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Nebenbei zum Facharbeiter

Lübeck: Der Coronakrise zum Trotz zieht der Arbeitsmarkt in Schleswig-Holstein an. Unternehmen aller Branchen und Größe suchen Fachkräfte. Da diese allerdings eine qualifizierte Ausbildung haben sollten, wird der Markt für Ungelernte zunehmend enger. Eine Lösung für die Probleme von Arbeitgebern und Arbeitnehmern ist die Teilqualifizierung für An- und Ungelernte ab 25 Jahren.

Ab sofort bietet die IHK zu Lübeck in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein das Programm Teilqualifizierung an, bei dem Beschäftigte in rund einem Jahr neben ihrem Beruf einen Facharbeiterabschluss erwerben können. Heute erhielten sechs von sieben Teilnehmern der Lübecker H. und J. Brüggen KG ihre Bildungsgutscheine.

„Dieses Instrument ist aus Sicht der Unternehmen hervorragend zur Entwicklung und Bindung von Fachkräften geeignet“, sagte Dr. Ulrich Hoffmeister, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs Aus- und Weiterbildung, bei der Übergabe. Es biete eine große Chance für Beschäftigte, für die eine klassische Berufsausbildung nicht mehr in Frage komme, zum Beispiel aufgrund persönlicher Lebensumstände, oder weil sie auf ihr Einkommen angewiesen sind. „Der Abschluss stellt die erworbenen Kompetenzen mit einem offiziellen IHK-Zertifikat fest. Und dieses steht für bundeseinheitliche Qualität und soll letztlich zum Facharbeiterabschluss führen“, betonte Hoffmeister.

„Durch die demografische Entwicklung und den rasanten Wandel der Arbeitswelt wird es schwieriger, den Fachkräftebedarf allein durch die Rekrutierung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu decken. Unternehmen können sich mit der Weiterbildung ihrer Beschäftigten fit für die Zukunft machen, denn häufig schlummern hier ungenutzte Potenziale. Eine Qualifizierung bietet auch für die Beschäftigten viele Vorteile. Die Praxis zeigt, dass Arbeitnehmende mit abgeschlossener Berufsausbildung im Durchschnitt seltener arbeitslos sind, besser entlohnt werden als angelernte Arbeitskräfte und später eine höhere Rente genießen können“, erläuterte Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Lübeck.

„Das Modell der Teilqualifikationen, bei denen Inhalte und Fertigkeiten in abgeschlossen, zeitlich versetzen Modulen vermittelt werden, ermöglicht es den Teilnehmenden, sich Schritt für Schritt auf den Berufsabschluss vorbereiten. Durch die Verzahnung von fachpraktischer Unterweisung im Unternehmen mit theoretischen Lerneinheiten und Praktikumsphasen erneut im Betrieb erfahren die angehenden Fachkräfte eine optimale Förderung“, so Monique Müller, Geschäftsleiterin Beratung und Akquisition der Wirtschaftsakademie Schleswig-Holstein.

Konsul Jochen Brüggen, Geschäftsführender Gesellschafter der H. und J. Brüggen KG, freute sich, dass eine Mitarbeiterin und sechs Mitarbeiter diesen besonderen Weg eingeschlagen haben. „Es wird vielleicht manchmal anstrengend werden, aber am Ende werden wir alle sagen, dass es sich gelohnt hat“, sagte er und überreichte den Teilnehmern eine kleine Schultüte als Symbol für ihren Start in die Qualifizierung. „Lernen und Weiterbilden liegen in der DNA unseres Unternehmens. In einer Welt, die sich ständig verändert, müssen wir uns anpassen und weiterentwickeln“, ergänzte er.

Sechs Mitarbeiter von Brüggen bekamen die Bildungsgutscheine überreicht. Foto: IHK

Sechs Mitarbeiter von Brüggen bekamen die Bildungsgutscheine überreicht. Foto: IHK


Text-Nummer: 145872   Autor: IHK   vom 01.07.2021 um 17.40 Uhr

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