter +++ über WhatsApp

Text ausdrucken. +++  Text ohne Bilder ausdrucken.