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Trave-Gymnasium nimmt 3D-Drucklabor in Betrieb

Lübeck: Nicht nur die Zaubererschmiede Hogwarts hat einen, auch am Trave-Gymnasium gibt es einen Raum der Wünsche. Der ehemalige Latein-Raum wurde in ein 3D-Drucklabor umgebaut. Dank der großzügigen Unterstützung der MINT Stiftung Lübeck der Eheleute Jutta und Frank Rochlitzer ist hier sogar eine Druckerfarm aus sechs neuen 3D-Druckern der Marke PRUSA MINI+ und 12 Laptops der Marke Lenovo entstanden.

"Die Michael-Haukohl-Stiftung der Eheleute Ina und Michael Haukohl, Lübeck, finanzierte bereits vorab einen 3D-Druck-Workshop im Technikzentrum Lübeck für Schülerinnen und Schüler des Trave-Gymnasiums und einen weiteren TZL-Workshop für die Lehrkräfte der Physikfachschaft. Die sechs neuen "Mitglieder" unserer Schulgemeinschaft namens Einstein, Newton, Curie, Kepler, Planck und Fermi mussten nicht lange darauf warten, von den ersten Schülerinnen und Schülern in den Betrieb genommen zu werden", berichtet Jelka Sadowski, Leiterin des Trave-Gymnasiums, anlässlich der offiziellen Einweihung des 3D-Drucklabors.

Neben Grundkenntnissen über moderne Fertigungsprozesse und dabei verwendeter Software erwerben die Schüler und Schülerinnen bei der Arbeit mit den 3D-Druckern zahlreiche Kompetenzen, so zum Beispiel im Bereich des räumlichen Vorstellungsvermögens und der Modellierungsfähigkeiten, bei der Einschätzung von Abmessungen, dem Wechsel zwischen zwei- und dreidimensionalen Darstellungen von Objekten, bezüglich Materialeigenschaften und statischen Erfordernissen, auch die Kommunikationsfähigkeit bei Partner- und Gruppenarbeiten, die Kreativität und Problemlösungsstrategien werden trainiert.

"Mit den 3D-Druckern hergestellte Medien können in verschiedenen Fächern Verwendung finden und so den Unterricht bereichern. Neue didaktische Ansätze können nun an unserem Gymnasium erprobt werden. Auch die Anwendung in außerunterrichtlichen Arbeitsgemeinschaften, Projekten und bei Schülerwettbewerben, wie zum Beispiel Jugend forscht(15 bis 21 Jahre) und Schüler experimentieren (bis 14 Jahre), ist möglich", betont Saskia Prehn, Leiterin der Orientierungsstufe.

Frank Rochlitzer unterstreicht die Bedeutung von 3-Druckern für die Verwirklichung der Industrie 4.0. "Wir haben hier einen Paradigmenwechsel, weg von spanenden Verfahren wie unter anderem Drehen, Fräsen, Bohren hin zur additiven Fertigung von hochkomplexen Bauteilen. Materialeinsparungen von über 50 Prozent sind möglich, somit ist das 3D-Druckverfahren auch ein Beitrag zur Nachhaltigkeit".

"Eine weitere Möglichkeit ist beispielsweise die Herstellung von Ersatzteilen mittels 3-Druckern in fernen Ländern, was die Logistik vereinfacht und darüber hinaus eine enorme Zeitersparnis bedeutet", ergänzt Michael Haukohl.

Während der offiziellen Übergabe arbeiten alle Drucker fast geräuschlos im Hintergrund. Jonas und Maja, Klasse 8, zeigen den staunenden Teilnehmern wie leicht und schnell es möglich ist, Bauelemente zu programmieren und in den "Druck" zu geben. Das Fach ANT (angewandte Naturwissenschaften und Technik) wird am Trave-Gymnasium in den Klassen 8 und 9 als Wahlpflichtfach unterrichtet, beziehungsweise mit der Umstellung auf G9 in den Klassen 9 und 10. Der Raum der Wünsche, das 3D-Drucklabor, ist hierbei eine wertvolle Ergänzung.

Der ehemalige Latein-Raum wurde in ein 3D-Drucklabor umgebaut.    Foto: Trave-Gymnasium/MINT Stiftung Lübeck

Der ehemalige Latein-Raum wurde in ein 3D-Drucklabor umgebaut. Foto: Trave-Gymnasium/MINT Stiftung Lübeck


Text-Nummer: 145803   Autor: MINT Stiftung   vom 28.06.2021 um 11.07 Uhr

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